Offshore-Windenergie birgt Potenzial für Schiffbaubranche
Die Schiffbaubranche könnte bis 2020 durch den Bau von Spezialschiffen und komplexen Konstruktionen, die für die Errichtung von Windanlagen benötigt werden, bis zu 18 Mrd. Euro Umsatz erzielen. Darüber hinaus werden können etwa 6.000 Arbeitsplätze auf deutschen Werften gesichert werden. Das ergab eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG mit dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik.
Foto: alpha ventus
Die deutschen Reeder müssten schnell reagieren. Denn große Werften aus Fernost bauen Spezialschiffe zu Dumping-Angeboten. Die Schiffsbaubranche ist traditionell konservativ und müsse sich nunmehr auf die neuen Umstände einlassen, heißt es bei KPMG. Das neue Marktsegment sei direkt vor unserer Haustür, sagt Werner Lundt vom Verband für Schiffbau und Meerestechnik.
Wenn die deutschen Reeder nicht zugreifen, kommen die Konstruktionen für die Windanlagen aus dem Ausland. Der Weltmarktführer für Windanlagen, Siemens, arbeitet etwa mit einem dänischen Unternehmen. „Siemens hat 49 Prozent der Anteile an A2SEA A/S, einem Anbieter von Dienstleistungen für den Bau von Offshore-Windparks“, sagt Siemens-Sprecherin Eva-Maria Baumann.
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