02.02.2012

E-Schrott-Recycling muss ausgeweitet werden

"Wir sehen die Änderung der Elektronikschrott-Richtlinie positiv. Der Europäische Gesetzgeber hat hier für echten Fortschritt gesorgt“, sagt bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock über die Entscheidung des Europäischen Parlaments. Der bvse sieht "noch großes Potential" in einer intensiveren Nutzung der in E-Schrott enthaltenen Wertstoffe.

Foto: Way Out West News/flickr.com
Foto: Way Out West News/flickr.com
Immerhin würden alleine in Deutschland 142.000 Tonnen Elektrokleingeräte in der Mülltonne landen und nicht in zertifizierten Recyclinganlagen. Das dürfe sich Deutschland als rohstoffarmes Land nicht länger leisten.

Jetzt komme es darauf an, dass der Bundestag die WEEE-Novelle zügig in nationales Recht implementiert. Für den bvse ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass eine verbrauchernahe Sammlung von Elektrokleingeräten aufgebaut wird. "Die WEEE gibt hier die Richtung vor, indem sie den Handel in die Pflicht nimmt, bei dem zukünftig der Verbraucher seine Elektrokleingeräte kostenlos abgeben können soll. Allerdings hält der Recyclingverband die Begrenzung auf Geräte, die nicht größer als 25 cm sind, für "vollkommen impraktikabel". Warum soll ein Rasierapparat abgegeben werden dürfen, aber eine Kaffeemaschine nicht?

Positiv sei auch zu werten, dass der illegale Export von E-Schrott jetzt besser bekämpft werden könne, denn künftig müssen Exporteure von Elektronikgeräten die Gebrauchsfähigkeit der Geräte nachweisen. "Durch illegalen Export verlieren wir wertvolle Rohstoffe. Oft werden die Geräte in den Importländern völlig unsachgemäß zerlegt, was nicht nur zu gravierenden Umweltzerstörungen führt, sondern auch zu erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigungen der damit beauftragten Arbeiter", kritisierte Rehbock.
 
Quelle: UD / na

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