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22.09.2015

Nachhaltige Produktgestaltung als Wettbewerbsfaktor

Globale Lieferketten, eine steigende Nachfrage von Verbrauchern nach umweltfreundlichen und nachhaltigen Produkten sowie eine wachsende Anzahl an Umweltbestimmungen wie etwa die REACH-Verordnung oder die RoHS-Richtlinie: Produzierende Unternehmen stehen heute vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Hier setzt das Service- und Softwareangebot von tec4U-Solutions an. Der Ingenieur- und IT-Dienstleister hilft seinen Kunden bei allen Fragen der nachhaltigen Produktgestaltung – über den kompletten Produktlebenszyklus hinweg.

Nachhaltige Produktgestaltung (NPG) umfasst alle direkten und indirekten Umweltauswirkungen eines Produkts über die gesamte Wertschöpfungskette und den Produktlebenszyklus: angefangen bei der Beschaffung über die Entwicklung und Produktion bis hin zum Vertrieb, der Nutzung im Markt sowie der Entsorgung oder Verwertung am Ende des Lebenszyklus. Um die durch Gesetze, Kunden oder Selbstverpflichtung auferlegten Nachhaltigkeitsanforderungen umsetzen zu können, bedarf es einer umfassenden Kenntnis aller geltenden Vorgaben. In der Beschaffungs- und Entstehungsphase zählen dazu beispielsweise die Berücksichtigung materialspezifischer Vorgaben wie die EU-Chemikalienverordnung REACH sowie die RoHS-Richtlinie, die das Verbot bestimmter gefährlicher Stoffe wie Blei oder Quecksilber zum Schutz von Mensch und Umwelt regelt. Hinzu kommen die Einhaltung von Regelungen zu Gefahrstoffen und sogenannten Konfliktmineralien.

Material Compliance als Produktmerkmal

Die Erfüllung dieser Anforderungen und der unternehmerische Erfolg stehen in engem Zusammenhang. So birgt die Nichteinhaltung von Materialvorgaben (Material Compliance-Vorgaben) wirtschaftliche Risiken und führt möglicherweise zu Vertrauens- und Imageverlust und damit zu Wettbewerbsnachteilen. Stefan Nieser, Geschäftsführer von tec4U, erläutert im Gespräch mit UmweltDialog: "Es ist vielen Managern noch nicht klar geworden, dass die Material Compliance ein Produktmerkmal ist, welches alle an diesem Begriff festzumachenden Haftungsrisiken trägt! Hierbei sind sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Konsequenzen zu sehen, welche im Falle der Fahrlässigkeit von kaum einer Haftpflichtversicherung abgedeckt sind. Gleichermaßen schwerwiegend sind die potenziellen Produktionsausfallrisiken, die durch den plötzlichen Wegfall von Materialien entstehen können, welche den Material-Anforderungen nicht mehr genügen."

Der in Saarbrücken ansässige Ingenieur- und IT-Dienstleister tec4U unterstützt seine Kunden der Automobil-, Elektrik- und Elektronikbranche sowie aus den Bereichen Medizintechnik, Nutzfahrzeuge, Textil, Schiffbau und Spielwaren bei der Umsetzung umwelt- und materialrelevanter Vorgaben mit verschiedenen Lösungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Umsetzung von materialbezogenen Gesetzen und Vorschriften im Entwicklungs- und Fertigungsbereich sowie im Einkauf von Produkten. Zudem unterstützt tec4U seine Kunden bei der Implementierung und Umsetzung eines Gefahrstoffmanagements sowie bei der Materialdatenkommunikation. Die Leistungen reichen von der Beratung über die Qualifizierung und Sensibilisierung der Mitarbeiter bis hin zu Software und operativer Unterstützung. Dabei kann das Unternehmen auf langjährige Erfahrungen in der nachhaltigen Produktentwicklung zurückgreifen.

Material Compliance

Die Umsetzung in der Praxis

Im Detail umfasst das Leistungsportfolio von tec4U ein Anforderungsmanagement, im Rahmen dessen eine Erfassung, Aktualisierung und kontinuierliche Pflege des Anforderungskatalogs erfolgt, und das als Grundlage für alle weiteren Umsetzungsmaßnahmen dient. Zudem erstellt tec4U gemeinsam mit seinen Kunden eine Hausnorm zur nachhaltigen Produktgestaltung als verbindliches Dokument, das alle Vorgaben zusammenfasst und allen Lieferanten und den einzelnen Unternehmensbereichen ein einheitliches Verständnis der Vorgabensituation vermittelt. Im Zuge der Prozessintegration hilft tec4U den Unternehmen dabei, die Anforderungen und die Hausnorm in die Unternehmensprozesse zu integrieren. Dafür werden im Rahmen eines Workshops zunächst Schwachstellen und Verbesserungen herausgearbeitet. Hieraus geht ein Maßnahmenkatalog mit Ressourcenplanung und definierten Verantwortlichkeiten hervor. Die Fortschritte bei der praktischen Umsetzung der NPG im Unternehmen werden kontinuierlich überprüft und an das Management weitergeleitet. Schließlich werden den Mitarbeitern die Inhalte der Anforderungen und deren Umsetzung im Arbeitsumfeld in Schulungen vermittelt.

Die Material Compliance-Softwarelösungen von tec4U

Zur Umsetzung von Material- und Umweltvorgaben haben die Saarbrücker verschiedene Softwarelösungen entwickelt. Dazu zählt erstens die Software MDS.web, mit der Materialdaten kommuniziert, verwaltet und ausgewertet werden können. Der CoChecker wiederum hilft weltweit tätigen Unternehmen der Automobilindustrie dabei, gesetzliche und kundenspezifische Material Compliance-Vorgaben zu überprüfen und einzuhalten. Darin inbegriffen ist auch eine Ausstellung von Material Compliance Zertifikaten durch tec4U, die die Einhaltung der Vorgaben wie ELV, REACH, RoHS etc. bestätigen. Weiterhin bietet tec4U ein webbasiertes Gefahrstoffmanagementsystem inklusive Einrichtung und Pflege.

 
Quelle: UmweltDialog

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