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Sonntag, 24.September 2017

11.12.2013

Mittelständler suchen Unternehmer als Berater

Ein Ohr haben, statt grün hinter den Ohren zu sein, so könnte der Anspruch der mittelständischen Firmen an Unternehmensberatungen zusammengefasst werden. Die großen Unternehmensberatungen schicken BWL-Absolventen, denen Erfahrung und Feingefühl für ein Familienunternehmen fehlen. Aber genau dafür brauchen die mittelständischen Unternehmen ein verstehendes Ohr.

Gute Ratschläge kommen am Besten von Gleichgesinnten. Bild: Amri Design/Fotolia
Gute Ratschläge kommen am Besten von Gleichgesinnten. Bild: Amri Design/Fotolia
Zwischenmenschliche Konflikte in Betrieben, wo der Übergang von einer Generation zur nächsten kurz bevorsteht. Und selbst wenn eine mittelständische Firma kein Familienbetrieb ist, so sind die Strukturen in der Regel familiär gewachsen. In der Praxis werden hier Unternehmensberater als Mittler gebraucht.

Im Dezember 2013 legte das Institut für Mittelstandsforschung eine Studie vor, die den Bedarf an Beratung vor allem bei der neuen Generation sieht. Krempelten die Alten noch die Ärmel hoch und gingen mutig ein Risiko ein, zaudern die Jungen. Gerade wenn es um Investitionen geht.

Besitzen mehrere Eigner Anteile an der Firma, ist der Unternehmensberater gefordert, Mut zur Innovation zu machen. Die Studie belegt, das Inhaber-geführte Unternehmen stärker erneuern als geteilte.

Beratungsbedarf bei Investition und Innovation


Das Vertrauen, auf das die Unternehmer bei ihren Beratern bauen, ist ebenfalls regional begründet. Mittelständische Betriebe suchen die Hilfe von Partnern in der Region.

Neben Feingefühl und Verständnis für familiäre und regionale Gegebenheiten fordern mittelständische Betriebe unternehmerisches Know-how: Das Vermitteln des "Gewusst wie" etwas gemacht wird und Hilfe, es umzusetzen.

Prof. Dr. Heribert Meffert empfiehlt, einen Berater für diesen Prozess beim Unternehmen abzustellen. Meffert ist Marketing-Experte der Uni Münster.

Unternehmensberatung auf Augenhöhe


In erster Linie wollen die Unternehmer einen Unternehmer als Berater. Zu Mittelstandskunden schickt Unternehmensberater Hermann Simon nur seine Partner und keine Angestellten: "Weil die selbst echte Unternehmer sind.", begründet er im Handelsblatt.

Das Handelsblatt legt nahe, bei der Wahl einer Unternehmensberatung nach deren operativen Erfahrungen zu fragen und ihre Branchenkenntnis auszuloten. Bei einem ersten Gespräch testet man das Vorhandensein von Fingerspitzengefühl, das auch das Handelsblatt als ein zentrales Kriterium bewertet. Außerdem sollte die Unternehmensberatung nicht erst seit gestern bestehen und den Mandanten "nötig" haben.

Know-how bei den Zahlen


Bei aller menschlichen Nähe brauchen mittlere Unternehmen ebenso knallharte Kalkulationen. "Ich hatte ... den Eindruck, dass die Jungs von der Unternehmensberatung schon was auf dem Kasten haben.", formuliert ein Unternehmer seinen Anspruch und rühmt das gute Zahlenverständnis des Beraters: "Der Kerl war fit."

Unternehmenstest, Intensive Analyse und Nachhaltige Beratung sind deshalb die drei Arbeitsschritte unter denen das Leistungsspektrum der bvm GmbH aus Homburg aufgegliedert wird. Bei Punkt eins geht es sogleich an die Finanzen des Betriebes, bevor Strategien für konkrete Maßnahmen erarbeitet werden.

Nachhaltigkeit aber ist der Schlüssel für bedarfsgerechte Unternehmensberatung für Mittelständler. So bedeutend strategische und operative Unternehmensplanung für mittlere genau wie für große Unternehmen ist, perfekt ist eine Unternehmensberatung für eine mittelständische Firma erst, wenn sie die Themen Nachfolge und Persönliche Lebensqualität in die Kalkulation einbringt.

Nachholbedarf beim Thema Nachhaltigkeit


Mittelständische Unternehmen kommunizieren ihr nachhaltiges Engagement allerdings zu bescheiden. Obwohl Nachhaltigkeit im Unternehmen einen hohen Stellenwert hat und oft schon seit Jahren praktiziert wird, fällt das Engagement in der Öffentlichkeit viel zu wenig auf, lautet das Fazit einer Umfrage von Hansen Kommunikation bei mittelständischen Unternehmen. Demnach werden lediglich 40 Prozent der befragten Unternehmensvertreter von Kunden und Lieferanten auf das Thema Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmen angesprochen.

Antworten geben hier beispielsweise die Sustainable Business Angels. Die Initiative (SBA) unterstützt junge Unternehmen bei der nachhaltigen Ausrichtung ihres Geschäftsmodells. Die erfahrenen Unternehmer der Initiative “Sustainable Business Angels” (SBA) begleiten und unterstützen daher junge Unternehmer mit ihrem Know-how, ihrem Ideenreichtum und ihren Netzwerken. Darüber hinaus entwickelt die Initiative gemeinsam mit unabhängigen Experten Leitlinien, die aufzeigen sollen, wie eine frühzeitige Umsetzung von Corporate Social Responsability (CSR) in die Unternehmensprozesse erreicht und begutachtet werden kann.

 
Quelle: UD / cp

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