Im Rückblick: Stuttgarter CSR-Forum
Das 6. Deutsche CSR-Forum in Stuttgart ist mit einem Marathon an Rede- und Diskussionsbeiträgen im Plenum und in 16 Sektionen zu Ende gegangen. 290 Teilnehmer, davon weit mehr als die Hälfte aus großen und mittelständischen Unternehmen, diskutierten und informierten sich zwei Tage lang. Neben dem Plenum und den Sektionen war der Markt mit seinen Präsentationen von Unternehmen und NGOs sowie die erstmals veranstaltete „Video-Lounge“ mit Unternehmens- und NGO-Videos Kern des Kongresses.
Foto: Deutsches CSR-Forum
Referenten großer Unternehmen wie Josef-Fidelis Senn, Personalvorstand von Volkswagen do Brasil, und Dr. Michael Inacker, Leiter Corporate Communications & Public Affairs der Metro Group, demonstrierten, wie sich die Potentiale von CSR und Nachhaltigkeit gezielt nutzen lassen, wie sie dazu in die Unternehmensstrategie integriert und in aller Konsequenz ins Unternehmen getragen werden müssen.
Aber nicht nur das Managen von CSR und Nachhaltigkeit bringt Gewinn. Revolutionäre statt inkrementelle Innovationen im Unternehmen forderten Prof. Dr.-Ing. Dieter Spath, stv. Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, und Dr. Karl-Hans Schmid, Geschäftsführer der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit.
Dafür muss sich das gegenwärtig verantwortliche Management sensibilisieren und weiterbilden. Ganz besonders wichtig ist aber die Ausbildung junger Manager, wie Prof. Dr. Lucia Reisch von der Kopenhagen Business School erklärte. Dass Nachhaltigkeit und CSR besonders bei den Verbrauchern Themen sind, auch wenn diese die Fachtermini nicht kennen, zeigte sich in der Diskussion von Verbraucherschützer-Chef Gerd Billen, Bauernverbands-Präsident Gerd Sonnleitner und Jan Eggert, Vorsitzender der Foreign Trade Organisation.
Auch in der Politik sind CSR und Nachhaltigkeit angekommen, was sich in der erstmaligen Eröffnung der Veranstaltung durch die Umweltministerin Tanja Gönner
und Wirtschaftsminister Ernst Pfister widerspiegelte. Beide begrüßten die Initiativen zur Veranstaltung außerordentlich und betonten die Rolle, die Nachhaltigkeit in den Bemühungen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft im Land Baden-Württemberg hat. Der stv. Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Fritz Kuhn, reklamierte für seine Partei, als eine der ersten auf Nachhaltigkeit und CSR als unternehmerische Prinzipien gedrungen zu haben.
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