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Oikocredit: Mit Geldanlagen für eine gerechtere Welt zoom

15.06.2015

Oikocredit: Mit Geldanlagen für eine gerechtere Welt

Biologischer Landbau, der die ägyptische Wüste urbar macht. Solarlampen, die preiswert Licht in entlegene indische Dörfer bringen. Eine Mikrofinanzinstitution, die Frauen in Bolivien neben Kleinkrediten auch Bildung und Beratung bietet. Das sind nur drei der 1.670 Organisationen, welche die internationale Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit seit 1975 unterstützt hat. Oikocredit feierte jetzt ihr 40-jähriges Jubiläum in Berlin.

Rund 300 Gäste aus über 30 Ländern feiern dabei auch den Geburtstag einer erfolgreichen Idee: nachhaltige und gerechte Entwicklung durch ethisches Investment fördern. Mit diesem Modell betrat Oikocredit vor 40 Jahren Neuland. Heute ist daraus ein weltweites Netzwerk von über 53.000 Personen und Institutionen entstanden, die Oikocredit durch ihre Geldanlage und ihr Engagement fördern. Ihr gemeinsames Anliegen ist es, mit sozial verantwortlichen Geldanlagen Menschen mit niedrigen Einkommen in Entwicklungsländern zu unterstützen. Mehr als zwei Milliarden Euro sind so seit 1975 in die Finanzierung nachhaltiger Entwicklung in 100 Ländern geflossen.

Oikocredit investiert gezielt dort, wo anderen Investoren die Gewinne zu niedrig oder die Risiken zu hoch erscheinen, etwa in ländlichen Regionen oder in afrikanischen Ländern. Dabei sucht Oikocredit kontinuierlich nach neuen Möglichkeiten, mit Investitionen sozialen Nutzen zu erzielen, also beispielsweise menschenwürdige Arbeitsplätze und bessere Lebensbedingungen zu schaffen oder den fairen Handel, die Landwirtschaft oder lokale Betriebe zu unterstützen.

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50 Millionen Euro für erneuerbare Energien

Daher werden neben den bisherigen Schwerpunkten Mikrofinanz und Landwirtschaft seit 2014 verstärkt erneuerbare Energien in Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert. Bis Ende 2016 will Oikocredit dafür weltweit 50 Millionen Euro bewilligen, etwa um über Partnerorganisationen Menschen in entlegenen Dörfern mit Licht und Strom zu versorgen. Regenerative Energien sind auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Viele Oikocredit-Partner sind bereits mit den Folgen der Klimaveränderungen konfrontiert. Immer häufiger drohen extreme Unwetter Entwicklungserfolge von Kleinbauerngenossenschaften und Mikrofinanzinstitutionen zu zerstören. Für solche Fälle hat Oikocredit einen Solidaritätsfonds eingerichtet, aus dem zum Beispiel nach dem Taifun Haiyan 2013 sechs Oikocredit-Partner auf den Philippinen unterstützt wurden. Dort berät Oikocredit seit 2014 die Partner dabei, sich künftig besser auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten. Denn der Wiederaufbau nach einem Taifun hängt auch davon ab, wie schnell wieder Nahrungsmittel geliefert und Mikrokredite vergeben werden können. Daher ist es wichtig, dass Kleinbauerngenossenschaften und Mikrofinanzinstitutionen rasch wieder arbeitsfähig sind.

Ein historischer Bogen nach Berlin

Die Jubiläumsfeier in Berlin schließt zugleich einen historischen Bogen: Denn hier verabschiedete der Ökumenische Rat der Kirchen 1974 den Plan zur Gründung einer internationalen Kredit- und Entwicklungsgenossenschaft, die dann im folgenden Jahr erfolgte. Einer der damaligen Impulsgeber, Dr. Konrad Raiser, ehemals Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, hielt die Eröffnungsrede der Jubiläumsfeier in der St. Elisabeth-Kirche in Berlin.

 

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