HypoVereinsbank präsentiert Studie zum Thema „Green Building“

Die HypoVereinsbank hat eine neue Studie zur Zukunft nachhaltigen Bauens - „Green Building" - in Deutschland erstellen lassen. Im Auftrag der Bank hat FINANCE-Research hierzu eine Expertenbefragung zu den Themen Bewertung, Finanzierung und Zukunftstrends unter Investoren, Projektentwicklern, Zertifizierern und Banken durchgeführt.

03.03.2011

Foto: Wonderlane/flickr.com
Foto: Wonderlane/flickr.com

Maria-Teresa Dreo, Leiterin Real Estate Germany der HypoVereinsbank: „Grün liegt im Trend - grünes Bauen ist sogar angesichts der Energieeinsparpotenziale unbedingt geboten. Aber ist es auch ökonomisch sinnvoll? Dieser Frage geht die vorliegende Studie nach. Sie liefert einen Überblick über die aktuelle Entwicklung von Green Building in Deutschland und beantwortet die Frage nach den Kosten und finanziellen Vorteilen grünen Bauens. Wir als HypoVereinsbank sehen uns als verlässlicher und innovativer Partner nachhaltigen Bauens. Für uns ist Green Building kein Trend mehr, sondern ein zunehmend wichtiger Bestandteil unseres Geschäftsmodells."

Bastian Frien von FINANCE-Research: „Green Building lohnt sich doppelt. Wie hoch die Renditen auf das zusätzlich eingesetzte Kapital sind, lässt sich derzeit noch kaum seriös kalkulieren, aber die Rendite ist positiv. Der soziale Faktor der Nachhaltigkeit ist im Segment Corporate Real Estate aber vielleicht sogar noch wichtiger. Nachhaltigkeit dürfte zukünftig zu einem bedeutenden Imagefaktor und einer Voraussetzung für Geschäftsbeziehungen werden. Ähnlich wie im Fall der Qualitätsmanagement-Zertifizierung oder bei dem Verzicht auf Kinderarbeit könnte der Druck von Kunden groß genug werden, um Unternehmen in großer Zahl zu Investitionen in Green Building zu bewegen. Dass sich die Investitionen auch ökonomisch nach einiger Zeit rechnen, ist dann eher ein willkommenes Zubrot. Für die Anbieter von Immobilien heißt das, dass 'Green' schlicht Pflicht wird."

Die wichtigsten Studienergebnisse in Thesenform:

1. Der Markt treibt die Entwicklung
Die Politik kann sich diesen Trend aber zunutze machen und lenken, indem sie Richtlinien aktualisiert und beispielsweise Dämmvorschriften verschärft. Insbesondere große Unternehmen setzen heute schon ganz gezielt auf Green Building, zum einen weil damit langfristig wirtschaftliche Vorteile verbunden sind, und zum anderen wegen der Möglichkeit, das eigene Image aufzupolieren. Die allgemeine Entwicklung hin zu mehr Green Building fußt aber nur sekundär auf politischen Vorschriften, wichtigster Treiber ist die Nachfrage.

2. Nachholbedarf bei Banken und der Bewertung
Im Grunde sind die Banken bereit, Nachhaltigkeit in den Finanzierungsgesprächen zu berücksichtigen, man legt derzeit aber immer noch Wert darauf, dass das „einzelfallbezogen" geprüft werden muss. Viele Investoren und Bauherren vermissen hier einen Automatismus, der ihnen mehr Planungssicherheit bringen würde.

3. Belastbare Zahlen für Deutschland fehlen
Die Grundgesamtheit grüner Immobilien in Deutschland ist derzeit noch zu gering und die gesamte Entwicklung zu jung, um wirklich eine statistisch sinnvolle Aussage zu Bewertung, Auslastung und Wirtschaftlichkeit machen zu können. Gerade Mehrmiete, höhere Verkaufserlöse und bessere Auslastung lassen sich zwar anhand erster Zahlen vermuten, Beweise fehlen aber noch.

Quelle: UD / cp
 

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