KfW: Erhalt und Vielfalt der Arten ist wichtige Zukunftsaufgabe
Die KfW Entwicklungsbank hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seit 1990 weltweit rund 1,4 Mrd. Euro für Investitionen zum Schutz der Biodiversität – der Vielfalt an Ökosystemen, Arten und Genen auf der Erde – vergeben. Was an biologischer Vielfalt existiert, ist nur in Bruchstücken bekannt. Ökonomen sprechen von einer „stillen Reserve", die sich rasant verringert: Es werden Wälder abgeholzt, Feuchtgebiete trockengelegt, Meere überfischt, Korallenriffe und Mangrovengürtel zerstört.
Foto: KfW Bildarchiv/Bernhard Schurian
Die KfW Entwicklungsbank finanziert weltweit Schutzprogramme für 64 Mio. Hektar Wald. Erfreulich ist, dass die Finanzierungen bereits Früchte tragen. Beispielsweise ist es gelungen, den Raubbau im amazonischen Regenwald von jährlich 20.000 Quadratkilometern auf zuletzt 7.500 Quadratkilometern Fläche pro Jahr durch starke Kontrolle, Schutzmassnahmen und wirksame Bestrafung illegalen Holzeinschlags einzudämmen. Allein in Lateinamerika finanzierte die KfW den Artenschutz seit 1992 mit rund 475 Mio. Euro. In Vietnam stellt die Ausgabe von grünen Sparbüchern einen Anreiz für die Bauern dar, die kahlen Hänge des Landes wieder aufzuforsten. Erst wenn der Wald nach sieben Jahren steht, dürfen die Bäume gefällt werden. Die Folge: Die Waldfläche in Vietnam ist stark gestiegen.
Über dieses Modell hinaus, sind im Rahmen des internationalen Emissionshandels vergebene und gehandelte Klimazertifikate eine weitere Quelle, um der Bevölkerung vor Ort neue Einnahmequellen zu erschließen. Weiterhin unterstützt die KfW seit 2009 den Erhalt des weltweit zweitgrößten Korallenriffs vor der mittelamerikanischen Küste. Die Erwärmung und Verschmutzung der Meere gefährdet auch zunehmend die Lebensräume im Wasser. Die großen Korallenriffe werden durch die Erwärmung, die Industrieabwässer, Tourismus und industriellen Fischfang zunehmend zerstört.
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