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Compliance-Management soll Konzerne im rechtlichen Rahmen halten

Gerade in den vergangenen Monaten der Wirtschaftskrise hat sich deutlich gezeigt, dass Recht und selbst auferlegte Unternehmensstandards in vielen Firmen in einen Graubereich fallen. Dabei sollte es sich bei der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Regelungen eigentlich um eine Selbstverständlichkeit handeln, wie LexisNexis, die Wirtschaftsprüfer der KPMG und die Rechtsanwälte bei Binder Grösswang betonen. Aktives "Compliance-Management" sei insbesondere bei großen Betrieben erforderlich, um Rechtskonformität sicherzustellen.
Compliance-Management kann zu höherer Transparenz in Firmen beitragen, Foto: Marion Book
26.01.2010 Wien (UD/pte) - Dass die Einhaltung von Grundregeln in einigen Konzernen bis dato offenbar nicht selbstverständlich ist, zeigen reihenweise Skandale und Fälle von Korruption und Wirtschaftskriminalität sowie Verstöße gegen gesellschaftliche Wertvorstellungen, Moral und Ethik. Dabei kann den Experten zufolge das Ignorieren oder Übersehen rechtlicher Risiken existenzbedrohend sein. Somit bestehe Nachholbedarf, um sich vor jenen Risiken zu schützen. Anhand aktiver Maßnahmen ließe sich der Compliance-Prozess steuern und überwachen.

Mehr Transparenz

"Öffentlich gemachte Untersuchungen der Strafbehörden sind mit einem massiven Reputationsverlust verbunden. Diesen wieder zu korrigieren ist für die Unternehmen langwierig und teuer", so die Wirtschaftsrechtexperten. Neben der Sicherstellung, im rechtlichen Rahmen zu bleiben, trage Compliance-Management zu höherer Transparenz in Firmen bei. Schwachstellen in Betrieben würden rechtzeitig identifiziert, wodurch der Schadensprävention und der Vermeidung von Haftungsfällen gedient sei. Ziel sei das Verhindern von Wirtschaftskriminalität und Korruption im privaten wie im öffentlichen Sektor.

Der Bedarf für Compliance-Maßnahmen ist laut den Experten individuell verschieden. In der Regel seien Regelverstöße aber mit größeren und negativeren Auswirkungen verbunden, je größer, komplexer und öffentlichkeitswirksamer ein Unternehmen ist. Konzerne würden daher nicht umhin kommen, ein aktives Management von Rechtsrisiken bzw. der Gewährleistung von Rechtskonformität zu betreiben. In einem "worst case" könne dadurch gegengesteuert werden. Führungskräfte könnten sich angesichts ihrer Organisations- und Überwachungspflichten zudem vor Schadenersatzansprüchen Dritter schützen.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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