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KfW gründet ersten Biodiversitäts-Fonds in Lateinamerika zoom

08.01.2015

KfW gründet ersten Biodiversitäts-Fonds in Lateinamerika

Die KfW, die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation Conservation International (CI) und der deutsche Fondsmanager Finance in Motion haben den „eco.business Fonds“ gegründet. Der Fonds ermöglicht Unternehmen und Kooperativen in Lateinamerika Investitionen, die einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen – beispielsweise in der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und Fischerei sowie im Öko-Tourismus – leisten.

Als Startkapital stellt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 17 Millionen Euro bereit, die von der KfW in den Fonds eingebracht werden. Conservation International wird Anfang 2015 zusammen mit Finance in Motion ebenfalls in den Fonds investieren. Der „eco.business Fonds“ ist als öffentlich-private Partnerschaft (PPP) aufgelegt und erlaubt es den verschiedenen Investoren, in Kapitaltranchen mit einem diversifizierten Rendite-Risiko-Profil zu investieren. Mittels dieser Struktur können neben den öffentlichen auch private Mittel zum Schutz der Biodiversität mobilisiert werden.

„Lateinamerika zählt zu den Regionen mit dem höchsten Reichtum an Biodiversität weltweit. Allerdings sind diese wertvollen Ressourcen von menschlichen Aktivitäten schwerwiegend bedroht. Die Verknüpfung des Schutzes der Biodiversität mit einem wirtschaftlichen Ansatz ist für Lateinamerika Neuland und angesichts der großen Herausforderung und des hohen Mittelbedarfs der richtige Ansatz“, sagt Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Die Finanzierung dieser Unternehmen wird entweder direkt durch den Fonds vorgenommen oder mit Hilfe lokaler Finanzintermediäre.

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„Der Kontinent befindet sich in einer anhaltenden Phase ökonomischen Wachstums und Stabilität. Eine Aufgabe des „eco.business Fonds“ ist es, lokale Finanzintermediäre in ihrer Rolle zu stärken, umweltfreundliche Produktions- und Verarbeitungsprozesse zu fördern. Auf lange Sicht wird die Anwendung solcher Methoden essentiell sein, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Wohlstand sicherzustellen“, erklärt Sylvia Wisniwski, Geschäftsführerin von Finance in Motion.

„Conservation International unterstützt schon seit geraumer Zeit nachhaltige und umweltbewusste Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen und dabei helfen, menschlichen Wohlstand zu sichern“, sagt Jennifer Morris, Geschäftsführerin von CI. „In den neuen Fonds eco.business fließen diese Erfahrungen ein. Zielgruppe des Fonds sind kleine und mittlere Unternehmen, die positive Umwelteffekte erzielen sowie sozioökonomische und finanzielle Vorteile bieten und damit einen entscheidenden Beitrag zur Armutsreduzierung und der Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft leisten.“

Neben dem Fonds wird eine Entwicklungsfazilität geschaffen, die den Finanzintermediären und ihren Kunden fachliche Unterstützung zur Verfügung stellen wird. Damit soll die nachhaltige Umsetzung der Investitionen des Fonds sichergestellt werden. Hierfür sind vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bis zu drei Millionen Euro vorgesehen. Sowohl der Fonds als auch die Entwicklungsfazilität stehen weiteren Investoren offen, die die entwicklungspolitische Zielrichtung von „eco.business“ teilen.

 
Quelle: UD/cp

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