Arche Noah im ewigen Eis
Die norwegische Regierung hat nach langer Vorbereitungszeit nun endlich die Grundsteinlegung des größten Saatgut-Lagers der Welt angekündigt. Wie der Global Crop Diversity Trust ankündigte, wurden nun auch die Entwürfe für die "Arche Noah" in der Arktis gezeigt.
Bild: Marion Book
Der norwegische Landwirtschaftsminister Terje Riis-Johansen betonte die Bedeutung des Saatgut-Lagers im Permafrost. Die norwegische Regierung hat die Baukosten von rund fünf Mio. Dollar übernommen. Die Konstruktion des Lagers besteht aus einem 120 Meter langen Gang im Inneren des Berges. Falls der Anstieg des Meeresspiegels doch noch höher ausfällt, als das Worst-Case-Szenario prophezeit, hat man den Eingang 130 Meter über dem derzeitigen Meeresspiegel geplant. Auch für den Fall, dass der Permafrostboden taut, würden die Temperaturen im Inneren des Felsens zwischen minus vier und minus sechs Grad Celsius liegen.
Der Öffentlichkeit wird sich die Arche Noah mit einem besonders attraktiv gestalteten Eingangstor präsentieren. Man wolle die Saatgut-Bank keineswegs vor der Allgemeinheit verbergen, sondern eher die Menschen von der Bedeutung dieser Konstruktion überzeugen, meint der Projektmanager Magnus Bredeli Tveiten. "Wir sind auch daran interessiert, dass die Bevölkerung, sollten sie etwas Verdächtiges bemerken, darauf reagieren", so Tveiten. Die Einrichtung werde nämlich die meiste Zeit sich selbst überlassen bleiben. Geplant ist, dass einmal im Jahr ein Experte die Samenbank auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüfen wird.
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