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Nokia überarbeitet Code of Conduct

Engagement, Teamwork, die Leidenschaft für Neuerungen und die Verpflichtung auf Humanität gelten als Leitlinien, die jeder Mitarbeiter des Handy-Produzenten Nokia kennt. Für Monteure und Manager sind „Teamarbeit, individuelle Verantwortungsübernahme und aus der Vielfalt resultierende Stärke“ die Basis des Erfolgs, sagt daher auch Michael Bültmann. Der Geschäftsführer Corporate Relations im Konzern lobt den seit 1997 geltenden Verhaltenkodex, den die Finnen 2008 erneuert haben.
Fotos (2): Nokia
18.02.2009 Espoo/Düsseldorf (UD/gp) -  Ein solcher Verhaltenskodex zurrt die Werte fest, wie Nokianer Umwelt, Menschenrechte oder Ethikvorschriften zu achten haben. Für Michael Bültmann setzt der jetzt erneuerte Leitfaden nun „höchste Standards“. Management, Mitarbeitern und Zulieferern haben nun eine Richtschnur, die ihnen „von Anfang an bewusst macht, dass die langfristigen Interessen des Unternehmens und seiner verschiedenen Interessengruppen von der Einhaltung der geltenden Regeln, der Gesetze und höchster ethischer Standards abhängig sind.“
 
Weder Menschen noch Umwelt dürfen verletzt, die Rechte der Mitarbeiter durch das Werken bei, für und mit Nokia nicht beschädigt werden: „Die ‚DNA’ für den Verhaltenskodex ist grundlegend“, erläutert Michael Bültmann. Er betont: „Er findet bei allen Aktivitäten und Entscheidungen Anwendung.“

Nokia hat sich in seinem Kodex zur „strengsten Einhaltung aller geltenden nationalen und internationalen Gesetze verpflichtet“, erläutert Bültmann. Damit will das Unternehmen seiner unternehmerischen Verantwortung gerecht werden, die „Einflüsse der Arbeit auf Gesellschaft und Umwelt zu erkennen und entsprechend zu agieren“. Gerade ein Marktführer stehe in der Pflicht. Nokia nehme „diese Verantwortung sehr ernst“, betont die Firma in ihrem CSR-Internetauftritt. Programmatische Aussage dort: „Eine solide Unternehmensethik ist deshalb für das tägliche Geschäft enorm wichtig.“

Regeln für das Tagesgeschäft

Die Regeln sollen den Mitarbeitern im Tagesgeschäft helfen, sich nicht in Fallstricken zu verheddern. Korruption etwa soll in der Firma keine Chance bekommen, die Produktion soll keine Umweltschäden nach sich ziehen und eine Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, Geschlecht oder Religion stehen bei dem Global Player auf dem Index.

Michael Bültmann, Geschäftsführer Corporate Relations
Der neue Kodex, den der Konzern im zurückliegenden Jahr „über alle Hierarchieebenen hinweg“ diskutierte, der „abteilungsübergreifend von Kollegen aus dem gesamtem Konzern erarbeitet“ und anschließend vom Executive Board der Nokia Group beschlossen worden ist, lenke das Leben und Arbeiten im Konzern. „Er wird nun den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Nokia in Gesprächen, Schulungen und durch die interne Kommunikation vermittelt“, erklärt Michael Bültmann das Prozedere. Von Allen erwartet das Unternehmen, „dass sie sich gemäß des Kodex verhalten“.  Ein eigens installiertes Ethics Office dient den Mitarbeitern als Ansprechpartner bei Auslegungsfragen oder Kollisionen mit dem Kodex. Alle Nokianer sind laut Regelwerk angehalten, Fragen aufzuwerfen und „Probleme in Bezug auf den Kodex den Vorgesetzten zu melden“. Diese sind dafür verantwortlich, „ihr Team in Angelegenheiten zu unterstützen, die sich auf den Verhaltenskodex beziehen.“

Keine Nachteile am Arbeitsplatz

„Nokia trägt dafür Sorge, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verstöße gegen diesen Kodex melden, in keiner Weise mit einer daraus resultierenden Benachteiligung am Arbeitsplatz zu rechnen haben.“ Derart deutliche Formulierungen im neuen Regelwerk zeigen, wie wichtig dem Telekommunikationsunternehmen die Mitarbeit der Belegschaft bei der Umsetzung der neuen Standards im Konzern ist.
 
Und für Entscheidungen des Managements? Michael Bültmann wird an die Debatten vor einem Jahr erinnert, als der Konzern die Schließung seines Standorts Bochum bekannt geben musste. Bültmann überlegt seine Antwort auf die Frage, ob der erneuerte Code of Conduct an der damaligen Situation  etwas geändert hätte? Er formuliert vorsichtig: „Der Verhaltenskodex bewahrt uns nicht vor notwendigen, mitunter auch schwierigen und harten Geschäftsentscheidungen.“
 
Aber „der Verhaltenskodex findet von der Entscheidung, über die Bekanntgabe bis zur Umsetzung Anwendung“, sagt Bültmann mit Nachdruck. Das bedeute für die Führung des Unternehmens auch, „dass wir mit allen Beteiligten fair, offen und transparent umgehen.“ Nokia, sagt der Manager, helfe daher den Betroffenen, mit der schwierigren Lage fertig zu werden. Bültmann: „Bezogen auf unsere Mitarbeiter bedeutet das, dass wir ihnen eine permanente Hilfestellung durch den schwierigen und für sie persönlich sehr harten Prozess geben.“


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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Foto: Verena N./Pixelio


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