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Freitag, 30.September 2016

12.02.2016

Absolvent geht auf Welttour für die Kreislaufwirtschaft

Jules Coignard, Absolvent der Toulouse Business School aus dem Jahr 2012, hat mit seinem Kollegen Raphael Masvigner das Projekt Circul'R ins Leben gerufen. Ihre Welttour hat im März 2015 begonnen, dauert insgesamt 17 Monate und führt die beiden in 22 Länder. Ziel ist es, 100 bedeutende Initiativen kennenzulernen und für die Kreislaufwirtschaft zu begeistern.

Zehn Monate sind seit dem Start des Projekts Circul'R vergangen und die Eindrücke sind bereits sehr vielversprechend: Seit ihrer Abreise haben die beiden Jungunternehmer 90 Initiativen in 14 Ländern identifiziert. Sind die innovativen und interessanten Initiativen einmal identifiziert, sensibilisieren die Jungunternehmer das öffentliche Bewusstsein für die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.

Jede Reiseetappe wird in Form von Artikeln und Videoreportagen im Internet, bei und auf Facebook sowie in den Informationen von unterstützenden Partnern dokumentiert. Darüber hinaus finden in Universitäten Konferenzen und Debatten statt. Hier sollen sich unterschiedliche Projektentwickler zusammenfinden und miteinander über ihre Erfahrungen austauschen können. Darüber hinaus haben die Projektentwickler die Gelegenheit, mit Unternehmen in Kontakt zu treten, die bereit sind, einen Beitrag zur Entwicklung der Kreislaufwirtschaft zu leisten.

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TBS - ein engagierter Partner

Die Toulouse Business School unterstützt das Projekt Circul'R und hilft ihrem Absolventen, das Projekt voranzutreiben und Kontakte in der Kreislaufwirtschaft zu knüpfen. Die jungen Unternehmer stehen in regelmäßigem Kontakt mit der TBS und profitieren vom internationalen TBS Netzwerk akademischer Partner für ihre Veranstaltungen und Konferenzen.

Seit Beginn ihrer Reise haben Jules und Raphael bereits spannende Projekte entdeckt. Sie identifizierten unterschiedliche Strukturen: Start-ups, Verbände oder Institutionen. So fanden sie beispielsweise das niederländische Unternehmen Interface, das recycelbare Teppiche produziert und damit 1 Milliarde Euro pro Jahr umsetzt.

Der marokkanische Verband Orange Blue hat eine 2.500 Quadratmeter große Mülldeponie zu einem Permakultur-Park umgewandelt (Permakultur = ein Denkansatz landwirtschaftlichen Ursprungs, der eine nachhaltige, energieeffiziente und respektvolle Produktion schaffen soll). Es wächst dort Bio-Obst und Gemüse, zudem generiert der Park lokale Umsätze in einem benachteiligten Viertel.

Die Reise hat viele andere herausragende Beispiele für Initiativen aufgedeckt, die sich in sozialen oder ökologischen Projekten engagieren. „Diese Initiativen schaffen einen positiven sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Kreislauf. Und in südlichen Ländern verbindet sich die Kreislaufwirtschaft fast automatisch mit der Sozialwirtschaft ebenso wie die Innovation Hand in Hand mit der Armutsbekämpfung geht“, berichten die beiden Jungunternehmer.

Die nächsten Schritte

Nach Abschluss der Reise im August 2016 wird das Sensibilisierungsprogramm mit zahlreichen Konferenzen und Interventionen im Rahmen von Veranstaltungen zu Umweltthemen, Workshops in den Partnerunternehmen und einer Ausstellung zum Projekt fortgesetzt werden.

Schließlich werden Raphael und Jules ihr Know-how nutzen und ihr eigenes Unternehmen zur Unterstützung des Programms gründen. Es wird die Form eines Inkubators oder einen Fonds haben, der direkt Unternehmer und Unternehmen helfen wird, die ein mit der Kreiswirtschaft verbundenes Projekt entwickeln möchten.

 
Quelle: UD/pm

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