Deutsche Geflügelwirtschaft nimmt Tierschutz ernst
Die deutschen Geflügelhalter nehmen Tierschutz, Tiergesundheit und Hygiene ernst – und scheuen auch unangekündigte Kontrollen nicht. Ab sofort sie sich freiwillig zusätzlichen Überprüfungen im QS-System für Qualität und Sicherheit in der Lebensmittelkette. Die von der Geflügelwirtschaft finanzierten sogenannten "Spotaudits" der Gesellschaft QS Qualität und Sicherheit starten im Februar 2012 und überprüfen die landwirtschaftlichen Betriebe in Bezug auf Tierschutz, Tiergesundheit und Hygiene.
Foto: John Donges/flickr.com
Bis Ende des Jahres werden rund 1200 unangekündigte Kontrollen bei den im QS-System zertifizierten Geflügelbetrieben durchgeführt. Tiergesundheit und tiergerechte Haltung stehen dabei im Fokus, außer Fragen des Tierschutzes werden aber auch weitere Aspekte im Betriebsablauf wie Betriebs- und Futtermittelhygiene überprüft. Mit diesen Spotaudits nehmen die Hähnchen- und Putenhalter eine Vorreiterrolle in der deutschen Nutztierhaltung ein: Die Geflügelwirtschaft startet bereits jetzt mit den Spotaudits, QS-weit für Betriebe aller Tierarten ist die Einführung unangekündigter Tierschutz- und Tiergesundheitsaudits erst für das Jahr 2013 geplant. Die Kontrollen seien dabei kein "zahnloser Tiger", betont Graf Drechsel: Werden Verstöße gegen die QS-Anforderungen festgestellt, drohen Sanktionsverfahren bis hin zum Entzug der Lieferberechtigung des Betriebes. "Mit der zusätzlichen Kontrolle über Spotaudits wollen wir die bereits bestehende hohe Qualität des Tierschutzes und der Tiergesundheit in der Hähnchen- und Putenhaltung sichern."
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