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11.06.2013

McDonald‘s Kinderhilfe Stiftung weitet Engagement in Deutschland aus

Seit mehr als 25 Jahren widmet sich die McDonald’s Kinderhilfe dem Wohl schwer kranker Kinder und deren Familien. In Mainz soll noch in diesem Jahr das 19. Ronald McDonald Haus Deutschlands entstehen: dafür werden allerdings noch etwa 300.000 Euro benötigt. Gemeinsam mit Schirmherrin Yvonne Ransbach, Moderatorin und langjähriges Gesicht der ZDF-Sendung Hallo Deutschland, wirbt die Stiftung bei Unternehmen und Privatpersonen für das Projekt.

Das neue Ronald McDonald Haus in Mainz wird in der Näher des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gebaut und pro Jahr etwa 300 Familien ein Zuhause auf Zeit bieten. Foto: McDonald's
Das neue Ronald McDonald Haus in Mainz wird in der Näher des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gebaut und pro Jahr etwa 300 Familien ein Zuhause auf Zeit bieten. Foto: McDonald's

Für die Familie Teschner kam die Diagnose völlig überraschend. Ihr kleiner Sohn Tom, sechs Jahre alt, litt an einer ererbten Immunschwäche, die ohne medizinische Behandlung zum Tod geführt hätte. Eine Knochenmarktransplantation im Berliner Charité Campus Virchow-Klinikum rettete dem kleinen Tom das Leben. Über ein Jahr verbrachte er dafür auf der Isolierstation des Krankenhauses. Um während und nach der Operation an der Seite ihres Sohnes zu sein, zogen die Teschners in eines von 18 Ronald McDonald Häusern in Deutschland. Gerade während der schwierigen Quarantänezeit nach der Operation war es für Tom wichtig, seine Eltern und seinen Bruder regelmäßig sehen zu können. Auch die anschließende Regenerationsphase konnte die Familie in einem Apartment der Stiftung verbringen.

Um noch mehr Familien mit kranken Kindern zu erreichen, plant die McDonald’s Kinderhilfe weitere Häuser in Deutschland. Neben Sankt Augustin und Hamburg-Altona soll auch in Mainz noch 2013 ein weiteres Wohnprojekt realisiert werden. Dort sind in unmittelbarer Nähe des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 12 Apartments in drei Häusern geplant. Schirmherrin Yvonne Ransbach unterstützt diese Idee gerne: „Das Konzept der Ronald McDonald Häuser hat mich sofort überzeugt. Ich freue mich deshalb sehr, einen kleinen Beitrag leisten zu können, dass schwer kranke Kinder ihre Familie in der Nähe haben können.“ Über ein Jahr verteilt können nach der Fertigstellung bis zu 300 Familien von dem Angebot profitieren. Bis zur Eröffnung fehlen allerdings noch 321.000 Euro, die in den kommenden Wochen durch Spendenaktionen und freiwillige Unterstützer aufgebracht werden sollen.

Kranke Kinder brauchen ihre Familie

Insgesamt gibt es mittlerweile fast 350 Häuser dieser Art weltweit. Das Konzept ist dabei überall gleich: In der Nähe von Kinderkliniken oder Krankenhäusern mit speziellen Kinderstationen gebaut, bieten die Häuser vorrangig einen Ruhepol für die betroffenen Familien. Gerade der direkte Kontakt zwischen dem kranken Kind und seinen Angehörigen ist für den Heilungsprozess oftmals von entscheidender Bedeutung. Das betont auch Dr. Irene Schmid vom Klinikum München: „Ohne Elternteil geht keine Chemotherapie.“ Die Kinder bräuchten Vater und Mutter, um in der ungewohnten und oft ja auch schmerzhaften Situation ein Gefühl für Normalität bewahren zu können . Der positive Einfluss der Eltern auf den Heilungsprozess bei Kindern ist auch durch aktuelle Forschungen belegt. So stellte eine Studie der Universität Groningen einen direkten Zusammenhang zwischen der räumlichen Nähe von Eltern und dem positiven Verlauf einer schweren Krankheit her. 

Neben dem Engagement für die langfristige Unterstützung von Familien fördert die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung auch die Einrichtung von sogenannten Ronald McDonald Oasen. Diese sind integraler Bestandteil von Kinderkliniken und bieten Familien, deren Kinder nicht stationär behandelt werdenmüssen, eine Rückzugsmöglichkeit zwischen einzelnen Terminen. Momentan existieren drei dieser Oasen in Erlangen, Sankt Augustin und Köln - weitere sind geplant. Vervollständigt wird das Engagement durch das Kindergesundheitsmobil in Essen und dem Förderprogramm. Beim Kindergesundheitsmobil arbeitet die Kinderhilfe eng mit der Stadt Essen und dem Deutschen Kinderschutzbund an der Weiterentwicklung bestehender Präventionsangebote. Zwar betonen die Partner, dass das Angebot keinen Arztbesuch ersetzt, allerdings trügen „die Leistungen des Kindergesundheitsmobils positiv zur Entwicklung der Kinder bei.“ Mit dem Förderprogramm unterstützt die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung deutschlandweit ausgewählte Initiativen und Einrichtungen für hilfsbedürftige Kinder.

Hilfe in Deutschland

McDonald’s Deutschland beteiligte sich 2012 an der Errichtung und dem Unterhalt der Häuser, Wohlfühloasen und der Entwicklung von Konzepten wie etwa dem Kindergesundheitsmobil mit mehr als acht Millionen Euro: Gemeinsam mit Franchise-Nehmern und Lieferanten unterstützte das Unternehmen die McDonald’s Kinderhilfe mit Spendenaktionen, Charitéprodukten und der Einbindung von Mitarbeitern. Das neue Haus in Mainz soll noch 2013 eingeweiht werden und ist damit das erste seiner Art in Rheinland-Pfalz. Restaurant-Besucher können die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung entweder mit einer direkten Spende oder dem Kauf spezieller Produkte, wie dem Schokomonk-Riegel oder der Vitalkekse, unterstützen.

Hintergrund

Die Idee für die Ronald McDonald Häuser geht auf Ray Kroc, den Gründer der McDonald’s Franchise-Kette, zurück. Dieser war unter anderem Unterstützer des Football-Teams „Philadelphia Eagles“. Als die Tochter des Spielers Fred Hill 1974 an Leukämie erkrankte, rieten die Ärzte den Eltern, für die Zeit der Behandlung in der Nähe ihrer Tochter zu bleiben. Die Mannschaft der Eagles organisierte daraufhin eine Spendenaktion, um Hill und seiner Frau den Aufenthalt während der langwierigen Behandlungsphase zu finanzieren. Ray Kroc versprach jeden gesammelten Dollar zu verdoppeln. „Ich spende nicht, um Steuern zu sparen. Ich spende vielmehr, weil es mir Freude macht, zu helfen. Ich möchte mein Glück mit anderen teilen,“ so Kroc.

Überrascht von der positiven Resonanz der Aktion konnten die Beteiligten bereits im selben Jahr das erste Ronald McDonald Haus in Philadelphia einweihen. Drei Jahre später kam ein weiteres Haus in Chicago hinzu. Mittlerweile gibt es weltweit 324 Häuser in 32 Ländern.

 
Quelle: UD

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