Donnerstag, 23.Oktober 2014

11.05.2012

E.ON: Helgoland als Basis für Offshore-Betrieb

Für die Betriebsphase seines Offshore-Windparks Amrumbank West wird E.ON die Insel Helgoland als Servicestützpunkt nutzen. Im schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium unterzeichneten der Leiter für das internationale Offshore-Geschäft bei E.ON, Sven Utermöhlen, sowie der Bürgermeister von Helgoland, Jörg Singer, im Beisein des Ministers Jost de Jager entsprechende Pachtverträge für Grundstücke auf der Insel Helgoland.

Foto: E.ON
Foto: E.ON

Auf den von E.ON gepachteten Grundstücken sollen im Laufe der nächsten Jahre Service- und Betriebsgebäude entstehen. Die Planung der Gebäude ist bereits in vollem Gange. Um Helgoland als Servicehafen zu nutzen, wird in einem nächsten Schritt der Südhafen der Insel ausgebaut: Service- und Lagergebäude sowie Lagerflächen und neue Bootsanlegeplätze werden geschaffen, der Hafenbereich selbst wird mit neuen Anlegern und Schwellschutz ausgestattet. Von hier aus werden bis zu 150 Spezialisten die Wartung und Instandhaltung der Offshore-Windparks durchführen.

Utermöhlen dankte der Gemeinde Helgoland und Jörg Singer sowie dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium für das Engagement im Vorfeld des Vertrags-abschlusses: „Helgoland ist räumlich sehr günstig gelegen und daher für uns ein idealer Stützpunkt für die Wartung unseres Offshore-Windparks Amrumbank West. Unser Engagement in Helgoland ist langfristig angelegt, der Vertrag läuft auf 28 Jahre. Es freut uns, dass die Insel durch die Aufwertung der Infrastruktur auch großen Nutzen erfährt“.

Helgolands Bürgermeister Singer zeigte sich über den Abschluss des Pachtvertrags erfreut. „Mit E.ON sind wir seit über zwei Jahren in partnerschaftlichen Gesprächen und freuen uns über den heutigen Meilenstein unserer Zusammenarbeit“, so Singer.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister de Jager bezeichnete den Vertragsabschluss als Mosaikstein der Energiewende und zugleich als große Chance für Helgoland: „Helgoland ist ein wesentlicher Baustein der Offshore-Strategie Schleswig-Holsteins. Service und Wartung sollen möglichst nah an den Windparks angesiedelt sein, kein Ort bietet sich an wie diese Hochseeinsel“, sagte de Jager.

E.ON pflegt schon seit langer Zeit eine enge Verbundenheit mit der Insel - so hat der Regionalversorger E.ON Hanse vor drei Jahren ein 50 Kilometer langes 30 kV-Seekabel zur Versorgung der Insel nach Helgoland gelegt.

Der Offshore-Windpark Amrumbank West liegt circa 35 km nördlich von Helgoland, wird aus insgesamt 80 Siemens-Windturbinen der 3,6 MW-Klasse bestehen und eine Gesamtleistung von 288 Megawatt erzielen. Mit der erzeugten Energie können bis zu 300.000 Haushalte versorgt und jährlich mehr als 740.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Als Baubeginn ist Ende 2013 festgesetzt, Fertigstellung und Inbetriebnahme des Windparks sollen bis Frühjahr 2015 erfolgen. Das Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von zirka eine Milliarde Euro.

 
Quelle: UD / cp

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