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Deutsche Post DHL: Energieeffizienz auf der Straße und in der Luft

Als weltweit tätiges Logistikunternehmen steht die Deutsche Post DHL neben ihrer sozialen Verantwortung vor besonderen ökologischen Herausforderungen. Der Transport von Gütern und Informationen um den gesamten Globus bringt beträchtliche Umweltauswirkungen mit sich. Bei über einer Million Kundenkontakten pro Stunde und 70 Millionen Briefsendungen täglich allein in Deutschland fallen CO2-Emissionen im hohen Maße an. Im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht zeigt der Bonner Logistikkonzern handlungsbedarf und Lösungsansätze transparent auf.
Erdgastransporter, Foto: Deutsche Post DHL
20.07.2010 Bonn (UD/apk) - Rund 24,1 Millionen Tonnen des Treibhausgases wurden 2009 zu 20% durch die Geschäftsaktivitäten der Deutschen Post DHL und zu 80% durch ihre Subunternehmer verursacht. Mit Hilfe eines konsequenten Umweltmanagementsystems will die Deutsche Post DHL daher die CO2-Bilanz wirksam und kontinuierlich verbessern. Das Besondere dabei: Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen formuliert das Unternehmen konkrete, quantifizierte CO2-Effizienzziele. Das beweist der Logistik-Weltmarktführer in seinem Nachhaltigkeitsbericht 2009/2010. Auf seiner Internet-Seite berichtet das Unternehmen unter dem Motto „Verantwortung leben“ in detaillierter und umfassender Weise, wie es als globaler Konzern den heutigen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht werden kann.

Die Zielsetzungen des Logistikkonzerns sind dabei durchaus ambitioniert. Bis 2012 will das Unternehmen seine CO2-Effizienz um zehn Prozent auf der Grundlage von 2007 verbessern. Bis zum Jahr 2020 sollen es, einschließlich der Emissionen der fremd vergebenen Transporte, sogar 30 Prozent Effizienzsteigerung sein. Das soll durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden. So setzt die Deutsche Post DHL beispielsweise vermehrt kraftstoffeffizientere Modelle innerhalb ihrer Flugzeugflotte ein. Der Lufttransport macht den größten Anteil der Emissionen aus. Die Maßnahme hat sich im vergangenen Geschäftsjahr 2009 bereits positiv auf die CO2-Effizienz des Unternehmens ausgewirkt. Die Kohlenstoffdioxid-Emissionen fielen von 2008 auf 2009 um circa zwei Millionen Tonnen. Zu diesem Ergebnis hat auch die Umstrukturierung der LKW- und PKW-Flotte beigetragen. So fuhren 2009 im Vergleich zum Vorjahr doppelt so viele Straßenfahrzeuge mit alternativen Fahrzeugtechnologien und Kraftstoffen im Auftrag der Deutschen Post DHL. Pilotprojekte wie der Testbetrieb von Hybrid-LKW in Deutschland und Großbritannien zeigen, wie die transportbedingten CO2-Emissionen künftig weiter gesenkt werden können.

Darüber hinaus setzt die Deutsche Post DHL bei den Emissionen seiner Immobilien an. Der CO2-Fußabdruck der in Deutschland genutzten Gebäude wurde durch Versorgung mit Ökostrom um circa 250.000 Tonnen verringert. Derzeit stammen 85 Prozent der Energie, die von Konzernimmobilien in Deutschland verbraucht wird, aus erneuerbaren Quellen. Konzernweit wird etwa ein Drittel des gesamten Elektrizitätsbedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt.

Foto: Deutsche Post DHL
Stromsparen per USB

Die Verwendung neuer, energieeffizienter Technologien allein reicht jedoch nicht aus, um die Auswirkungen der Unternehmensaktivitäten auf die Umwelt zu minimieren. Die Deutsche Post DHL baut hier bewusst auf das Potenzial ihrer Mitarbeiter. Der Logistikdienstleister hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Umweltbewusstsein seiner Mitarbeiter zu stärken und diese zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen zu ermutigen. Im Jahr 2009 hat der Konzern deshalb zahlreiche Workshops durchgeführt, in denen Mitarbeiter eigene Ideen zum Umweltschutz einbringen konnten, die sich am eigenen Arbeitsplatz umsetzen lassen können.

Die Konzernsparte DHL Express hat beispielsweise in mehreren Ländern den Wettbewerb „ThinkGreen–GoGreen“ ins Leben gerufen. In drei Monaten wurden 140 Ideen eingereicht, die der Umwelt und dem Klimaschutz zu Gute kommen. Die DHL-Mitarbeiter Doron Aviman und Brian Boenk aus Dänemark überzeugten die Jury mit einer eigens entwickelten, automatisierten USB-Stromsparleiste für den PC-Arbeitsplatz. Beim Abschalten des Rechners wird die Stromzufuhr zu allen verbundenen Geräten wie Drucker oder Scanner unterbrochen. Durch diese sinnvolle Maßnahme können sich Energie und Stromkosten von bis zu 4.500 € pro Standort senken lassen.

Die Umsetzung solcher Maßnahmen und der nachhaltigen Unternehmensausrichtung soll im Rahmen der Strategie 2015 stetig fortgeführt und verfeinert werden. „Der Kampf gegen den Klimawandel durch Verbesserung unserer CO2-Effizienz und nachhaltige Wertschöpfung zugunsten der Gesellschaft werden uns in den kommenden Monaten und Jahren viel abverlangen“, betont Vorstandsvorsitzender Frank Appel. Dass die Deutsche Post DHL angesichts dieser Herausforderungen gut aufgestellt ist, beweist die öffentliche Anerkennung. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2009 oder ein beispielhaftes Rating im Dow Jones Sustainability World Index zeigen: das Unternehmen ist auf einem nachhaltigen Weg – national und global.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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