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BSH als attraktiver Arbeitgeber bestätigt

Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH gehört zu den „Top Arbeitgebern Deutschland 2010“. Das gleichnamige Gütesiegel erhielt sie vom Corporate Research Foundation (CRF) Institute. Hervorgetan hatte sich der Hausgerätehersteller vor allem durch sein Personalmanagement und die Mitarbeiterförderung mit einem breiten Angebot an Entwicklungsmöglichkeiten.
Mitglieder der Junior Firma in der Münchner BSH-Zentrale lernen während ihrer Ausbildung frühzeitig unternehmerisches Handeln. Foto: BSH
13.07.2010 München (UD/jb) - Eigenverantwortliches und selbstständiges Arbeiten kommt während der Ausbildung oft zu kurz. Dabei ist es auch den Unternehmen wichtig, dass ihre Auszubildenden so bald wie möglich Verantwortung übernehmen können. Um diese Fähigkeiten zu stärken, hat die BSH ein eigenes Ausbildungskonzept entwickelt: die „Junior Firma“. Hier sollen unternehmerisches Denken und Handeln sowie soziale Kompetenzen gefördert und gestärkt werden. Es handelt sich dabei um eine „Dienstleistungsfirma in der Firma“. Das heißt, die Junior Firma wird von den Studenten der Dualen Hochschule und den kaufmännischen Auszubildenden eigenverantwortlich geführt. Zu den Aufgaben der Junior Firma in der BSH Zentrale in München gehören beispielsweise drei Bereiche: Das Veranstaltungsmanagement, die Beratung und Unterstützung von kleineren Projekten sowie die Mitarbeit im „Für uns Shop“, einem internen Verkauf von Hausgeräten für BSH Mitarbeiter. So werden reale Geschäftsprozesse – von der Vermarktung und Akquise bis zur Leistungsverrechnung und den Quartals- und Jahresabschlüssen – abgebildet und müssen selbstständig von den Nachwuchskräften abgewickelt werden. Dabei werden sie von der Ausbildungsabteilung betreut. Grundsätzlich dürfen in der Junior Firma jedoch nur Aufträge angenommen werden, die den Ausbildungs- und Lernzielen der Nachwuchskräfte entsprechen.

Mit diesem Konzept erreicht die BSH gleich mehrere Ziele: Die Studenten und Auszubildenden können ihre bereits erworbenen Kenntnisse anwenden und festigen. Durch die Arbeit in der Praxis und der Konfrontation mit Geschäftsrisiken, aber auch Erfolgen, wird das wirtschaftliche Bewusstsein und Denken gefördert. Ein höheres Maß an Eigenverantwortung steigert den Leistungsgrad, das Prinzip „learning by doing“ erhöht den Lerneffekt, und die Arbeit im Team fördert soziale Kompetenzen.

Potentielle Führungskräfte erkennen

„Wir suchen teamorientierte Menschen, die sich an Regeln halten wollen, nicht nur müssen“, erklärt der Leiter des Zentralbereichs Personal Joachim Ries. Das Ziel der Personalarbeit sieht Ries vor allem darin, „den Wert des Unternehmens zu steigern und damit Arbeitsplätze zu sichern“. Die Entwicklung ihrer Nachwuchskräfte behält die BSH daher genau im Auge: Gezielt um die Identifikation und Förderung von Potenzial geht es in drei unternehmenseigenen Pools für Nachwuchskräfte. Ausgangspunkt dafür sind die jährlichen Potentialerhebungsrunden für die Nachwuchskräftepools der BSH. Hier wird ermittelt, welche Mitarbeiter zum Beispiel für den Karrierepfad Führung geeignet sind, oder wer besser als Experte oder Projektmanager einsetzbar ist. Basis des dreistufigen Modells bildet der „Junior Executive Pool“ (JEP), dem weltweit rund 500 BSH-Mitarbeiter angehören. Sie werden über ein spezielles Programm gefördert und erhalten Empfehlungen für die Gestaltung ihrer Karriere. Entsprechende fachliche und persönlichkeitsbildende Trainings durchlaufen sie in der unternehmenseigenen BSH Academy. Der „International Executive Pool“ (IEP) als nächste Stufe richtet sich an Führungskräfte oder Projektleiter mit Potential, die vor allem international einsetzbar sind. Derzeit werden hier rund 100 Mitarbeiter auf internationale Managementpositionen vorbereitet. Dritte Stufen des Modells ist das „Senior Executive Programm“, das durch individuelle Maßnahmen, wie z. B. Coaching systematisch auf Schlüsselpositionen im Konzern vorbereiten soll.

Flexibilität für die Mitarbeiter

Während der aktiven Pausen im BSH Werk im baden-württembergischen Bretten können die Mitarbeiter an einem Fitnessprogramm teilnehmen. Foto: BSH
Dass Leistung und Motivation der Mitarbeiter untrennbar mit ihrer Zufriedenheit verbunden sind, dessen ist sich die BSH bewusst. Neben der Mitarbeiterförderung bietet sie ihren Angestellten daher weitere Möglichkeiten, über die sie ihre Arbeit bei der BSH attraktiver gestalten können. Dazu gehören zum Beispiel verschiedene Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das gesamte Leistungspaket fällt bei der BSH unter den Titel „Work Life Balance“. Darin enthalten sind zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle, wie Gleitzeit- oder Teilzeitmöglichkeiten, Jobsharing oder die Arbeit von zu Hause aus. Zudem unterstützen verschiedene BSH-Standorte Kindertagesstätten, in denen die Mitarbeiter ihre Kinder unterbringen können. Auch die Gesundheit hat einen hohen Stellenwert: Zum Beispiel bietet die BSH-Fabrik im baden-württembergischen Bretten ihren Mitarbeitern sogar ein eigenes Aktivzentrum, in dem Fitnessprogramme oder Physiotherapien in Anspruch genommen werden können. Auch aus finanzieller Sicht können die BSH-Angestellten verschiedene Vorteile nutzen: So zahlt das Unternehmen zum Beispiel Wohngeldzuschüsse, gewährleistet Darlehen und bietet eine unternehmensfinanzierte Altersvorsorge.

Verantwortung für die Gesundheit übernehmen

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigt und fällt aber auch mit den Arbeitsbedingungen. Dass die von ihnen ausgehenden Belastungen vor allem gesundheitlich unbedenklich sind, ist ein wichtiger Punkt. Derzeit werden deutschlandweit alle Arbeitsplätze in der Produktion mit der Methode „ERGO-Check“ überprüft. Anschließend bekommt jeder Arbeitsplatz eine grüne, gelbe oder rote Prüfplakette. Eine grüne Plakette bedeutet: keine gesundheitlich belastenden Bewegungen im Arbeitsablauf des Mitarbeiters. Eine gelbe Plakette deutet auf eine höhere Belastung und schreibt daher ein Abwechseln innerhalb der Schicht an diesem Arbeitsplatz vor. Die rote Plakette warnt vor eventuell auftretenden langfristigen Gesundheitsrisiken. Das will die BSH jedoch vermeiden: „In solchen Fällen wird rasch Abhilfe geschaffen“, so Personalleiter Joachim Ries. Die BSH hat zum Thema Arbeitssicherheit und Schutz der Gesundheit konzernweit verbindliche Leitlinien festgesetzt.

Um optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, führt die BSH regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durch. Das Ergebnis der jüngsten Umfrage aus dem vergangenen Herbst: 81 Prozent der befragten Mitarbeiter bescheinigten ein „starkes Zugehörigkeitsgefühl zur BSH“. Große Zustimmung fanden auch Arbeitsinhalte, Zusammenarbeit, Visionen und Unternehmenskultur. Dabei zeigen diese Befragungen dem Konzern aber auch, wo die Mitarbeiter noch Verbesserungsmöglichkeiten sehen. So ergab die Befragung auch, dass sich über 30% der Angestellten mehr Lob und Anerkennung durch ihre Führungskräfte wünschen. Die BSH kann so Maßnahmen ergreifen, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter weiter zu steigern. Mitarbeiterbefragungen fanden 2009 in insgesamt 17 Ländern statt. Ab 2010 sind alle internationalen Standorte in die Befragung einbezogen, die dann regelmäßig im 2-Jahres-Turnus stattfindet.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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