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Artenschutz im Zeichen des Kranichs

Der Erhalt der Artenvielfalt ist nicht nur in ökologischer, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht von signifikanter Bedeutung, immerhin basiert ein Großteil aller weltweit hergestellten Produkte auf natürlichen Ressourcen. Um so erstaunlicher ist es, dass das Thema „Biodiversität“ bei vielen Unternehmen immer noch ein Nischendasein führt. Nicht so bei der Lufthansa: Der Aviationkonzern setzt sich bereits seit einigen Jahren mit vielen Initiativen für den Erhalt der biologischen Vielfalt ein.
Foto: Udo Kröner/Lufthansa
06.01.2009 Frankfurt a.M. (UD) - Die Zahlen sprechen für sich: 40 Prozent aller Produkte weltweit basieren auf natürlichen Ressourcen, allein zur Arzneimittelgewinnung werden 10.000 bis 20.000 Pflanzenarten genutzt. Gerade bei Medikamenten zur Krebsbehandlung wird die Bedeutung von Mutter Natur besonders deutlich: Hier basieren drei Viertel aller Produkte auf biologischen Zutaten. Der Erhalt der Artenvielfalt ist also nicht nur von ethischem und ökologischem Interesse, er ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
 
Angesichts dieser Zahlen ist es um so erstaunlicher, dass das Thema Biodiversität bei vielen Unternehmen immer noch eine untergeordnete Rolle spielt. Nach Angaben des Global Nature Fund erwähnten 2007 nur rund 25 Prozent aller großen Unternehmen in Deutschland in ihren Nachhaltigkeits- oder Umweltberichten die Begriffe „Biodiversität“ oder „Arten-„ und Naturschutz“.
 
Nicht so bei der Lufthansa. Der Aviationkonzern setzt sich schon seit einigen Jahren für den Artenschutz ein. Aus gutem Grund: „Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine wichtige Voraussetzung für einen nachhaltigen Tourismus. Naheliegend, dass es essentieller Teil der Unternehmenspolitik der Lufthansa ist, Mobilität auch in Zukunft ökologisch verantwortlich zu gestalten. So nutzt Lufthansa seit Jahren die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten an Bord, um die Passagiere auf ihren Reisen für einen respektvollen Umgang mit den natürlichen Lebensbedingungen vor Ort zu sensibilisieren“, erläutert Lutz Laemmerhold, bei der Lufthansa zuständig für die Umweltförderung, im aktuellen Jahrbuch des UN-Global-Compact Deutschland. Ein Beispiel: Auf zahlreichen Langstreckenflügen wird bereits seit einiger Zeit ein Kurzfilm mit dem Titel „Vielfalt Leben“ gezeigt, der dazu beitragen soll, dass sich möglichst viele Reisende bewusst werden, wie wichtig der Erhalt der Biodiversität auf unserem Planeten ist.
Foto: Marion Book
Flugmeilen für den Artenschutz
 
Darüber hinaus hat das Unternehmen mit dem Kranich im Wappen mehrere Initiativen ins Leben gerufen, die es sowohl den Passagieren als auch den Mitarbeitern erleichtern sollen, sich aktiv für den Artenschutz einzusetzen. Eine davon ist das Programm „Miles to Help“. Dabei haben Reisende im Rahmen des Miles&More-Programms die Möglichkeit, ihre gesammelten Flugmeilen für den Umweltschutz zu spenden. Neben sozialen Projekten sind es vor allem Naturschutzaktionen der Umweltorganisation „Global Natur Fund“ (GNF), denen das Geld zugute kommt. Mit einer Spende in Höhe von 10.000 Meilen etwa können 2.500 Quadratmeter Fläche im größten Feuchtgebiet der Erde, dem Pantanal in Brasilien, gekauft und geschützt werden. Ebenfalls 10.000 Meilen werden benötigt, um einen Schneekranich in China zu beringen und dadurch zu schützen. Innerhalb des Umweltschutzprogramms „Trees for Life“ in Südafrika können für 10.000 Meilen alternativ fünf Bäume gekauft, gepflanzt und dauerhaft gepflegt werden.
 
Neben dem „Miles to Help“-Projekt engagiert sich die Lufthansa auch bei den vom GNF organisierten „Nature Summer Camps“. Im Rahmen dieser Initiative können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Lufthansa und deren Familienangehörige im Urlaub auf freiwilliger Basis für den Schutz der Umwelt in den Living-Lakes-Regionen wie dem Mono Lake in den USA, dem St. Lucia See in Südafrika oder dem Biwa See in Japan einsetzen. Das vielfältige Angebot zeigt, dass das Bewusstsein für den Ausgleich ökonomischer Interessen und ökologischer Verantwortung bei der Lufthansa nicht lediglich werbewirksame Öffentlichkeitsarbeit, sondern gelebte Unternehmenskultur ist. Kein Wunder, dass Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer des GNF, voll des Lobes ist für dieses Engagement ist: "Es freut uns, dass wir gemeinsam mit Lufthansa konkrete Umweltaktionen wie die Nature Summer Camps umsetzen konnten. Gerade Initiativen wie Miles to Help bieten wunderbare Gelegenheiten, Prämienmeilen nicht für zusätzliche Freiflüge einzusetzen, sondern etwas Gutes zu tun und zu helfen unsere Umwelt zu erhalten", so Gattenlöhner. Vor allem die „Miles to Help“-Bilanz fällt dabei bislang überaus erfreulich aus: Mehr als 150 Millionen Prämienmeilen steuerten die „Miles&More“-Teilnehmer bisher für die von der Lufthansa beworbenen Natur- und Artenschutzprojekte bei.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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