"Bio-Bottles": Zu 100 Prozent umweltverträglich
Der zur Fonti di Vinadio SpA gehörende Mineralwasserhersteller Sant'Anna hat in Italien eine Mineralwasserflasche aus biologisch abbaubarem Kunststoff in den grossflächigen Einzelhandel gebracht. Mit der kompostierbaren "Bio Bottle" werden erhebliche Kosteneinsparungen erzielt und die Umweltbelastung gesenkt.
Mineralwasserflasche aus biologisch abbaubarem Kunststoff, Foto: santanna.it
Das hat die Firmenleitung zu einem weiteren Schritt ermutigt: Statt mit der herkömmlichen Plastikfolie wird der im Handel übliche Sechserpack neuerdings mit einem ebenfalls hundertprozentig aus Biokunststoff gefertigtem Doppelband verpackt. Dadurch ergeben sich weitere ökonomische und ökologische Vorteile. "Das kaum sichtbare Band ist nur drei Gramm schwer und erfordert lediglich ein Zehntel des bisherigen Materialaufwands", bestätigt Bertone.
In Italien werden dieses Jahr 1,5 Mrd. Liter Mineralwasser in Pet-Flaschen verkauft. Lediglich ein Fünftel davon wird mithilfe der getrennten Müllsammlung recyclet. Um ein Kilogramm Pet - es reicht zur Herstellung von 28 Flaschen- zu produzieren, bedarf es zwei Liter Erdöl und 17,5 Liter Wasser. Allein in der oberitalienischen Region Lombardei werden jährlich 150.000 Tonnen Pet-Flaschen mit einem Aufwand von 25 Mio. Euro entsorgt. Berechnungen der Firmenleitung zufolge würde bei Sant'Anna die Umstellung der gesamten Jahresproduktion auf die Bio Bottle eine Einsparung von 176.000 Litern Rohöl mit sich bringen. Damit könne man einen Monat lang den Heizbedarf einer 520.000-Einwohner-Stadt decken.
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