Erfolgsfaktor Familie: Work-Life-Balance bei E.ON
Familienbewusste Personalpolitik gewinnt in der Wirtschaft immer mehr an Bedeutung: Wie eine neue Studie der Universität Münster zeigt, verfügen familienfreundliche Unternehmen nicht nur über motiviertere Mitarbeiter und geringere Fehlzeiten, sie haben auch im Wettbewerb um qualifizierte Führungskräfte bessere Chancen. Kein Wunder, dass das Thema „Work-Life-Balance“ auch bei Deutschlands größtem Energiedienstleiter E.ON fester Bestandteil der Personalstrategie ist.
Foto: Kai-Uwe Knoth, E.ON
Kein Wunder, dass bei immer mehr Unternehmen die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben ganz oben auf der Agenda steht. So auch beim Deutschlands größtem privaten Energiedienstleister E.ON. „Work-Life-Balance – die Balance zwischen Beruf und Privatleben – ist ein fester Bestandteil unserer Personalstrategie“, bestätigt Christoph-Dänzer Vanotti, Personalvorstand bei E.ON, anlässlich der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung des Unternehmensnetzwerks „Erfolgsfaktor Familie“ im April vergangenen Jahres. „Flexible Rahmenbedingungen finden sich in einem vielfältigen Maßnahmenbündel für alle Mitarbeiter wieder“, fügt Dänzer-Vanotti hinzu. Ziel des Mitte 2006 durch das Bundesfamilienministerium ins Leben gerufenen Netzwerkes ist es, das Engagement und die Erfahrung familienfreundlicher Unternehmen stärker in das öffentliche Blickfeld zu rücken. „Mit der Erklärung bekennen wir uns zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die einen sehr hohen Stellenwert in der konzernweiten Personalpolitik hat“, so Dänzer-Vanotti.
Foto: E.ON
Wie hoch dieser Stellenwert ist, belegen die zahlreichen Initiativen und Programme des Konzerns zum Thema „Work-Life-Balance“. So nehmen die Führungsgesellschaften E.ON Energie und E.ON Ruhrgas bereits seit 2004 an dem Audit „Beruf und Familie" der Hertie-Stiftung teil. Dabei wurden konkrete Maßnahmen erarbeitet, um die familiengerechte Personalpolitik des Konzerns weiter zu verbessern. E.ON Ruhrgas etwa hat sich in diesem Rahmen dazu entschlossen, über die gesetzlich festgelegte Elternzeit hinaus zu gehen und den Mitarbeitern fünf bzw. sechs Jahre einzuräumen, in denen sie sich um ihren Nachwuchs kümmern können – Wiedereinstellung garantiert. Dazu vermittelt das Unternehmen Möglichkeiten zur kostenlosen Kinderbetreuung beim Wiedereinstieg in den Berufsalltag. Allein für den Hauptstandort in Essen stehen in unmittelbarer Nähe 15 konzerneigene Kinderkrippenplätze zur Verfügung. Für die Implementierung dieser Maßnahmen zeichnete Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen E.ON Ruhrgas 2007 mit dem Gütesiegel „berufundfamilie“ aus.
Im gleichen Jahr erhielt E.ON Energie dasselbe Zertifikat für das Projekt „Balance.ON". Neben flexiblen Arbeitszeitmodellen wie der Heimarbeit oder längerer Auszeiten im Rahmen sogenannter „Sabbaticals“ wurde dabei ein Familienservice eingerichtet, der zusätzlich zur der Vermittlung von konzerneigenen Kinderkrippenplätzen auch ein kostenloses „Lebenslagencoaching“ anbietet. Hier können sich die Mitarbeiter im Fall von familiären Problemen, wie zum Beispiel der Pflege älterer oder kranker Angehöriger, beraten lassen.
Begleitet werden diese Maßnahmen von verschiedenen Rahmenveranstaltungen. Das OneE.ON Forum „Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben" im November 2006 war ein erster Schritt. 200 Mitarbeiter und Gäste, unter ihnen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, diskutierten in der Konzernzentrale in Düsseldorf über das Thema „Work-Life-Balance". Im November 2007 fand zudem die Auftakt der Veranstaltungsreihe „Familie und Beruf in Gegenwart und Zukunft" bei E.ON Energie in München statt. Zahlreiche Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft tauschten sich dabei über die Rahmenbedingungen für eine familienfreundliche Unternehmenskultur aus. Ziel der Reihe ist es, die Diskussion über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu vertiefen sowie den Austausch über Lösungswege und herausragende Beispiele anzuregen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von der Bertelsmann Stiftung.
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