Berufsziel Sozialunternehmer
Der Begriff des Social Entrepreneurs ist im deutschen Sprachraum erst vor einigen Jahren eingeführt worden und hat sich, auch innerhalb des sozialen Sektors, noch nicht großflächig etabliert. Er lässt sich im weitesten Sinne als Soziales Unternehmertum übersetzen. Ein Social Entrepreneur ist eine Unternehmerpersönlichkeit, die gesellschaftliche Defizite mit neuen Herangehensweisen zu beseitigen versucht und den Erfolg nicht an monetärem Profit, sondern an der positiven gesellschaftlichen Veränderung misst.
Foto: Marion Book
Die Organisations- und Rechtsformen sind in Zusammenhang mit Social Entrepreneurship ebenso variabel wie die Einkommensstruktur. Unternehmerisch heißt nicht, dass ein Unternehmen gegründet wird, sondern eine 'Unternehmung', die systematisch ein gesellschaftliches Defizit beseitigt. In vielen Fällen wird jedoch eine Non-Profit-Organisation gegründet, die sich natürlich neben den geeigneten rechtlichen, auch mit finanziellen Möglichkeiten auseinander setzen muss, so aus der Einleitung der Diplomarbeit.
Die Autoren setzen sich mit der Definition von Social Entrepreneurship von Bill Drayton, dem Gründer von Ashoka, der 1980 den Begriff in Amerika etablierte, auseinander. Es geht um hohe Anforderungen, dass Social Entrepreneurs „sich mit unternehmerischem Engagement innovativ, pragmatisch und langfristig für einen bahnbrechenden gesellschaftlichen Wandel einsetzen." Dass sie „Durchbrüche" schaffen und vor allem dass sie das „System von unten" verändern (sollen).
„In der Auseinandersetzung mit Social Entrepreneurship und den agierenden Personen im internationalen Bereich fand ich viele Aspekte, die sowohl meine Arbeit als auch die Organisation, in der ich tätig bin, betreffen. Den gesellschaftlichen Nutzen und die Auseinandersetzung mit nachhaltigen Lösungsmodellen sind zwei Themenbereiche, die sowohl meine direkte Arbeit betreffen, als auch in der Gesamtorganisation immer wieder in den Vordergrund stehen. Die große Herausforderung und Chance in unserer Organisation sehe ich im Spannungsfeld zwischen der direkten Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, den Auftraggebern, den finanzierenden Stellen und den Stakeholdern, wie auch der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, die in der Umsetzung und direkten Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen viel Verantwortung übernehmen und Assistenz leisten," so Perera.
Der Lehrgang Sozialmanagement sei Gewinn und Ergänzung für den Berufsweg und zwar auch „durch die spannende und vielfältige Auseinandersetzung mit den Teilnehmern aus unterschiedlichen Berufsgruppen und durch das Schaffen von Bewusstsein für die Wichtigkeit von Haltungen und Werten der agierenden Personen im Sozialmanagement - für mich selbst als auch in der Vernetzung mit meinen Gesprächspartnern."
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