Geschäfte mit Verantwortung auf der FAIR HANDELN
Nach der erfolgreichen Premiere in 2009 mit 77 Ausstellern und 37.813 Besuchern im Rahmen der Frühjahrsmessen geht die FAIR HANDELN dieses Jahr gestärkt in die zweite Runde. „Die Messe ist zu einer internationalen Informations- und Kontaktbörse über global verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln sowie zu einer Verkaufsplattform für den Fach- und Einzelhandel geworden", freut sich Dr. Karl-Hans Schmid, Geschäftsführer der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ).
Fair Handeln 2009, Bild: Messe Stuttgart
„Nur wer heute verantwortlich mit den Ressourcen wirtschaftet, wird auch morgen noch erfolgreich sein", sagte der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Dies gelte nicht nur für einzelne Unternehmen, sondern für ganze Volkswirtschaften und – wie die Herausforderungen des Klimawandels verdeutlichten – letztlich für die ganze Welt. Das Wirtschaftsministerium sehe sich deshalb ausdrücklich einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik verpflichtet, sei es beim Ausbau erneuerbarer Energien oder im Bereich der flächenschonenden Städtebauförderung, um nur zwei Beispiele zu nennen. Auch im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit anderen Staaten zahle sich nachhaltiges Handeln aus. „Das Ziel fairer Handelsbeziehungen bildet die Grundlage für die von meinem Haus geplanten und durchgeführten Wirtschaftsdelegationsreisen in die ganze Welt. Deshalb hat das Wirtschaftsministerium die Messe FAIR HANDELN 2009 der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ) finanziell unterstützt und wird dies 2010 erneut tun", sagt der Minister. Auch in Zukunft werde sein Haus nachhaltige Wirtschaftspolitik betreiben - getreu dem Motto, dass sich das künftige Wohlergehen unseres Landes an der Aussaat bemesse und nicht an der Ernte.
Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner begrüßt die geplante „Woche der Nachhaltigkeit". Mit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die die exportorientierten baden-württembergischen Unternehmen in besonderem Maße getroffen habe, sei einmal mehr deutlich geworden, dass ein einseitig auf Gewinnstreben ausgerichtetes Wirtschaften nicht zukunftsfähig sei. In der weiteren Entwicklung müssten wirtschaftliche Interessen in Einklang mit den Belangen des Umwelt- und Ressourcenschutzes sowie sozialen Aspekten gebracht werden. Mit der Aktionswoche könnten die Grundsätze einer nachhaltigen Entwicklung bewusst gemacht und weiter verbreitet werden. „Es braucht ein Umdenken in Wirtschaft und Gesellschaft", forderte Gönner. Die Aktionswoche könne dazu wichtige Impulse und Anstöße geben. Diese stimme außerdem mit den Planungen des Landes überein. So soll in der vom Land breit angelegten Nachhaltigkeitsstrategie in diesem Jahr die Wirtschaft noch stärker eingebunden werden. Mehr als 250 Institutionen, Verbände und Gruppierungen beteiligten sich bisher an der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.
Die FAIR HANDELN findet parallel zur Slow Food Messe, Markt des guten Geschmacks, zur Garten, Mondo Italia und i-Mobility, Ausstellung für intelligente Mobilität, statt. Vom 16. April an kommen zwei weitere Messen im Frühjahrsverbund hinzu: die Mineralien- und Fossilienbörse und als Gastveranstaltung die Haus, Holz, Energie, die am Sonntag, 18. April, enden.
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