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01.03.2016

Wie Hobbygärtner zum Moorschutz beitragen

Bis spätestens 2025 will toom das gesamte Erdensortiment seiner Qualitätseigenmarke und der Markenprodukte auf torffreie Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen umstellen. So können die Kunden bereits im Frühjahr 2016 fünf torffreie Sorten der Qualitätsmarke toom kaufen. Dazu gehört etwa die „toom“ Balkon- und Kübelpflanzenerde. Mit der Produkteinführung setzt die zur REWE Group gehörende Baumarktkette konsequent ihre Nachhaltigkeitsstrategie um. Diese zielt auf den kontinuierlichen Ausbau eines nachhaltigeren und umweltschonenderen Sortiments, insbesondere im Bereich der Eigenmarke.

Herkömmliche Blumenerde besteht zu 80 bis 90 Prozent aus dem organischen Sediment Torf, das durch die Trockenlegung von Mooren gewonnen wird. Bis jedoch in einem Moor eine ein Meter dicke Torfschicht entstehen kann, vergehen knapp 1.000 Jahre. Angaben des BUND zufolge wurden bis heute 99 Prozent aller Moore in Deutschland entwässert und abgebaut oder land- und forstwirtschaftlich genutzt. Wachsende, Torf aufbauende Moore sind somit auf einen Prozent ihrer ursprünglichen Ausdehnung geschrumpft.

Für die Artenvielfalt und das Klima spielen intakte Moore aber eine wichtige Rolle: „Im jährlich neu gebildeten Torf werden weltweit etwa 150 bis 250 Millionen Tonnen Kohlendioxid festgelegt“, so der BUND. Noch entscheidender ist aber ihre Funktion als historischer Kohlenstoff-Speicher. So binden Moore doppelt soviel Kohlenstoff wie alle Wälder der Welt zusammen. Werden sie entwässert, entweicht der Kohlenstoff als klimaschädigendes Kohlendioxid.

Warum sind Moore noch wichtig?

Artenvielfalt

Vielen bedrohten Tierarten dienen Moore als Rückzugsgebiete. Nahezu alle Amphibienarten sind dort anzutreffen. Seltene Libellen wie die Torf-Mosaikjungfer und die Kleine Moosjungfer tummeln sich zwischen Gräsern und Schilf. Gefährdete Vogelarten wie Goldregenpfeifer, Kornweihe und Bekassine brüten im Moor. Eine reich gedeckte Tafel finden in unberührten Mooren auch Sumpfrohrsänger, Wachtelkönig, Wiesenpieper, Graugänse und Kraniche.

Hochwasserschutz

Moore spielen eine wichtige Rolle im Landschaftswasserhaushalt. In einer niederschlagsreichen Zeit können sie schnell große Wassermengen aufnehmen und ganz allmählich wieder abgeben. Auf diese Weise funktionieren Moore wie Wasserspeicher, die die Gefahr von Überschwemmungen reduzieren.

Verbraucher haben die Wahl

Von den zehn Millionen Kubikmetern Torf, die jährlich in Deutschland verbraucht werden, entfällt ein großer Teil auf den Gartenbau. Dazu gehört auch der Bereich des Hobbygärtnerns. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2025 unser komplettes Erdensortiment sukzessive auf torffrei umzustellen, ohne dass unsere Kunden auf die gewohnte Qualität verzichten müssen“, erklärt Dominique Rotondi, Geschäftsführer Einkauf bei toom Baumarkt. „Das gilt sowohl für unsere Eigenmarkenprodukte als auch für Markenprodukte anderer Hersteller.“ Ausnahmen bilden hier Spezialerden für Pflanzen mit besonderen Bedürfnissen wie etwa Azaleen oder Rhododendren.

In allen anderen torfhaltigen „toom“ Erden soll in den kommenden Jahren stufenweise der Anteil von Torfersatzstoffen erhöht werden: „Außerdem arbeiten wir konsequent an der Entwicklung neuer, komplett torffreier Erdenprodukte unserer Qualitätseigenmarke. So setzen wir als Unternehmen ein klares Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz sowie für einen respektvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen“, sagt Rotondi weiter. Entscheiden sich Kunden also für diese neuen Produkte, tragen auch sie indirekt zum Moorschutz bei.

Ein Alleskönner

Das Unternehmen hat 2014 angefangen, Erden seiner Eigenmarke aus nachwachsenden Rohstoffen anzubieten. Dazu zählen die „toom“ Naturtalent-Kräuter-, Universal- sowie die Tomaten- und Gemüseerden aus torffreier Bio-Qualität. Diese Produkte besitzen ähnlich bodenverbessernde Eigenschaften wie torfhaltige Erden, versauern im Gegensatz zu Torf aber kaum die Böden. Sie werden auf der Basis von Grünschnittkompost, Rindenhumus und Holzfasern hergestellt und beinhalten zusätzlich Naturdünger. Während die Holzfasern für eine gute Wasser- und Luftdurchlässigkeit der Erde sorgen, erhöht der Grünschnittkompost den Humusgehalt der Böden. Torffreie Erden eignen sich für Zimmerpflanzen, Kübelpflanzen auf der Terrasse, Balkonbepflanzung oder für Beete im Garten.

Torffreie Erde.

Die in der torffreien Erde enthaltenen nachwachsenden Rohstoffe unterliegen einer Qualitätskontrolle der staatlichen Öko-Kontrollstelle Grünstempel, die durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zugelassenen ist. Darüber hinaus tragen einige dieser Produkte wie etwa die torffreie „toom“ Naturtalent-Universalerde bereits das REWE-Label PRO PLANET: „Es kennzeichnet Produkte, die nachhaltiger sind als herkömmliche, da sie durch ihre Herstellung, Verarbeitung oder Verwendung Menschen und Umwelt deutlich weniger belasten“, erklärt toom.

Weitere nachhaltige Produkte

Dank der nachhaltigeren Herstellung oder der umweltschonenderen Eigenschaften tragen noch weitere Produkte des Einzelhändlers das PRO PLANET-Label. Dazu gehören die „toom“ Dispersionsfarben Komfortweiß, Superweiß und Premiumweiß sowie das Eigenmarken-Leimholz und -Laminat. Als erstes Unternehmen auf dem deutschen Markt bietet toom seine weiße Dispersionsfarbe und seine 2 in 1 Lacke in einem Recyclat-Gebinde an, das komplett aus recyceltem Kunststoff besteht.

Außerdem hat toom mehr als drei Viertel seiner Eigenmarken-Lasuren auf umweltverträgliche Alternativen auf Wasserbasis ohne organische Lösungsmittel umgestellt. Des Weiteren bietet das Unternehmen ein umfangreiches Sortiment FSC- und PEFC-zertifizierter Produkte aus Holz oder Papier an.

 
Quelle: UmweltDialog

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