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Dienstag, 06.Dezember 2016
Brennwert-Check für den Heizungskessel zoom

31.12.2014

Brennwert-Check für den Heizungskessel

Fast 4.000 private Brennwertheizungen haben Experten der Verbraucherzentrale Energieberatung in den vergangen Jahren überprüft. Ihre Erkenntnis: Viele Heizungskessel sind für das betroffene Haus zu groß. "Brennwertheizungen sind eigentlich besonders effizient, weil sie die Wärme des Wasserdampfs in den Abgasen nutzen", erklärt Bert Jenner, Energieberater der Verbraucherzentrale Hamburg. In der Praxis arbeiten jedoch bis zu zwei Drittel der Geräte nicht optimal.

Besonders ärgerlich für Heizungsbesitzer: "Immer noch werden viele überdimensionierte Heizkessel installiert", berichtet Bert Jenner: "Ein zu starker Wärmeerzeuger produziert mehr Wärme, als das System benötigt. Deshalb schaltet das Gerät häufig ab und kurze Zeit später wieder an. Es läuft kaum im ruhigen Normalbetrieb. Dadurch verschleißt es deutlich schneller." Dieses Phänomen ist auch unter Umweltschutzaspekten problematisch, da beim Start des Wärmeerzeugers mehr Schadstoffe ausgestoßen werden als im laufenden Betrieb.

Bei der Planung einer neuen Heizungsanlage müsse deshalb unbedingt eine individuelle sogenannte Heizlastberechnung durchgeführt werden, fordert Jenner. Nur so könne die optimale Kesselgröße ermittelt werden. Alarmierend ist noch ein weiterer Befund der Brennwert-Checks: Steht ein Heizkessel in einem unbeheizten Raum, müssen Rohrleitungen und Armaturen sorgfältig gedämmt sein, sonst geht darüber viel Heizwärme ungenutzt verloren.

Nicht einmal bei einem Viertel der untersuchten Systeme ist dies jedoch vorschriftsmäßig ausgeführt. Dieses Problem kann schnell und kostengünstig behoben und damit viel Energie gespart werden. Schwachstellen entstehen aber auch durch Bedienungsfehler. So glauben viele Heizungsbesitzer, ein konstanter Betrieb sei energiesparend, tatsächlich lohnt sich aber eine Nachtabsenkung - auch tagsüber, wenn niemand zuhause ist. 

Check für alle Verbraucher durchführbar

Zudem entstehen oft hohe Verbräuche durch eine mehrstufigen Umwälzpumpe, die auf der höchsten Stufe läuft. "In solchen Fällen sollte die Pumpe auf eine kleinere Stufe umgestellt werden und bei nächster Gelegenheit eine Hocheffizienzpumpe eingebaut werden", empfiehlt Jenner.

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Der Brennwert-Check der Verbraucherzentrale Hamburg ermittelt, wie effizient der eigene Kessel arbeitet und mit welchen Maßnahmen die Heizleistung optimiert werden kann. Den Check können alle Verbraucher durchführen lassen, die ein Brennwertgerät besitzen.

Dank der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium fällt nur eine Kostenbeteiligung von 30 Euro an. Da für den Brennwert-Check Messgeräte installiert und wieder abgebaut werden müssen, sind zwei Termine im Abstand von wenigstens 24 Stunden notwendig. Achtung: Der Brennwert-Check kann nur in der Heizperiode durchgeführt werden.

 
Quelle: UD/pm

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