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25.03.2016

Lebensmittel: Steht drauf, was drin ist?

Erdbeerjoghurt ohne Erdbeeren oder Lasagne mit Pferdefleisch – nicht immer bekommt der Verbraucher auf den Tisch, was er erwartet. Lebensmittelskandale haben viele Konsumenten misstrauisch gemacht, immer mehr achten auf Herkunft und Kennzeichnung ihrer Lebensmittel. Das geht aus einer im Frühjahr 2016 durchgeführten Umfrage im Auftrag des MSC unter mehr als 1.000 Verbrauchern hervor.

Kabeljau oder Pengasius?
Kabeljau oder Pengasius?

Erste Ergebnisse der Umfrage von GlobeScan, Mitglied des Globalen Paktes der Vereinten Nationen, zeigen, dass in Deutschland zwei Drittel (64 Prozent) der Konsumenten bezweifeln, beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten auch das in der Packung vorzufinden, was draufsteht. Drei Viertel (73 Prozent) der Befragten wünschen sich, ihren Fisch bis zu einer bekannten und vertrauenswürdigen Quelle zurückverfolgen zu können.

Diese Zahlen gehen Hand in Hand mit den jetzt veröffentlichten Ergebnissen der DNA-Tests von MSC-gekennzeichneten Fischprodukten. Die Tests wurden vom forensischen Institut der SASA an einer Stichprobe von 256 Produkten mit MSC-Siegel durchgeführt. Die Tests ergaben, dass 99,6 Prozent der getesteten Produkte mit MSC-Siegel korrekt gekennzeichnet waren, die Angaben auf der Produktverpackung also auch dem Produktinhalt entsprachen.

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Stefanie Kirse, Direktorin des MSC für den deutschsprachigen Raum, zu den Ergebnissen: „Vor dem Hintergrund, dass die jüngsten Lebensmittelkontrollen der EU und andere weltweite Untersuchungen von einer Fehlkennzeichnung bei bis zu 30 Prozent aller Fischprodukte ausgehen, sind unsere Testergebnisse bemerkenswert. Sie bestätigen, dass die strengen Rückverfolgbarkeitskriterien des MSC Wirkung zeigen und diesem Trend entgegenhalten.“

Fisch und Meeresfrüchte, die von MSC-zertifizierten nachhaltigen Fischereien gefangen wurden, werden weltweit in über 100 Ländern an mehr als 38.000 Standorten verarbeitet oder verkauft. Jeder dieser Standorte – ob Fischerei, Lieferant, Verarbeiter, Händler oder Restaurant – muss strenge Anforderungen erfüllen, um sicherzustellen, dass der Fisch rückverfolgbar und korrekt ausgezeichnet ist. „Der MSC Rückverfolgbarkeits-Standard“, so Martin Gill, Geschäftsführer der internationalen Zertifizierungsagentur Aurora Marine, „ist einer der strengsten der gesamten Lebensmittelindustrie. Die Ergebnisse der aktuellen DNA-Tests belegen seine Wirksamkeit eindrucksvoll.“ Der MSC Rückverfolgbarkeits-Standard wird von internationalen Marken und Händlern wie Iglo, IKEA, McDonald‘s oder Lidl genutzt, um die Nachhaltigkeit und die korrekte Auszeichnung ihrer Produkte sicherzustellen.

Alfred Schumm, leitender Fischereiexperte des WWF, betont: „Wenn Verbraucher nachhaltige Fischprodukte kaufen, belohnen sie verantwortungsvolle Fischer und deren Bemühungen zum Schutz unserer Meere. Eine Lieferkette, die vom Konsumenten bis zur nachhaltigen Fischerei rückverfolgt werden kann, ist die Grundlage für das Vertrauen der Konsumenten in Fischprodukte. Die Anforderungen zur Rückverfolgbarkeit des MSC tragen entscheidend zum Erhalt gesunder Fischbestände und Meeresökosysteme bei.“ Das MSC-Siegel gibt Verbrauchern die Sicherheit, dass der Fisch legal von einer nachhaltigen Fischerei gefangen wurde und entlang der Lieferkette vom Meer bis zum Teller rückverfolgt werden kann. Es ist als die weltweit glaubwürdigste und strengste Kennzeichnung für nachhaltige Fischerei anerkannt.

 
Quelle: UD/pm

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