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23.09.2013

Bayer verstärkt Kampf gegen vernachlässigte Tropen-Krankheiten

Die Bayer Cares Foundation, die Sozialstiftung von Bayer, hat mit der Caritas Argentinien den Grundstein für ein neues Projekt zur Bekämpfung der Chagas-Krankheit in Argentinien gelegt. Die Chagas-Krankheit gehört immer noch zu den Krankheiten mit einem hohen medizinischen Bedarf, da die leichten, grippeähnlichen Symptome eher unspezifisch sind und daher oft falsch interpretiert werden. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll die Aufklärung über die Chagas-Krankheit sowie ihre Früherkennung in den kommenden vier Jahren in den ländlichen Gebieten Argentiniens verbessert und das Bewusstsein über mögliche Schutzmaßnahmen in der Bevölkerung gestärkt werden. Die Bayer-Stiftung wird die Umsetzung des Projektes mit 665.000 Euro, verteilt über vier Jahre, ermöglichen.

Vor allem Kinder stellen eine besonders gefährdete Risikogruppe der Chagas-Krankheit dar, Foto: Marion Lenzen
Vor allem Kinder stellen eine besonders gefährdete Risikogruppe der Chagas-Krankheit dar, Foto: Marion Lenzen

Die Chagas-Krankheit ist eine Infektionskrankheit, an der rund 10 Millionen Menschen, vor allem in den ländlichen Gebieten Südamerikas, leiden. Erreger ist der durch Raubwanzen übertragene einzellige Parasit Trypanosoma cruzi. Bei Nichtbehandlung endet die Krankheit nicht selten tödlich, durch eine rechtzeitige Behandlung im akuten Stadium kann sie aber geheilt werden.

Im Rahmen des Projektes werden Caritas- und Bayer-Mitarbeiter Schulen in ländlichen Gegenden, die oft von der Gesundheitsversorgung abgeschnitten sind, besuchen, um vor Ort umfassende und altersgerechte Aufklärungsarbeit über die Chagas-Krankheit zu leisten. Hierbei steht die spielerische Aufklärung von Schulkindern im Fokus. Sie stellen eine besonders gefährdete Risikogruppe dar und können darüber hinaus die erworbenen Kenntnisse in ihren Familien weitergeben. Um das Wissen über die Verbreitung der Krankheit zu vergrößern, werden außerdem vor allem in abgelegenen Gebieten Bluttests durchgeführt, anhand derer eine Infektion mit der Krankheit diagnostiziert werden kann. Ein Projektbüro in Buenos Aires wird die gewonnenen Erkenntnisse bündeln und in enger Zusammenarbeit mit den staatlichen Gesundheitsbehörden weiter analysieren und in Präventionsmaßnahmen überführen.

"Durch Vorsorge könnten viele Fälle der Chagas-Krankheit verhindert werden. Deswegen muss noch viel mehr in Bildung und Aufklärung investiert werden", erklärt Horacio Cristiani, Leiter der Caritas Argentinien und ergänzt: "Mit Bayer haben wir einen starken Partner gefunden, der uns nicht nur dabei helfen kann, die Datenlage zu verbessern, um gezieltere Maßnahmen gegen die Krankheit zu ergreifen, sondern auch durch aktive Aufklärung die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren."

"Wir wollen die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen nachhaltig verbessern", so Professor Dr. Wolfgang Plischke, Leiter der Bayer HealthCare AG. "Dies ist eine Aufgabe, die keine Hilfsorganisation, keine Regierung, kein Unternehmen, kein Forschungsinstitut allein bewältigen kann. Gemeinsam mit Caritas Argentinien wollen wir in einem ersten Schritt das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedrohung durch die Chagas-Krankheit schärfen."

Entwickelt wurde das Konzept von einem interdisziplinären Team aus internationalen Bayer-Nachwuchsführungskräften und Bayer-Mitarbeitern aus Argentinien im Rahmen eines konzernübergreifenden Programmes, das globales Talent-Management und die Förderung des freiwilligen Engagements von Bayer HealthCare-Mitarbeitern aus dem jeweiligen Projektland vereint: Die Aufgabenstellung lautete, gemeinsam ein nachhaltiges Konzept gegen die Chagas-Krankheit zu erarbeiten, das durch seinen Modellcharakter auf andere Länder und Projekte übertragbar ist.

"Dieses Programm hat uns gezeigt, welchen gesellschaftlichen Beitrag ein Team aus hochmotivierten und kreativen Mitarbeitern leisten kann", so Bayer-Stiftungsvorstand Thimo V. Schmitt-Lord. "Durch die Bündelung aller Kompetenzen, die Bayer auf dem Gebiet Gesundheit besitzt, haben wir es geschafft, ein innovatives Projekt auf die Beine zu stellen, mit dem wir helfen können, eine Versorgungslücke zu schließen."

Bereits seit 2004 unterstützt Bayer HealthCare den Kampf gegen die Chagas-Krankheit auf einem weiteren Wege: Das Unternehmen versorgt die WHO mit Nifurtimox-Tabletten sowie finanziellen Hilfen für Logistik und Distribution des Medikaments. Darüber hinaus unterzeichnete Bayer HealthCare gemeinsam mit zwölf weiteren Pharmaunternehmen die London Declaration on Neglected Tropical Diseases, die es sich zum Ziel gesetzt hat, zehn vernachlässigte tropische Erkrankungen zu eliminieren oder besser zu kontrollieren.

 
Quelle: UD / cp

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