Donnerstag, 21.August 2014

03.02.2012

Schülerinitiative bringt „Die Gute Schokolade“ auf den Markt

Die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet bringt mit „Die Gute Schokolade“ ein Produkt auf den Markt, das fair gehandelt und klimaneutral hergestellt ist. Die Menge an CO2, die bei der Herstellung und beim Transport erzeugt wird, wird kompensiert. Die Milchschokolade wird in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Schokoladenhersteller Chocolats Halba produziert und voraussichtlich ab Ende März im Handel erhältlich sein.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner mit den Kindern Alina und Moritz und einer Tafel der "Guten Schokolade". Foto: Plant-for-the-Planet
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner mit den Kindern Alina und Moritz und einer Tafel der "Guten Schokolade". Foto: Plant-for-the-Planet
Die Schokolade verspricht nicht nur Genuss mit reinem Gewissen, sondern macht vor, was die Kinder als Zukunftsvision den Süßwarenherstellern wie auch den Herstellern anderer Produkte nahelegen: Durch die Abgabe einer „Future Fee“ für die Produkte, die sie produzieren, können Unternehmen den Kindern ermöglichen, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen und Bäume zu pflanzen.

Genießen mit gutem Gewissen

Die Idee zu dieser Schokolade hatten die Kinder von der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet. Weltweit engagieren sich inzwischen bereits mehr als 100.000 Kinder in fast 200 Ländern. Ihr Ziel ist es, bis 2020 1.000 Milliarden Bäume für einen CO2-Ausgleich zu pflanzen und damit die Folgen der Klimakrise abzumildern. Jeder Baum kann durchschnittlich 10 Kilogramm CO2 pro Jahr binden. Zusammen mit dem Schweizer Schokoladenhersteller Chocolats Halba konnten die Kinder ihre Vorstellung in die Realität umsetzen. Nun bringen sie diese besondere Schokolade auf den Markt, die die Werte verkörpert, für die sie sich einsetzen: Das Produkt ist fair gehandelt und wird klimaneutral produziert. Die Menge an CO2, die bei der Herstellung und beim Transport erzeugt wird, wird kompensiert: Eine Tafel dieser Schokolade verursacht von der Kakaobohne bis hin zum Transport zum Endverbraucher etwa 300 Gramm CO2. Chocolats Halba pflanzt für 1.000 Tafeln Schokolade einen Baum, der während seines gesamten Lebens rund 300 Kilogramm CO2 binden kann. Somit ist die Produktion dieser Schokolade insgesamt CO2-neutral.

Für das Fair Trade Produkt bezieht Chocolats Halba die Kakaobohnen ausschließlich aus Fair Trade Kooperativen. Mit den Mehreinnahmen aus dem Fair Trade Handel werden soziale Projekte für die Kakaobauern finanziert, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern. „Denn wir möchten, dass die Kinder der Kakaobauern zur Schule gehen können, anstatt für uns Kakaobohnen zu pflücken. Damit ist unsere Schokolade eine richtige ‚Kinderschokolade’“, sagt Felix Finkbeiner, der Gründer von Plant-for-the-Planet.

Mit der „Future Fee“ für die Zukunft der Kinder

Aber noch einen weiteren Gedanken transportiert dieses Produkt: „Die Gute Schokolade“ will dazu anregen, den Gedanken einer „Future Fee“, einer Abgabe der Wirtschaft für die Zukunft der Kinder, in die Tat umzusetzen: Diese Zahlung an die Plant-for-the-Planet Foundation ermöglicht, dass die Kinder sich für ihre Zukunft einsetzen können. Mit dem Geld können sie  auch andere Kinder dafür begeistern, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen und Bäume zu pflanzen.

Die Plant-for-the-Planet Foundation hat ihren Sitz im bayerischen Tutzing und wird von einem 14-köpfigen Kindervorstand und einem Stiftungsrat von Erwachsenen geleitet. Schirmherren sind der ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer und Fürst Albert II von Monaco. Die Initiative wird von vielen Prominenten aus unterschiedlichen Ländern unterstützt.

Erste Hersteller erklären sich zur Future Fee bereit

Auf dem Neujahrsempfang des Süßwarenhandelsverbandes Sweets Global Network am Anfang Januar 2012 in München stellte Felix Finkbeiner (14), Gründer der Schülerinitiative Plant-for-the-Planet, die Idee der „Future Fee“ vor und rief zur freiwilligen Spende von einem Euro für jede Tonne  Schokoladenprodukte beziehungsweise Süßwaren oder 0,1 Promille des jährlichen Unternehmensumsatzes auf. Mit dem Geld pflanzen die Kinder Bäume, so dass die Produktion wiederum klimaneutral ist. Unter den anwesenden Entscheidern der nationalen und internationalen Süßwarenbranche löste Felix damit große Begeisterung aus: Sie zeigten ihre Anerkennung mit stehenden Ovationen. Spontan erklärten sich einige Hersteller bereit, die Future Fee abzuführen und damit die Arbeit der Kinder zu unterstützen - so die Unternehmen Bahlsen, Becks Cocoa, Brandt, Bühler, Choclats Halba, Chocri, Trolli, Heilemann, Pit Hoffmann, Sweet Tec und S&R Vertrieb.

Unter dem Motto „Chocolate used to be brown. Let`s make it green“ wendet sich der Vorschlag in einem ersten Schritt an die Süßwarenindustrie. Die Future Fee ist jedoch auch auf nahezu alle anderen Branchen übertragbar.
 
Quelle: UD / pm

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