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29.11.2012

Rahmenbedingungen für Social Entrepreneurs verbessern

Unternehmen und Social Entrepreneurs können viel voneinander lernen, wenn sie sich auf Augenhöhe begegnen. Zu diesem Ergebnis sind gestern rund 50 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in einer Panel-Diskussion gekommen, die der gemeinnützige Verein UPJ und Telefónica Deutschland veranstaltet haben. In der Berliner Hauptstadtrepräsentanz von Telefónica ging es um die Frage "Unternehmenskooperationen und digitales Arbeiten: Must-Haves für erfolgreiche Sozialunternehmer!?".

Foto: Telefónica
Foto: Telefónica

Moderiert von dem Chefredakteur des enorm Magazins, Thomas Friemel, diskutierten Dr. Hartmut Kopf, Leiter World Vision Institut für Forschung und Innovation, Carolin Silbernagl, Vorstandsvorsitzende und Mitgründerin dotHIV, Nadine Schön, MdB, Norbert Kunz, Geschäftsführer iq consult, und Tanja Kufner, Direktorin Wayra Academy Deutschland von Telefónica in Deutschland. Telefónica Deutschland hatte diese Panelisten eingeladen, um mit ihnen in den Dialog zu treten.

Auf dem Panel stellte Hartmut Kopf eingangs die großen Chancen, aber auch die Herausforderungen bei der Kooperation von Unternehmen und Social Entrepreneurs dar: "Soziale Institutionen haben in den letzten Jahren viel von klassischen Unternehmen gelernt und sich enorm professionalisiert. Sozialunternehmer sind Experten, wenn es darum geht, unter erschwerten Bedingungen zu arbeiten - eine Kompetenz, die auch klassische Unternehmen stärker lernen müssen. Das macht die Kooperation so spannend. Dabei ist es aber für Sozialunternehmer wichtig, ihre Identität zu wahren, nur so bleiben sie als Kooperationspartner attraktiv."

Aus Sicht der Politik wies Nadine Schön auf das Potenzial der Zusammenarbeit hin: "Wir sind in Deutschland der Sozialen Marktwirtschaft verpflichtet - mit Social Entrepreneurs bekommen wir da eine neue Dynamik. Ich erlebe die Gründerszene in Berlin und anderswo als sehr spannend, soziale und wirtschaftliche Akteure müssen sich aber noch stärker annähern. Das gilt für Wirtschafts- und Sozialpolitiker im gleichen Maße wie für Wirtschafts- und Sozialunternehmen."

Welche zentrale Rolle digitale Technologien für die Dynamik von sozialen Geschäftsmodellen spielt, unterstrich Norbert Kunz: "Sozialunternehmer lösen gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Mitteln. Die digitale Welt bietet ihnen dabei neue Problemlösungstechniken, die wir vor 10-15 Jahren noch gar nicht geahnt haben. Ich schätze, dass 75 Prozent der Social Entrepreneurs digitale Technik als Teil der Problemlösung einsetzen."

Mit dem Programm "Wayra" setzt Telefónica genau auf die Innovationskraft digitaler Technologien, wie Tanja Kufner herausstellte: "Wir fördern weltweit aktuell rund 175 junge Gründer, darunter auch einige Social Entrepreneurs. Mich begeistern ihre Ideen und ihre Dymanik. Wir denken deshalb darüber nach, bei Wayra soziale Geschäftsmodelle zu berücksichtigen. Die Bedürfnisse von klassischen und Social Entrepreneurs unterscheiden sich gerade bei der Gründung oft nicht so stark - und gerade hier können wir mit Know-how und auch finanziellen Investitionen helfen."

Carolin Silbernagl berichtete von den Herausforderungen, die Social Entrepreneurs in der Gründungsphase erleben. "Da sind wir schon auf Unterstützung angewiesen. Bei Vertragsverhandlungen brauchen wir juristische Expertise, Arbeitsräume müssen finanziert werden. Ich bin mir sicher: Gäbe es noch mehr Unterstützungsangebote, würden wir noch mehr soziale Gründungen sehen. Und davon würden am Ende wir alle profitieren."

Auch die Teilnehmer aus dem Publikum sahen in dem beiderseitigen Know-how-Transfer einen potenziellen Hebel dafür, die Reichweite und Wirkung sozialer Innovationen zu steigern. Wie dies praktisch gelingen kann, steht auch im Mittelpunkt eines Online-Dialogs auf www.diskutiere.de.

Telefónica Deutschland Holding AG, notiert an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard, gehört mit seiner hundertprozentigen, operativ tätigen Tochtergesellschaft Telefónica Germany GmbH & Co. OHG zu Telefónica Europe und ist Teil des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica S.A. Das Unternehmen bietet mit der Produktmarke o2 Privat- wie Geschäftskunden in Deutschland Post- und Prepaid-Mobilfunkprodukte sowie innovative mobile Datendienste auf Basis der GPRS-, UMTS- und LTE-Technologie an. Darüber hinaus stellt es als integrierter Kommunikationsanbieter auch DSL-Festnetztelefonie und Highspeed-Internet zur Verfügung. Telefónica Europe hat mehr als 105 Millionen Mobil- und Festnetzkunden in Spanien, Großbritannien, Irland, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Deutschland.

UPJ ist das Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen, indem sie neue Verbindungen zwischen Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Verwaltungen schaffen. Diese Akteure unterstützt der gemeinnützige UPJ e.V. darüber hinaus mit Informationen und Beratung bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Corporate Citizenship und Corporate Social Responsibility Aktivitäten.

 
Quelle: UD / cp

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