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Grünes Licht für „grünes Kabel“ zoom
Vertragsunterzeichnung im norwegischen Haugesund: v.l. Auke Lont, CEO Statnett, Mel Kroon, CEO TenneT und Markus Scheer, Mitglied der Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank

11.02.2015

Grünes Licht für „grünes Kabel“

Mit NordLink geht jetzt die erste direkte Verbindung zwischen den deutschen und norwegischen Strommärkten an den Start. Die 623 Kilometer lange Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ), die über 516 km als Seekabel verlegt wird, verbessert die Versorgungssicherheit, ermöglicht stabilere Energiepreise und fördert die Integration des europäischen Strommarkts.

Mit der Vertragsunterzeichnung im norwegischen Haugesund Mitte Februar haben die Kooperationspartner TenneT, Statnett und KfW, vertreten durch die KfW IPEX-Bank, die finale Investitionsentscheidung für das Projekt NordLink getroffen. Sobald die Verträge mit den für die Herstellung und Verlegung des Kabels und den Bau der Konverterstationen zuständigen Auftragnehmern unterzeichnet sind, kann mit dem Bau begonnen werden.

Mel Kroon, CEO der TenneT Holding, betonte: „Dies ist ein weiterer entscheidender Schritt hin zu einer stärkeren Integration auf dem europäischen Energiemarkt und ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Mit diesem Interkonnektor können wir Energie zwischen zwei sich ergänzenden Energiesystemen austauschen. Auf der einen Seite steht dabei die steigende Menge an in Deutschland erzeugtem Wind- und Solarstrom und auf der anderen Seite die Erzeugung von Energie aus Wasserkraft in Norwegen.“

„Der NordLink-Interkonnektor zählt zu den bedeutendsten Projekten im europäischen Energiesektor und wird sich entscheidend auf das Energiesystem in Europa auswirken. Die Finanzierung dieses Projekts zusammen mit unseren Partnern ist ein Eckpfeiler der deutschen Energiewende und ein wichtiges Projekt für die KfW. Wir sind stolz, daran teilzuhaben“, kommentierte Markus Scheer, Mitglied der Geschäftsführung der KfW IPEX-Bank.

„Die Unterzeichnung heute ist ein sehr wichtiger Schritt für alle drei Partner. Der Interkonnektor wird zu einem klimafreundlichen und effizienten Energiesystem der Zukunft beitragen. Er wird die Stromversorgungssicherheit für die Verbraucher verbessern und die Wertschöpfung auf beiden Seiten des Interkonnektors unterstützen. Die Investitionsentscheidung für NordLink unterstreicht unsere Überzeugung, dass die Zukunft dem Strom aus erneuerbarer Energie gehört“, sagte der CEO von Statnett, Auke Lont.

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„Speicherung“ von Windenergie

Die Verbindung der norwegischen Wasserkraft mit der deutschen Windenergie bietet Vorteile für beide Länder. Wenn beispielsweise in Deutschland ein Überschuss an Windenergie erzeugt wird, kann dieser über NordLink nach Norwegen übertragen werden. Die Wasserspeicher in Norwegen dienen dann als natürliche Speicher für die Windenergie, indem das Wasser in den Speichern verbleibt. Umgekehrt kann Deutschland bei hohem Bedarf Energie aus Wasserkraft aus Norwegen importieren.

Vorteile für Verbraucher und Volkswirtschaft

Ein erheblicher Teil der sozioökonomischen Vorteile von NordLink entsteht durch die Erträge aus dem Handel mit Übertragungskapazität über den Interkonnektor. Diese Erträge werden zur Finanzierung anderer Netzprojekte oder zur Senkung der Stromtarife verwendet. Deutsche Verbraucher können von niedrigeren Energiepreisen profitieren: Wenn die Preise in Deutschland höher als in Norwegen sind, weil Windkraftanlagen und Solarzellen nur wenig Strom produzieren, kann über NordLink Energie aus norwegischer Wasserkraft importiert werden. Das Stromkabel schafft eine Verbindung zu den Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen und zu Windparks in Deutschland. Die Wasserreservoirs in Norwegen fungieren dabei als Energiespeicher. Bei Verbrauchsspitzen in Deutschland können diese dann genutzt und Strom nach Deutschland transportiert werden. Dabei profitieren die Verbraucher vom positiven Effekt auf die Strompreise durch den Import von Energie aus preisgünstiger Wasserkraft. Das 2008 in Betrieb genommene NorNed-Kabel zwischen den Niederlanden und Norwegen funktioniert auf die gleiche Weise.

Deutsch-norwegische Kooperation

Das NordLink-Projekt wird von einem Konsortium realisiert, an dem zu jeweils 50 Prozent der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett sowie die DC Nordseekabel GmbH & Co.KG beteiligt sind. An DC Nordseekabel halten TenneT und die KfW jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile. DC Nordseekabel verantwortet Bau und Genehmigungen auf deutscher Seite. Das HGÜ-Kabel (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskabel) wird über eine Kapazität von 1.400 Megawatt verfügen und zwischen Tonstad in Norwegen und Wilster in Schleswig-Holstein verlaufen. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 1,5 bis 2 Milliarden Euro.

Ein Fact-Sheet zum Projekt steht hier zum Download bereit.

 
Quelle: UD/cp

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