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07.04.2015

Leistungszentrum Nachhaltigkeit in Freiburg

Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und die fünf Freiburger Fraunhofer-Institute bündeln künftig ihre Stärken im "Leistungszentrum Nachhaltigkeit". Gemeinsam mit der Industrie werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Lösungen für große Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit arbeiten.

Die beiden Koordinatoren des Leistungszentrums Nachhaltigkeit Freiburg, Professor Gunther Neuhaus, Vizerektor / Prorektor für Forschung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Professor Stefan Hiermaier, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut.
Die beiden Koordinatoren des Leistungszentrums Nachhaltigkeit Freiburg, Professor Gunther Neuhaus, Vizerektor / Prorektor für Forschung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Professor Stefan Hiermaier, Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut.

Kann man aus nachwachsenden Rohstoffen sichere Autos bauen? Welche Technologien brauchen wir, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen? Solchen und vielen weiteren Fragen widmen sich Forscherinnen und Forscher in Freiburg. Die Stadt, ohnehin bekannt für ihre Vorreiterrolle in Umweltfragen, wird Heimat des neuen "Leistungszentrums Nachhaltigkeit".

Freiburg als Standort für Spitzenforschung

"Nachhaltigkeit ist ein Schlüsselthema für die deutsche Wirtschaft", sagt Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. "Wir müssen unsere Stärken ausbauen. Mit dem Pilotvorhaben für ein Nationales Leistungszentrum bereiten wir den Weg, um die Potenziale der Region intensiver zu nutzen. Freiburg soll als Standort für Spitzenforschung zur nachhaltigen Entwicklung ausgebaut werden. Wir sind jedoch nur dann erfolgreich, wenn wir die Wirtschaft mit ins Boot holen", ergänzt Neugebauer.

In den aktuellen Projekten des Leistungszentrums Nachhaltigkeit untersuchen die Experten, wie sich die ressourceneffiziente LED-Technologie flächendeckend durch niedrigere Fertigungskosten durchsetzen könnte, ob und wie man CO2 als Rohstoff weiterverwenden kann und was wir von Selbstreparaturmechanismen im Pflanzenreich lernen können. Finanziert werden die Pilotprojekte und das Leistungszentrum Nachhaltigkeit von den Ministerien für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und der Fraunhofer-Gesellschaft. In den kommenden drei Jahren stehen insgesamt 7,2 Millionen Euro zur Verfügung: Damit werden die Pilotprojekte und unter anderem auch die jährliche Konferenz, der "Sustainability Summit", der bisherige "Solar Summit" des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE finanziert. Die Partner aus der Industrie beteiligen sich darüber hinaus an Arbeiten zur Überführung der Forschungsergebnisse in die Praxis mit insgesamt sechs Millionen Euro.

Weltweite Beachtung

"Mit unserer Förderung unterstützen wir das strategische Ziel von Universität Freiburg und Fraunhofer, ein weltweit beachtetes Zentrum für Nachhaltigkeitsforschung zu etablieren. Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt sowie etablierte Spitzenforscher, innovative Unternehmensgründer und traditionsreiche Konzerne sollen im Leistungszentrum zusammenarbeiten. Hier und heute beginnen wir mit der Umsetzung der Vision von dem Standort für Spitzenforschung, Lehre und Weiterbildung zur nachhaltigen Entwicklung, dem Innovationsraum für Nachhaltigkeit sowie dem Ort für den Dialog mit der Gesellschaft über das Zukunftsthema Nachhaltigkeit", sagt Baden-Württembergs Forschungsministerin Theresia Bauer.

Fraunhofer und die Universität Freiburg werden ihre Zukunftsplanungen mit einer Roadmap aufeinander abstimmen. Dazu gehört im Leistungszentrum die gezielte Weiterentwicklung der Themenschwerpunkte nachhaltige Werkstoffe, Energiesysteme, Resilienzforschung sowie der Umgang der Gesellschaft mit Veränderungsprozessen. Das geplante Institut für nachhaltige Ingenieurssysteme (ISSE) an der Technischen Fakultät soll der ingenieurwissenschaftliche Kern des Leistungszentrums werden. "Das ISSE wird unsere Universität um einen zukunftsweisenden Themenschwerpunkt erweitern und viele wichtige Impulse für Forschung und Lehre geben", sagt Professor Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Nur wer über seinen eigenen wissenschaftlichen Tellerrand hinausblickt, kann die richtigen Antworten finden. "Genau hier werden wir ansetzen", erklärt Schiewer. "Wir bringen die anwendungsorientierten Forscher von Fraunhofer mit den Naturwissenschaftlern, aber auch den Sozial- und Geisteswissenschaftlern der Universität zusammen." Sechs Pilotprojekte starteten bereits.

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Interdisziplinärer Austausch

"Die Herausforderungen, die das Thema nachhaltige Entwicklung stellt, sind höchst unterschiedlich und verlangen sowohl technologische, ökologische und ökonomische Expertise als auch profunde Kenntnisse gesellschaftlicher Zusammenhänge. In Freiburg entsteht mit unserer Förderung ein Zentrum, das relevante Zukunftsfragen umfassend angeht. Das stärkt die wirtschaftsnahe Forschung und wird die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen und zwischen den Instituten in Freiburg beschleunigen", betont Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid.

Austausch zwischen Wissenschaft und Bevölkerung

Besonders wichtig ist den Wissenschaftsorganisationen der Dialog mit der Bevölkerung. "Unsere wissenschaftlichen Ergebnisse sollen möglichst schnell ihren Weg in die Praxis finden", sagt dazu Professor Reimund Neugebauer. "Und das geht nur, wenn wir wissen, was die Menschen bewegt und wie wir ihnen helfen können." Deshalb soll es im Leistungszentrum künftig Formate geben, die den Austausch zwischen Wissenschaft und Bevölkerung fördern.

Als erster wichtiger Industriepartner beteiligt sich die Georg H. Endress-Stiftung des Firmengründers von Endress+Hauser gemeinsam mit der Universität und dem Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM am Leistungszentrum Nachhaltigkeit. Das Vorhaben ist auf breite Resonanz bei Firmen in der Region und darüber hinaus gestoßen, die Aspekte der Nachhaltigkeit in ihre Produktentwicklungen integrieren möchten.Weitere Projekte sind unter anderem mit der Daimler AG, EnBW und der Robert Bosch GmbH geplant. Die Partner des Leistungszentrums bauen so ein breites Netzwerk mit dem Schwerpunkt bei Unternehmen aus Baden-Württemberg auf.

 
Quelle: UD/pm

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