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Sonntag, 25.September 2016
Elektromobilität erfolgreich gestalten zoom

26.11.2014

Elektromobilität erfolgreich gestalten

Es ist nicht mehr die Frage, ob die Elektromobilität kommen wird, sondern wann und wie. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, in der die Universität Duisburg-Essen und die Unternehmensberatung Kienbaum mehr als 450 Manager, Branchenexperten und Wissenschaftler in Europa, Nordamerika und Asien befragt haben.

Dennoch haben viele Automobilunternehmen im Bereich der neuen Antriebstechnologien den Schritt raus aus dem Labor hin zu einem Geschäftsmodell noch nicht gemacht, sagt Harald Proff: „Die Unsicherheiten der Manager in der Entscheidungsfindung sind groß.“ Im Interview mit dem Wissensportal Springer für Professionals fordert der Experte ein systematischeres Veränderungsmanagement und erklärt, was Automobilhersteller tun müssen, um die Transformation zur Elektromobilität erfolgreich zu gestalten. Das bei Springer Gabler erschienene Fachbuch "Management des Übergangs in die Elektromobilität" fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und stellt konkrete Entscheidungshilfen und Handlungsoptionen vor.

„Ganz wichtig ist es, die vielen kleinen Aktivitäten in den einzelnen Funktionsbereichen stärker zu konsolidieren und zu wenigen großen Projekten zu verknüpfen“, bringt Harald Proff das Problem auf den Punkt. Trotzdem der Übergang in die Elektromobilität bereits begonnen hat und politisch wie gesellschaftlich gewollt ist, agieren nach Meinung des Autors viele Unternehmen noch verhältnismäßig unkoordiniert: „Anstelle ‚jeder will was machen‘, um nicht als tatenlos kritisiert zu werden, muss es jetzt darum gehen, konzentriert und fokussiert auf neue Geschäftsmodelle hinzuarbeiten.“ 

Veränderungsmanagements notwendig

Um dem Thema den richtigen Stellenwert zu geben, müsse das Management zusammen mit den Fachabteilungen eine Zielstellung ableiten und anschließend die bestehenden Ressourcen wie Kapital und Personal umschichten. Dazu gehören sowohl die Beobachtung der Marktentwicklung und die Entscheidung für ein Geschäftsmodell als auch die Sicherstellung der dazu erforderlichen Qualifikationen der Mitarbeiter und die betriebswirtschaftliche Bewertung aller Handlungsalternativen. Vom Erfolg dieses strukturierten Veränderungsmanagements ist Proff überzeugt: „So können Unternehmen die Unsicherheiten in Zeiten solch tiefgreifender technologischer Veränderungen verarbeiten.“

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„Die große Herausforderung beim Management dieses Wandels liegt vor allem darin, mit der aktuellen Ambiguität des Marktumfeldes umzugehen“, so der Autor weiter. Da der Übergang in die Elektromobilität noch mindestens 30 Jahre dauern werde, müssten Unternehmen mit der Elektrifizierung des Antriebsstrangs nicht nur ihre Produkte und Technologien grundsätzlich überdenken, sondern auch bestehende Prozesse und Geschäftsmodelle fortlaufend anpassen und verbessern.

Gute Voraussetzungen haben Unternehmen, die traditionelle Strukturen optimieren und gleichzeitig neue schaffen. Daher lautet Proffs Fazit: „Die wirklich erfolgreichen werden die sein, die das traditionelle Geschäftsmodell mit den Verbrennungsmotoren, das sicher noch 30 Jahre signifikante Marktanteile haben wird, erfolgreich und profitabel weiterentwickeln und aus diesen Erträgen das neue Geschäftsmodell der Elektromobilität finanzieren.“

Hier gelangen Sie zum Buch "Management des Übergangs in der Elektromobilität".

 
Quelle: UD/pm

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