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Nachhaltige Investments - Bausteine für eine bessere Welt zoom

27.11.2014

Nachhaltige Investments - Bausteine für eine bessere Welt

Jeder hat seine eigene Vorstellung über Nachhaltigkeit. Über alle definitorischen und interpretatorischen Ansätze und Unterschiede hinweg, es besteht Einigkeit in einem: Nachhaltigkeit ist die Grundlage für die Schaffung einer besseren Welt. Besteht ein weitgehend einheitliches Verständnis zu einer nachhaltig geprägten Gesellschaft mit freiheitlich demokratischen Strukturen und einer „gesunden“ Umwelt, die wir den kommenden Generationen hinterlassen sollten, so gehen die Vorstellungen bei der Ökonomie weit auseinander. Die genauere Betrachtung der sogenannten Nachhaltigen Investments (NI), mit denen jeder an der nachhaltigen Aus- und Umgestaltung der Wirtschaft teilhaben kann, zeige dies sehr deutlich, so Robert Emanuel Bopp, Financial Services bei EY Deutschland.

Wie bei jedem Bauvorhaben ist nicht jeder Baustoff für jedes Bauvorhaben geeignet. Es kommt auf die Vorstellungen, Wünsche und Erwartungen des Bauherrn an. Am Anfang steht die Frage nach dem strategischen Investmentziel. Dabei wird unterschieden zwischen der ökonomischen Rendite des Investments für den Investor und der sogenannten zweiten oder auch dritten Rendite des Investments für die Umwelt bzw. für die Gesellschaft.

Bei der zweiten und dritten Rendite wird bewusst auf die Wirkung abgestellt, die ein Investment hat. Klassische Beispiele sind Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen, wie die Entwicklung alternativer Energien oder Microfinance Investments zur Stärkung der Position von Frauen.

Robert Emanuel Bopp, Financial Services bei EY Deutschland, spricht über Nachhaltige Investments.
Robert Emanuel Bopp, Financial Services bei EY Deutschland, spricht über Nachhaltige Investments.

Daran schließen sich die taktischen Überlegungen an: Welche Investitionsmöglichkeiten stehen tatsächlich zur Verfügung? In welche Unternehmen oder Organisationen kann investiert werden? Der Investitionsprozess in direkte Anlagen wie Aktien ist für den Investor einerseits aufwendig aber auch genau, da die eigenen Anforderungen an ein Investment sehr präzise am konkreten Investment mit verfügbaren Informationen ausgewertet werden können.

Die indirekte Investition z. B. über Investmentfonds ist deutlich einfacher, da die Analyse der Investmentalternativen vom Investor auf den Asset Manager übertragen wird. Dem Investor bleibt die Entscheidung für eine vom Asset Manager angebotenen Investmentstrategie.

Diese sehr vereinfachte Darstellung verdeutlicht die wesentliche Herausforderung. Die Verantwortung liegt bei dem Investor. Dass eine zunehmende Zahl von Investoren sich dieser Verantwortung stellen, belegen die ständig steigenden Zahlen zu neu aufgelegten Fonds und investiertem Kapital. So weist die Statistik des Sustainable Business Institute (SBI) für Mitte 2014 ca. 400 Fonds und ein Volumen von ca. 43 Mrd Euro für Nachhaltige Investments aus.

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall hat die Aktualität der Aussage "Kapital verpflichtet" in West wie Ost nichts eingebüßt. Es liegt am Investor, sich über Ziel und Zweck seines Investments, wie auch über dessen Wirkung auf Gesellschaf, Umwelt und Wirtschaft bei der Schaffung einer besseren Welt bewusst zu sein.

 
Quelle: UD/cp

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