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01.03.2016

Für konventionell bewirtschaftete Immobilien tickt die Uhr

Konventionell bewirtschaftete Immobilien lassen sich zunehmend schlechter vermieten. Mit weiteren Preisabschlägen ist in den kommenden Jahren zu rechnen. Dennoch werden nachhaltige Strategien für Immobilien nur zögerlich in die Tat umgesetzt. Das sind Ergebnisse des WISAG Nachhaltigkeitsradars 2015. Die umfassende Onlinestudie beleuchtete auch Gründe und Lösungsansätze für diese Beobachtungen. Demnach fördern Standards für Facility-Management-Leistungen nachhaltigen Gebäudebetrieb. Die gesamten Studienergebnisse hat die WISAG Facility Service Holding GmbH auf der Messe INservFM in Frankfurt am Main vorgestellt. Gleichzeitig ruft der Immobilienspezialist Branchenexperten unter www.nachhaltigkeitsradar.de/umfrage zur Teilnahme an der diesjährigen Befragungsrunde auf.

Der Markt setzt Eigentümer zunehmend unter Druck, in die Nachhaltigkeit ihrer Immobilie zu investieren.
Der Markt setzt Eigentümer zunehmend unter Druck, in die Nachhaltigkeit ihrer Immobilie zu investieren.

Unternehmen verankern Nachhaltigkeit zunehmend in ihrer allgemeinen Geschäftsstrategie. Nur etwa ein Viertel von ihnen verfolgt nach Ansicht der Studienteilnehmer keine Nachhaltigkeitsziele. Doch von den wenigsten Unternehmen wird die Strategie konsequent, von knapp der Hälfte selektiv und von einem Viertel überhaupt nicht in ihren Immobilien umgesetzt. Woran liegt das? Die Befragten sehen Gründe vor allem in unterschiedlichen Interessenlagen der Stakeholder, unzureichenden Vertragsregelungen zwischen den Akteuren, aber zuweilen auch in der mangelnden Unterstützung durch die Immobiliennutzer. Ein genauerer Blick auf einflussnehmende Faktoren räumt mit verbreiteten Annahmen auf: Dass nachhaltige Strategien ausschließlich in hochwertigen Immobilien umgesetzt werden, scheint ebenso ungesichert zu sein wie die Aussage, Altbestände seien in dieser Hinsicht Problemimmobilien.

In Zukunft entscheidet der Markt

Wer hat den größten Einfluss darauf, dass Gebäude nachhaltig bewirtschaftet werden? Seit drei Jahren landen Eigentümer, Investoren und Projektentwickler auf den ersten drei Plätzen. Sie geben den Takt vor und bestimmen gleichzeitig das Preisgefälle bei Ausschreibungen und somit die Qualität der Leistungen. Das mag zunächst plausibel klingen, bedarf aber künftig einer Korrektur: In Zukunft wird verstärkt der Markt die strategischen Entscheidungen beeinflussen. Denn nach Ansicht der Teilnehmer lassen sich bereits heute konventionell bewirtschaftete Immobilien nur mit Preisabschlag vermieten. Für Projektleiter Holger Kube von der 2COM, dem Beratungsunternehmen der WISAG Facility Service, ist das ein eindeutiges Signal: „Eigentümer und Investoren werden sich demnach entscheiden müssen, ob sie diese Preisabschläge hinnehmen oder den Bedarfen des Marktes folgen und in ihre Immobilie investieren.“

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Standards fördern nachhaltigen Gebäudebetrieb

Wichtige Parameter für eine erfolgreiche Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft sehen die Teilnehmer in interessenausgleichenden Strukturen wie einem regelmäßigen Dialog zwischen den Akteuren und in Standards für Facility-Management-Dienstleistungen. Deren Bedeutung nimmt seit 2012 kontinuierlich zu. Sie sichern Qualität, Vergleichbarkeit und Transparenz. Aber auch Rechtssicherheit, Imagegewinn und selbst Kostenvorteile bei Ausschreibungen und im Betrieb werden als nutzenstiftende Attribute gesehen. Standards schaffen Vertrauen für eine solide und kooperative Geschäftsbeziehung. Sie scheinen alles in allem ein wichtiger Meilenstein für mehr Nachhaltigkeit in der Immobilienbewirtschaftung zu sein.

Methodik

Das WISAG Nachhaltigkeitsradar ist seit 2011 eine jährliche Onlinestudie zu aktuellen Trends nachhaltiger Immobilienbewirtschaftung. 2015 hieß das Fokusthema „Standardisierung“. Die Befragung richtete sich an mehr als 2.000 Führungskräfte und Experten aus der Immobilienbranche. 183 von ihnen nahmen teil. Darunter waren Asset Manager, Eigentümer, Facility Manager, Investoren, Mieter, Planer, Projektentwickler und Property Manager. Der Anteil der Führungskräfte betrug rund 62 Prozent.

Auf verschiedenen Skalen von 1 (Ja) bis 5 (Nein) bzw. mit Ja oder Nein sowie Freitextantworten konnten die Befragten Stellung zu unterschiedlichen Aspekten von Nachhaltigkeit in der Gebäudebewirtschaftung nehmen.

Neue Befragungsrunde online

Am 23. Februar 2016 startete die WISAG in die nächste Befragungsrunde. Bis Mitte Mai 2016 haben Interessierte aus der Immobilienbranche die Möglichkeit, ihre Meinung und Erfahrungen zu nachhaltiger Immobilienbewirtschaftung in die Trendstudie einzubringen.

 
Quelle: UD/cp

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