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11.05.2011

Breites Engagement der Bayer-Stiftung in der Schullandschaft

„Peppy fridge“ - so nennen die Schülerinnen Nathalie Rafat, Lara Rosenau und Nadja Rafat vom Städtischen Mädchengymnasium Essen-Borbeck ihr Modell eines Kühlschrankes, der nicht nur kühlt, sondern auch heizt. Damit gewannen sie den Bayer-Schultechnikwettbewerb „Energie und Nachhaltigkeit“ - eine Gemeinschaftsinitiative der Bayer Technology Services, der Bayer Science & Education Foundation und der Bayer Cares Foundation. Dieser Wettbewerb ist jedoch nur ein kleiner Teil des Engagements der Bayer-Stiftung: Für Projekte zur Verbesserung des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts stellt sie insgesamt 462.000 Euro an Fördervolumen zur Verfügung.

Preisübergabe des Bayer Schultechnikwettbeewerbs. Foto: Bayer AG
Preisübergabe des Bayer Schultechnikwettbeewerbs. Foto: Bayer AG

„Wir wollten etwas konstruieren, mit dem jedermann im Alltag Energie einsparen kann“, erläutert Kurssprecherin und Mitglied des Entwicklerteams von „Peppy fridge“, Nathalie Rafat. So kam sie gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen auf die Idee, einen Kühlschrank zu konzipieren, dessen Abwärme für die Warmwasseraufbereitung genutzt werden kann. Auf Basis einer gewickelten Kupferleitung mit 3 mm Durchmesser und natürlicher Strömung kann ohne Pumpe das eingeleitete Wasser von 14 auf 21 Grad Celsius erwärmt werden - zugleich sinkt der Strombedarf des Kühlschrankes um mehr als 4 Watt. Bei der Umsetzung ihrer Idee in ein konkretes Anschauungsmodell stand den Schülerinnen der Bayer-Pensionär Werner Pigorsch, der vor seiner Pensionierung bei Bayer Technology Services im Bereich Prozessmanagement tätig war, mit Rat und Tat zur Seite. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird das Gymnasium für die Errichtung eines Forscher-Pavillons verwenden, der die Infrastruktur für naturwissenschaftlich-technisches Arbeiten an der Schule nochmals erheblich verbessern soll.  

„Wir wollen mit diesem Wettbewerb Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, ihren Forschergeist auszuleben und technisch-naturwissenschaftliche Konzepte in praktische Lösungsansätze umzusetzen“, beschreibt Thimo Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer-Stiftungen, die Idee des Schultechnikwettbewerbs. „Das Gewinner-Team demonstrierte eindrucksvoll, dass eine neue Technik, um erfolgreich zu sein, heute immer nachhaltig sein muss - das heißt zugleich ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich sinnvoll.“

Neben dem Essener Sieger-Team waren sechzehn weitere Projekt-Teams aus insgesamt acht Schulen dem Aufruf zur Teilnahme am Bayer-Schultechnikwettbewerb gefolgt. Bewerben konnten sich Teams der Klassen 7 bis 13 von Schulen im Einzugsgebiet der Bayer-Standorte Dormagen, Krefeld, Leverkusen und Wuppertal, die bereits durch innovative naturwissenschaftliche Projekte ins Bayer-Schulförderprogramm der Stiftung aufgenommen waren. Alle Finalrunden-Teams wurden im Vorfeld jeweils von einem pensionierten Mitarbeiter von Bayer Technolgy Services als ehrenamtlichem Coach unterstützt und konnten für die praktische Umsetzung und Veranschaulichung ihrer Projekt-Idee auf eine finanzielle Unterstützung von bis zu 2.000 Euro durch die Bayer Science & Education Foundation zurückgreifen.

Bayer-Stiftung fördert weitere 52 innovative Schulprojekte

Anfang April hat die Bayer Stiftung 52 Schulprojekte mit insgesamt 462.000 Euro Fördervolumen in das Bayer-Schulförderprogramm aufgenommen. Die Gelder fließen unmittelbar in Projekte zur Verbesserung des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts an Schulen verschiedener Ausrichtung und außerschulische Bildungseinrichtungen im Umfeld der deutschen Bayer-Standorte.

In der aktuellen, fünften Förder-Runde hat der Stiftungsrat der Bayer-Stiftung aus 114 Anträgen pädagogisch anspruchsvolle Bildungsprojekte in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ausgewählt. Seit Programmstart Ende 2007 wurden damit insgesamt 205 Schulprojekte im Einzugsgebiet der deutschen Bayer-Standorte mit einem Gesamtvolumen von rund 2,1 Millionen Euro gefördert.

„Mit dem Bayer-Schulförderprogramm wollen wir Projekte engagierter Lehrerinnen und Lehrer anerkennen und unterstützen, die mit innovativen Methoden die Faszination der Naturwissenschaften möglichst praxisnah vermitteln“, erklärt Dr. Wolfgang Plischke, im Vorstand der Bayer AG verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt sowie Vorstand der „Bayer Science & Education Foundation“. „Jungen Menschen durch eine gute schulische Bildung Zukunftschancen zu eröffnen, halten wir für eine der wichtigsten gesamtgesellschaftlichen Aufgaben. Unsere Unterstützung der naturwissenschaftlichen Schulbildung sehen wir daher als Investition in die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland.“ Alle geförderten Projekte zielen darauf ab, innovative Unterrichtskonzepte mit nachhaltiger Wirkung einzuführen oder attraktive Bildungsangebote umzusetzen, die den regulären Unterricht ergänzen. Insbesondere sollen sie dazu beitragen, bei Schülern den Spaß und das Interesse an Naturwissenschaften und Technik zu wecken, Talente frühzeitig zu fördern und die Berufswahlorientierung zu erleichtern.

Aus dem Schulalltag

Friedrich-Wilhelm Rebbe, Bürgermeister der Stadt Fröndenberg, Schulleiter Jürgen Haverkamp und Thimo V. Schmitt-Lord (v. l.). Foto: Bayer AG
Friedrich-Wilhelm Rebbe, Bürgermeister der Stadt Fröndenberg, Schulleiter Jürgen Haverkamp und Thimo V. Schmitt-Lord (v. l.). Foto: Bayer AG

So unterstützt die Bayer-Stiftung beispielsweise das Umweltlabor der Gesamtschule Fröndenberg mit 10.000 Euro. Die Kamener Diesterwegschule erhält für ihre naturwissenschaftlichen Aktivitäten 5.000 Euro und die Langermannschule in Dortmund 4.000 Euro. Außerdem bekommt die Overbergschule in Fröndenberg den Betrag von 3.000 Euro für ihre Lernwerkstatt.

Gesamtschule Fröndenberg: Einrichtung eines Umweltlabors - Schüler unterrichten Schüler:
Bereits seit vielen Jahren veranstaltet die Gesamtschule Fröndenberg (GSF) jahrgangs-, schul- und schulformübergreifende Projekttage. Kinder des dritten und vierten Jahrgangs der umliegenden Grundschulen sowie Mittelstufenschüler der benachbarten Förderschule werden dabei von älteren GSF-Schülern „unterrichtet“. Die behandelten Themenkomplexe Fauna, Wasser sowie Boden- und Wassertiere berücksichtigen sowohl biologische als auch chemische Fragestellungen.

„Mit dem neuen Umweltlabor soll der gemeinsame Unterricht auch außerhalb der bestehenden Projekttage ausgebaut werden“, hebt Schulleiter Klaus de Vries hervor. Außerdem ist geplant, den neuen Lernort auch den naturwissenschaftlichen Schwerpunktklassen sowie den Umweltschwerpunktklassen der fünften und sechsten Jahrgangsstufe sowie der Umwelt-AG der GSF zur Verfügung zu stellen. Das Umweltlabor ist darüber hinaus als Arbeitsort für Projekt- und Facharbeiten in der Sekundarstufe I und II und als bereichernde Bildungsfacette im regulären Unterricht zu sehen.

Diesterwegschule Kamen: Experimentierstationen beflügeln Forschergeist
„Wie kommt es, dass Schiffe schwimmen?“, „Warum geht Eisen unter, Wachs dagegen nicht?“, „Kann man Luft wiegen“ - diesen und ähnlichen Fragen können die Schülerinnen und Schüler der Diesterwegschule in Kürze experimentell nachgehen. Ausgestattet mit allen notwendigen Materialien erlauben die praktischen Kisten Versuche zu den Themengebieten Schwimmen und Sinken, Luft und Luftdruck, Wärme und Feuer sowie Boden, Wasser, Nahrung und Energie. Die Versuchsanordnungen folgen den Fragen der Kinder und helfen ihnen, komplexe physikalische Sachverhalte wie Auftrieb, Dichte, Verdrängung, Luftdruck und Vakuum zu verstehen. Die Experimentierstationen umfassen Klassenkisten für 25 Kinder und kleinere Kästen für jeweils vier Schüler. Diese Kombination ermöglicht es, naturwissenschaftliche Versuche mit einer ganzen Klasse handlungsorientiert durchzuführen.

Langermannschule Dortmund: Ausbildung von „Umweltexperten“ - Unterricht im schuleigenen Feuchtbiotop

Einer gezielten Umwelterziehung widmet sich die Langermannschule in Dortmund. So hat sie mit der Unterstützung der Bayer-Stiftung Mikroskope angeschafft, die es den Kindern ermöglichen, die im schuleigenen Feuchtbiotop vorhandenen Wassertropfen - aber auch andere Präparate wie Fingerabdrücke, Haare oder Lebensmittel - zu untersuchen. Die Ausstattung lädt zum eigenständigen Forschen ein und wird sehr gut angenommen. Beim Mikroskopieren lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur den sorgfältigen Umgang mit empfindlichen Instrumenten, sondern auch das genaue Beobachten sowie das anschließende Beschreiben, Zeichnen, Protokollieren und Auswerten.

Overbergschule Fröndenberg: Experimentierkurse in der Lernwerkstatt
Wasser, Magnetismus, Feuer, Luft, Strom und Schall - diese Phänomene können die Schülerinnen und Schüler der Overbergschule in der eigenen Lernwerkstatten exakt beobachten, erforschen und protokollieren. Dahinter steht ein ausgeklügeltes pädagogisch-organisatorisches Konzept, das insbesondere Freiräume für Kreativität sowie Begeisterung für die teilweise komplexe Materie schafft. Damit die Lernwerkststt fester Bestandteil im Schulalltag bleibt, fördert nun die Bayer-Stiftung den jahrgangsübergreifenden Experimentalunterricht.

Schulförderung bei Bayer

Die Förderung der Schulbildung in Deutschland ruht bei Bayer auf drei Säulen. Neben dem Schulförderprogramm der Bayer-Stiftung ermöglicht das Unternehmen Schülerinnen und Schülern, in seinen Schülerlaboren - den so genannten “Baylabs” - eigenständig unter professioneller Anleitung spannende Experimente auszuführen und dadurch die praktische Wissenschaft hautnah kennenzulernen. Zudem ist Bayer in Nordrhein-Westfalen langjähriger Partner der Schülerwettbewerbe “Jugend forscht” sowie der „Internationalen Chemieolympiade“ und der „Internationalen Biologieolympiade“.

 
Quelle: UD / cp-jb

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