HVB und UniCredit Group mit gemeinsamer Strategie
Vier Jahre sind seit der Übernahme der HypoVereinsbank (HVB) durch die UniCredit Group vergangen. Ein Ziel beider Unternehmen ist der nachhaltige Geschäftserfolg. Um diesen zu erreichen, entwickelte die UniCredit Group gemeinsam mit der HVB eine einheitliche Strategie. Die vier tragenden Säulen dieses Konzepts erläutert sie in einer aktuellen Nachhaltigkeitsbroschüre.
Weiteres Instrument zur Kundenbindung ist das Programm „Listen to Act“. Seine Beschreibung ist bereits Teil des zweiten Kapitels „Nachhaltigkeit im Geschäft“. Nach dem Motto „Agieren statt reagieren“ führt die HVB regelmäßig Kundenbefragungen durch, um über ihre Erwartungen, Wünsche und Anregungen informiert zu sein und gezielte Maßnahmen zu entwickeln.
„Prime“ oder „not prime“
Das zweite Kapitel nimmt vor allem die Bereiche langfristige Wertschöpfung und verantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle in den Fokus. Dabei konzentriert sich die HVB ausschließlich auf Unternehmen, Emittenten und Länder, die zukunftsorientiert handeln. Entsprechende Bewertungen erhält sie von der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research. Ist die Nachhaltigkeit der Investition bestätigt, steht die Minimierung und Prüfung von Risiken an erster Stelle. Ein weltweit anerkannter Standard sind bei der Projektfinanzierung die Equator Principles. Mit der Teilnahme an diesem freiwilligen Regelwerk verpflichtet sich die HVB den Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank-Gruppe. Unter diesen Bedingungen hat sie sich bereits in der Vergangenheit die Förderung umweltschonender Formen der Energiegewinnung zur Aufgabe gemacht. 2007 konzentrierte sie sich auf Wind- und Wasserkraftwerke sowie Biomasse und Biogaskraftwerke, 1,2 Milliarden Euro wurden hier investiert.
Der motivierte Mitarbeiter
Als Garant für wirtschaftlichen Erfolg und somit vierte Säule zu nachhaltigem Geschäftserfolg sieht die HVB ihre Mitarbeiter. Zahlreiche Förderprogramme rief sie aus diesem Grund gemeinsam mit UniCredit Group ins Leben, zum Beispiel mit der Zielsetzung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu macht sie sich die Kompetenzen der pme Familienservice GmbH zu Nutze, die den Angestellten etwa bei der Kinderbetreuung mit Rat und Tat zur Seite steht. Untersuchungen ergaben jedoch auch, dass viele Frauen nach ihrer Elternzeit nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren oder wenn sie es tun, nur selten Karrierepläne weiterverfolgen. Nur 27 Prozent beträgt der Anteil der Frauen auf der Führungsebene. In der Belegschaft dagegen ist das Verhältnis mit 55 Prozent ausgewogen. Doch die HVB will nicht auf das Potential der Frauen im Management verzichten und außerdem dem demographischen Wandel entgegenwirken. Um das zu erreichen bietet sie das Frauen-Mentoring-Programm zur Qualifizierung der weiblichen Beschäftigten an.
Nachhaltigkeit in der Praxis
Die Frage wie das Thema Nachhaltigkeit im alltäglichen Bankbetrieb umgesetzt wird, beantwortet die HVB im letzten Abschnitt „Umweltschutz managen“. Seit den 90er Jahren besitzt die HVB ein Umweltmanagementsystem, das inzwischen nach der Umweltnorm ISO 14001 zertifiziert ist. Zudem hat die HVB jüngst den eigenen Fuhrpark durch CO2-arme Modelle verbessert: Das kommt nicht nur der Umwelt zu Gute, sondern senkt auch die Treibstoffkosten durch eingesparte 31.000 Liter. Einen Überblick über weitere Zahlen zum Thema Nachhaltigkeit im Geschäft findet sich am Ende des Berichts, ebenso eine Zeitleiste mit den Meilensteinen seit 1999.
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