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Chancen eröffnen: Diversity-Management bei Vodaphone Deutschland

Die Förderung der Vielfalt in Unternehmen bringt nicht nur soziokulturelle, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Diese Überzeugung teilen laut einer aktuellen EU-Studie 83 Prozent aller befragten Firmen. Gut die Hälfte muss entsprechende Maßnahmen jedoch erst noch in die Praxis umzusetzen. Bei vielen anderen indes ist das Diversity-Management bereits fest verankert. Vodafone Deutschland etwa versteht Integration als gesamtgesellschaftliche Herausforderung.
Thomas Neumann, Fotos (2): Vodafone
29.06.2007 Düsseldorf (UD) - 

„Vielfalt im direkten Arbeitsumfeld ist bei uns als internationalem Konzern alltägliche Erfahrung“, erklärte Thomas Neumann, Personalchef bei Vodafone Deutschland vor kurzem bei der Unterzeichnung der Diversity-Charta der Initiative „Diversity als Chance“, die unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel Ende 2006 ins Leben gerufen wurde. „Diversity-Management ist fest verankerter Bestandteil unserer Firmenphilosophie“, führte Neumann bei der Pressekonferenz in Berlin aus. So habe Vodafone zum Beispiel neben bewährten Integrationsmaßnahmen wie etwa Sprachkursen eine Infrastruktur innerhalb des gesamten Unternehmens geschaffen, die es ausländischen Mitarbeitern ermögliche, sich mit anderen ausländischen Kolleginnen und Kollegen über ihre Erfahrungen in einem fremden Land auszutauschen, um so die Eingewöhnung in das neue Umfeld zu erleichtern. „Unser International Mobility Programm erfährt immer großen Zulauf“, erläuterte der Vodafone-Personalchef.

Stipendienprogramm
 
Als Global Player fühlt sich der Mobilfunkanbieter dem Diversity-Management in vielfacher Hinsicht verpflichtet. In diesem Sinne unterstützt das Unternehmen auch die Integration ausländischer Jugendlicher in Deutschland. So rief etwa die Vodafone Stiftung unter dem Titel "Vodafone Chancen" ein Stipendienprogramm für junge Menschen mit Migrationshintergrund ins Leben. In Kooperation mit vier deutschen Partnerhochschulen erhalten ausgewählte Studierende ein Vollstipendium. Voraussetzung sind überdurchschnittliche Schulleistungen, Begabung und soziales Engagement. „Mit Vodafone Chancen gibt es in der Bundesrepublik nun erstmals ein Studienprogramm, dass die Situation junger Menschen mit Migrationshintergrund thematisiert und konkrete Angebote macht“, erklärte Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung, bei der Auftaktpressekonferenz.

Das Stipendium umfasst die Erstattung der Studiengebühren, Lebensunterhaltskosten sowie ein studienbegleitendes Mentoring mit eigenem Programm. Kunststudenten bekommen dazu Ateliers und Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch ein mit unabhängigen Fachleuten und Vertretern der aufnehmenden Hochschulen besetztes Gremium. „Die Integration von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien ist ein Schlüsselthema für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“, begründete Thomas Ellerbeck, Beirat der Vodafone Stiftung, das Engagement seines Hauses. „Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen kann der Staat alleine nicht lösen. Wir verstehen uns als aktiver Impulsgeber und Partner in der Umsetzung“, so Ellerbeck weiter.

Prominente Unterstützung
 
Prominente Unterstützung erhielt das Stipendienprogramm aus Politik und Wissenschaft. "Junge Menschen mit Migrationshintergrund müssen Zugang zu einer ihrer Begabung entsprechenden Ausbildung erhalten. Da Begabte in Deutschland an privaten Hochschulen besonders gefördert werden, öffnet die Vodafone Stiftung hierfür einen wichtigen Zugang. Integration durch Begabtenförderung zu stärken, ist in Deutschland ein wichtiger Schritt, weil auf diese Weise Vorbilder für alle neuen Bürger geschaffen werden", so Lord Ralf Dahrendorf, habilitierter Soziologe am Wissenschaftszentrum Berlin.
 
Auch Cem Özdemir, Mitglied des Europäischen Parlaments, freut sich über die Initiative der Stiftung: "Jede integrationspolitische Debatte ist nur so gut wie die Maßnahme, die ihr folgt. Ich freue mich daher, dass mit dem Stipendienprogramm der Vodafone Stiftung Begabte endlich auch ohne deutschen Pass eine realistische Chance auf eine angemessene Hochschulausbildung in der Bundesrepublik erhalten. Denn eines der zentralen Zauberworte für gelingende Integration ist und bleibt Bildung."
 
Das Stipendienprogramm ermöglicht ein Studium an einer der vier Partnerhochschulen der Stiftung: den drei privaten Hochschulen European Business School in Oestrich-Winkel, Bucerius Law School in Hamburg, WHU in Vallendar sowie der Kunstakademie in Düsseldorf.


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Grafik: Husin Sani/Flickr

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