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Nachbericht: "CSR in touristischen Zuliefererketten“

GATE – Netzwerk, Tourismus, Kultur e.V. veranstaltete in Kooperation mit dem Euro Business College Hamburg, der ITB Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH Ende November 2009 in Hamburg ein Symposium zum Thema „Nachhaltigkeit auf der ganzen Linie? CSR in touristischen Zuliefererketten“.
Nicole Häusler von mas|contour, Foto: GATE e.V.
04.12.2009 Hamburg (UD/pm) - Corporate Social Responsibility spielt im Tourismus eine immer wichtiger werdende Rolle. Die Zuliefererketten stellen dabei einen wesentlichen Bestandteil der komplexen Tourismuswirtschaft dar. So verwies die ITB Berlin auf Studien, die die Bereitschaft der Konsumenten untersuchten, für unternehmerisches Engagement zu zahlen. Trotz relativ niedriger Prozentzahlen ist die Tendenz steigend. Während jedoch das Konzept und die Implementierung von CSR in Europa eine zunehmend wichtigere Rolle spielt, ist diese Begrifflichkeit Incoming-Agenturen sowie anderen touristischen Akteuren in so genannten Entwicklungsländern meist fremd, die Inhalte und Ziele aber bekannt.

Nichtsdestotrotz gibt es beachtenswerte Initiativen wie die „Corporate Social Responsibility Market Access Partnerships for Thai Sustainable Tourism Supply Chains”, vorgestellt von Peter Richards per Live-Schaltung aus Thailand. Der Versuch der Implementierung der Unternehmensverantwortung in die touristische Zuliefererkette wird dabei auf unterschiedlichste Weise realisiert. Die Touristik der REWE Group stellte ihr unternehmerisches Engagement in Form der Erstellung von Broschüren und Informationsmaterial vor. Das neue Zertifizierungssystem „TourCert“, mitentwickelt von KATE – Kontaktstelle für Umwelt & Entwicklung versucht, die Komplexität mess- und bewertbar zu machen und setzt dabei auf Selbstevaluierung der Unternehmen und einen fortlaufenden Lern- und Verbesserungsprozess. Die Problematik der unterschiedlichen Organisationskulturen wurde insbesondere von Nicole Häusler, mas|contour, betont. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit, vertreten durch die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH ist insbesondere darum bemüht, durch CSR-Maßnahmen armutsmindernde Effekte zu erzielen, z.B. durch die Bereitstellung von Lebensmitteln für Hotelanlagen von einheimischen Bauern.

Corporate Social Responsibility ist als Prozess zu verstehen, der in der Entwicklung steckt. Vieles wurde bereits angestoßen, und dieses Symposium bot eine wichtige Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion. Nichtsdestotrotz lautete das Fazit vieler TeilnehmerInnen: „Es gibt noch viel zu tun!“

Eine Dokumentation zu dieser Veranstaltung und zu diesem Themenkomplex wird zur Internationalen Tourismusbörse (ITB) vom 10.-14. März 2010 erscheinen.

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