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12.09.2017

NotrufPlus - Barrierefreier Notruf für Menschen mit Behinderung

In Brandenburg an der Havel ist jüngst offiziell der Pilotbetrieb für NotrufPlus, den bundesweit ersten barrierefreien Notruf für Menschen mit Behinderung (Gehörlose und blinde Menschen, Rollstuhlfahrer und Risikopatienten) gestartet. Das NotrufPlus-System, bestehend aus einer kostenlosen NotrufPlus-App (iOS/Android) und dem entsprechenden NotrufPlus-Kommunikations-System in der Leitstelle der Feuerwehr, wurde von der Technischen Hochschule Brandenburg in Kooperation mit der BürgerServiceNetz UG (haftungsbeschränkt) und dem BürgerServiceNetz e.V. entwickelt und wird jetzt über sechs bis zwölf Monate getestet.

Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann startete jetzt in der Rettungsleitstelle Brandenburg an der Havel offiziell den Pilotbetrieb für NotrufPlus, einen barrierefreien Notruf für Menschen mit Behinderung (Gehörlose und blinde Menschen, Rollstuhlfahrer und Risikopatienten). Bisher konnte die Rettungsleitstelle der Stadt Brandenburg an der Havel, wie auch die anderen Notrufleitstellen in Deutschland, lediglich ein Notfall-Fax (in Ausnahmefällen eine SMS) empfangen. Ein Dialog mit der notrufenden Person war so nicht möglich. Mit der jetzt gestarteten kostenlosen NotrufPlus-App (iOS/Android) und dem entsprechenden NotrufPlus-Kommunikations-System in der Leitstelle wird nun erstmals ein barrierefreier Notruf ermöglicht.

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Dabei werden mittels Internetkommunikation Informationen, wie der aktuelle per GPS ermittelte Standort und sowie vorher im Smartphone gespeicherte Nutzerdaten an die Leitstelle der oder des Notrufenden direkt übermittelt. Über eine integrierte Chat-Funktion können außerdem weitere Informationen ausgetauscht werden. Das NotrufPlus-System wurde von der Technischen Hochschule Brandenburg in Kooperation mit der BürgerServiceNetz UG (haftungsbeschränkt) und dem BürgerServiceNetz e.V. entwickelt. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Dietmar Wikarski von der TH Brandenburg und seinen Studenten im Fachbereich Wirtschaftsinformatik. Der Pilotbetrieb wird im Zusammenwirken mit der Berufsfeuerwehr Brandenburg an der Havel und den Mitgliedern des Behindertenbeirates der Stadt Brandenburg an der Havel organisiert und soll über sechs bis zwölf Monate laufen. Nach einem erfolgreichen Pilotbetrieb ist vorgesehen, NotrufPlus künftig für alle Bürger der Stadt verfügbar zu machen.

Die Stadt Brandenburg an der Havel erarbeitet gegenwärtig auf der Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention einen Teilhabeplan mit dem Ziel einer inklusiven Stadtgesellschaft. Als Maßnahme mit sehr hoher Priorität wird darin die Nutzbarkeit des Notrufsystems durch Menschen mit Behinderung formuliert. 

 
Quelle: UD/fo

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