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25.10.2013

Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung macht Unternehmen stark

Partnerschaftliches Unternehmensengagement und Bürgerbeteiligung waren die Themenschwerpunkte der 9. Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Unter dem diesjährigen Motto „Engagement macht stark!“ führten dazu bundesweit Bürger, Vereine, Stiftungen oder Unternehmen im September hunderte von Hilfsaktionen durch. Das Beispiel der Deutschen Telekom zeigt, wie sich Mitarbeiter an verschiedenen Projekten der Aktionswoche beteiligten. Eine besondere, da gemeinsame Aktion, die in der Woche des bürgerschaftlichen Engagements stattfand, wurde vom Unternehmensnetzwerk „WIE - Wirtschaft. Initiative. Engagement“ organisiert.

Handys sollten auch von beeinträchtigten Menschen bedient werden können. Fotos (2): Deutsche Telekom
Handys sollten auch von beeinträchtigten Menschen bedient werden können. Fotos (2): Deutsche Telekom

Junge Menschen, die nach der Schule von ihren Eltern nicht beaufsichtigt werden, sind in Berlin-Marzahn keine Seltenheit. Sie finden eine Anlaufstelle im Kinder- und Jugendhaus Bolle. Täglich kommen bis zu 100 von ihnen, um Mittag zu essen, gemeinsam zu spielen oder Hausaufgaben zu machen: „Bildung und ein damit einhergehender guter Schulabschluss ist für viele Kinder der einzige Ausweg aus sozial schwachen Strukturen. Des Weiteren sorgen wir mit unseren Aktivitäten präventiv dafür, dass Kinder erst gar nicht auf der Straße landen“, informiert der Verein Straßenkinder e.V.,  der Haus Bolle betreibt. Von diesem Konzept zeigte sich auch die Deutsche Telekom begeistert. Im Rahmen der 9. Woche des bürgerschaftlichen Engagements haben Angestellte des Telekommunikationskonzerns und freiwillige Helfer von IBM bei Renovierungsarbeiten mitgeholfen und die Mitarbeiter des Vereins bei der täglichen Arbeit unterstützt. Hier standen Hausaufgabenbetreuung und Ausflüge auf dem Programm.

Während in Berlin die Kinder im Mittelpunkt der Hilfsaktionen standen, konzentrierten sich Telekom-Mitarbeiter der Unternehmenszentrale in Bonn auf die Unterstützung von Menschen mit geistiger Behinderung. Zusammen mit Beschäftigten der Stadt Köln schulten sie über 20 Bewohner von Einrichtungen der Lebenshilfe Bonn im Umgang mit mobilen Endgeräten: „Dabei konnten sie beispielsweise lernen, wie man eine SMS sendet, eine kostenlose E-Mail-Adresse einrichtet oder Fahrpläne für Bus und Bahn online recherchiert“, erklärt Katja Brösse, aus der Corporate Responsibility Abteilung der Deutschen Telekom.

Wirtschaft. Initiative. Engagement

Die hier vorgestellten Projekte waren Bestandteil einer gemeinsamen Aktion des Unternehmensnetzwerks „WIE - Wirtschaft. Initiative. Engagement.“, einem Zusammenschluss gesellschaftlich engagierter Unternehmen zur Förderung von Corporate Volunteering, anlässlich der Woche des bürgerschaftlichen Engagements. So initiierten Mitgliedsunternehmen wie die Deutsche Telekom in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen eintägige Projekte, an denen Angestellte des eigenen Unternehmens ebenso wie Beschäftigte anderer Betriebe oder öffentlicher Einrichtungen teilnehmen konnten. Auf diese Weise sollten Arbeitgeber sektorenübergreifend dazu angeregt werden, eigene Corporate Volunteering-Projekte umzusetzen: „Als eines der größten Unternehmen in Deutschland wollen wir die künftige der Entwicklung der Gesellschaft aktiv mitgestalten.“, erklärt Birgit Klesper, Senior Vice President Group Transformational Change and Corporate Responsibility bei der Deutschen Telekom. „Dabei ist es wichtig zu sehen, dass die großen gesellschaftlichen Herausforderungen nur im Zusammenschluss aller Akteure - Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bewältigt werden können.“ Aus diesem Grund arbeitet das Netzwerk WIE projektbezogen mit dem Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zusammen.

So funktioniert Corporate Volunteering bei der Deutschen Telekom.
So funktioniert Corporate Volunteering bei der Deutschen Telekom.

Programm „engagement@telekom“

Wie Corporate Volunteering in die Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens erfolgreich integriert wird, zeigt das Programm „engagement@telekom“ des Telekommunikationsunternehmens. Hier bündelt die Deutsche Telekom alle ehrenamtlichen Aktivitäten ihrer Mitarbeiter in Deutschland. Zu finden sind die Projekte auf der dazugehörigen Intranet-Plattform. So bekommen die Angestellten schnell einen Überblick über Engagement-Möglichkeiten, an denen sie sich privat oder im Rahmen eines gemeinnützigen Teambuildings beteiligen können oder tragen eigene Projektvorschläge ein. Ein wichtiges Kriterium ist, dass die Aktionen oder Programme auf mindestens eines der drei Handlungsfelder der Corporate Responsibility Strategie des Unternehmens einzahlen: dazu gehören Projekte, die Wege zu einer klimaneutralen Umwelt schaffen, Zugang zur Wissens- und Informationsgesellschaft herstellen oder Helfer dazu befähigen Hilfe zu leisten.

Des Weiteren können Mitarbeiter des Konzerns Fördergelder für gemeinnützige Organisationen beantragen, bei denen sie sich privat engagieren. Auf diese Weise wurden bis Ende 2012 über 300 gemeinnützige Projekte unterstützt. Darüber hinaus bekommt das bürgerschaftliche Engagement einen immer größeren Stellenwert bei den Aus- und Weiterbildungsprogrammen des Unternehmens. Um das Engagement der Auszubildenden zu würdigen, wird jährlich das wirkungsvollste Projekt im Wettbewerb „Verantwortung gewinnt!“ prämiert. Insgesamt nahmen im vergangenen Jahr fast 15.000 Telekom-Mitarbeiter ehrenamtlich an gemeinnützigen Projekten im Rahmen des Programms „engagement@telekom“ teil. Durch das ehrenamtliche Handeln unserer Mitarbeiter wird die Verantwortung des Konzerns lebendig und bekommt ein persönliches Gesicht. Darüber hinaus wissen wir, dass Unternehmen, die eine Nachhaltigkeitsstrategie und insbesondere die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung konsequent umsetzen, krisenrobuster und nachweislich profitabler sind“, führt Birgit Klesper weiter aus.

Damit benennt Klesper positive Effekte, die Unternehmen durch die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements ihrer Mitarbeiter erzielen. So profitieren die Betriebe nicht nur durch die öffentliche Wahrnehmung als Corporate Citzen und vertiefen ihre Kontakte zu zivilgesellschaftlichen Stakeholdern, sondern stärken gleichzeitig die sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter und steigern ihre Zufriedenheit : „Das gemeinschaftliche Engagement hat große Strahlkraft und besitzt in Sachen Teammotivation eine stärkere Nachhaltigkeit, die mit herkömmlichen Mitarbeiter-Events nicht zu vergleichen ist“, sagt Birgit Klesper.

Im Rahmen des Programms „engagement@telekom“ stellen die Bonner jährlich 250.000 Euro für die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitarbeiter zur Verfügung. In bestimmten Fällen können die Mitarbeiter auch direkt im Rahmen per Online-Voting mitbestimmen, welche Organisationen besonders gefördert werden. „Auch über die Verwendung der Malusbeträge, mit denen sich die Nutzer CO2-intensiver Fahrzeuge aus der Dienstwagenflotte an den höheren Mobilitätskosten und der höheren Umweltbelastung beteiligen müssen, entscheiden in diesem Jahr die Mitarbeiter“, informiert das Unternehmen.

Engagement konzernweit

Die jeweiligen Telekom-Gesellschaften anderer Länder setzen das Programm  „engagement@telekom“ über nationale Projekte und Kooperationen um. So ruft die kroatische Beteiligungsgesellschaft T-Hrvatski Telekom beispielsweise jährlich dazu auf, im Rahmen des Wettbewerbs „Together we are stronger“ Projekte zu wählen, die mit Hilfe von Spenden realisiert werden. In Großbritannien wiederum können sich die Angestellten von T-Systems einen Tag pro Jahr für eine gemeinnützige Organisation ihrer Wahl engagieren. Das dazu konzipierte Buchungssystem erfasst die Einsatztage und über einen dazugehörigen Blog können die Helfer über ihr Engagement berichten. In 2012 engagierten sich konzernweit knapp 15.000 Mitarbeiter ehrenamtlich.

 
Quelle: UD

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