NABU: Artensterben im Meer hält unvermindert an
Mit Blick auf den „Europäischen Tag der Meere“ hat der NABU auf das unveränderte Artensterben in den Meeren aufmerksam gemacht. Auch im offiziellen UN-Jahr der biologischen Vielfalt ist es nicht gelungen, selbst so stark bedrohte Arten wie den Roten Thun, Herings- oder Dornhai effektiv zu schützen. Die verfehlte Fischereipolitik hat vielmehr dazu geführt, dass inzwischen 88 Prozent der kommerziell genutzten Fischarten in den europäischen Gewässern überfischt sind. Wo wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen, bleibt viel zu oft der Natur- und Artenschutz auf der Strecke. Auch die Mehrheit der Vertragsstaaten bei der diesjährigen Konferenz zum Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen war nicht bereit, der Ausbeutung der Meere einen Riegel vorzuschieben.
Foto: Marion Book
Jedes Jahr am 20. Mai begeht Europa feierlich den „Tag der Meere“. Die Rolle der Ozeane soll dabei hervorgehoben und das Bewusstsein für die Umweltprobleme in den Meeren gestärkt werden. Im spanischen Gijon findet dazu eine Konferenz mit Beteiligung zahlreicher Interessengruppen statt. Die zentrale deutsche Veranstaltung findet im niedersächsischen Cuxhaven statt. „Bleibt zu hoffen, dass der notwendige Dialog Erfolge für den Natur- und Artenschutz im Meer bringt, ehe es für viele Arten und Lebensräume endgültig zu spät ist“, so der NABU-Präsident.
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