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Datability – Herausforderung und Chance für die Hausgerätebranche zoom

23.01.2015

Datability – Herausforderung und Chance für die Hausgerätebranche

Vernetzte Hausgeräte eröffnen neue Möglichkeiten, den Alltag bequemer zu gestalten: Der Kühlschrank erstellt eine Einkaufsliste oder die Waschmaschine wäscht selbstständig dann, wenn der Strom am günstigsten ist. Welche Bedürfnisse und Anforderungen haben Verbraucher mit Blick auf Nutzwert und Datensicherheit? Antworten darauf liefert der kürzlich von der BSH veröffentlichte Consumer Data Trust Report.

Vernetzte Hausgeräte sollen in Zukunft das Zuhause in ein „Smart Home“ verwandeln. Die Steuerung erfolgt in der Regel via App über das Smartphone oder den Tablet-Computer. Zusätzlich liefern die Apps praktische Informationen wie etwa den Status der Lebensmittelvorräte im Kühlschrank oder auch Kochrezepte.

Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid hat die BSH Konsumenten in Deutschland und Österreich befragt, um herauszufinden, welche Anforderungen sie an vernetzte Hausgeräte und welche Erwartungen sie dabei auch im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit haben. Die Ergebnisse liefert der Consumer Data Trust Report, den der Hausgerätehersteller jetzt veröffentlicht hat.

Noch steht die Vernetzung von Hausgeräten am Anfang: Laut Report kennen zwar rund 70 Prozent der Befragten hierzulande vernetzte Hausgeräte, aber erst 14 Prozent von ihnen nutzen schon jetzt bestimmte Smart-Home-Apps im Alltag, um zum Beispiel ihr Fernsehgerät zu steuern. Für die Zukunft kann sich laut Umfrage aber etwa ein Drittel der Befragten vorstellen, solche Produkte und Services zu nutzen.

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Hohe Ansprüche an Datensicherheit

Mit der Nutzung digitaler Services geht oftmals eine Abfrage privater Daten einher. Viele Verbraucher sorgen sich hier um den Schutz ihrer Daten. So glauben mehr als die Hälfte der Befragten in Deutschland und Österreich, dass über vernetzte Hausgeräte mehr Informationen abgefragt und gesammelt werden als nötig. Anwender von Smart-Home-Lösungen prüfen daher bei jeder Anwendung aufs Neue, welchen Mehrwert die Lösung Ihnen bietet und wägen danach ab, welche Daten sie angeben. Sofern Zweck und Nutzen der Datenangabe für die Anwendung klar erkennbar sind, geben Kunden ihre Daten bereitwillig weiter. So sind sie zum Beispiel bereit, für die Bestellung von Ersatzteilen oder die Kommunikation mit dem Kundenservice Adressdaten anzugeben. Sehr persönliche Daten, zum Beispiel zu Allergien und Krankheiten, möchte ein Großteil der Befragten in beiden Ländern dagegen nicht ohne Weiteres angeben. Wenn es allerdings um Rezeptempfehlungen geht, sind nur noch rund 30 Prozent der Befragten skeptisch. Auch praktische Tipps, etwa zum Energiesparen, finden bei mehr als der Hälfte der Befragten in Deutschland und Österreich Zuspruch.

Transparenz schaffen, Misstrauen ausräumen

Sowohl der Nutzen als auch die Datensicherheit spielen für Verbraucher bei der Anwendung von Smart-Home-Lösungen also eine entscheidende Rolle. Sie wünschen sich verständliche Technologien und klare Angaben des Herstellers, wofür bestimmte private Daten benötigt werden. Welche Herausforderungen ergeben sich vor diesem Hintergrund für Hausgerätehersteller beim Thema Vernetzung? Für die BSH sind die Umfrageergebnisse ein Auftrag an die gesamte Branche, der Nutzung und dem Umgang mit Daten einen besonderen Stellenwert beizumessen. Auf der Suche nach innovativen Produkten muss das Thema Verantwortung stets im Mittelunkt stehen, heißt es dazu seitens des Unternehmens. „Um Transparenz zu schaffen und Misstrauen auszuräumen, setzt die BSH auf hohe Sicherheitsstandards und den Dialog mit den Kunden“, erklärt Dr. Karsten Ottenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Wir nehmen die Wünsche und Bedenken der Konsumenten hinsichtlich des Umgangs mit Daten aus vernetzten Hausgeräten sehr ernst, denn nur mit dem Vertrauen der Konsumenten können wir die Potenziale der neuen Technologien effektiv nutzen.“ Laut Umfrage genießen bei den Befragten Traditionsmarken wie Bosch und Siemens besonderes Vertrauen im Umgang mit Daten.

Eine App für alle Hausgeräte

Die Kompatibilität von Produkten und Anwendungen unterschiedlicher Marken ist eine weitere Herausforderung für die Hersteller: Die meisten Haushalte besitzen Geräte verschiedener Marken. Die Mehrheit der Befragten in Deutschland und Österreich wünscht sich einheitliche, herstellerübergreifende Standards, mit denen die Steuerung vernetzter Hausgeräte unterschiedlicher Marken noch einfacher wird. Mit der von der BSH entwickelten Plattform „Home Connect“, die Hausgeräte verschiedener Marken vernetzen kann und die sich durch hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards auszeichnet, ist der erste Schritt in diese Richtung getan. Seit Dezember 2014 ist die vom TÜV IT geprüfte Home-Connect-App für Smartphones mit iOS-Betriebssystem erhältlich. Damit lassen sich Geräte ab sofort auch von unterwegs aus steuern. Die ersten Backöfen und Geschirrspüler mit Home Connect Funktion sind seit Dezember 2014 in Deutschland und Österreich im Markt. BSH-Chef Ottenberg verspricht: „Unter dem Motto ‚One app for all appliances and all brands‘ wird Home Connect Schritt für Schritt Produkte und Marken der BSH miteinander vernetzen und ist offen für andere Hersteller sowie weitere Services und Dienstleistungen.“

 
Quelle: UmweltDialog

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