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23.03.2011

Bayer verlängert Unterstützung im Kampf gegen die Chagas-Krankheit

Bayer HealthCare hat seine Vereinbarung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Bekämpfung der Chagas-Krankheit - einer tödlich verlaufenden, vernachlässigten Tropenkrankheit - um fünf Jahre verlängert. Die Verlängerung tritt im April 2012 in Kraft, sobald die im Jahr 2007 unterzeichnete Vereinbarung ausläuft. Das Unternehmen hat sich in diesem Rahmen ebenfalls verpflichtet, die ursprüngliche Spende von 2,5 Millionen Lampit-Tabletten zur Behandlung der Chagas-Krankheit bis zum Jahr 2017 zu verdoppeln. Darüber hinaus wird das Unternehmen 1,5 Millionen US-Dollar in bar für die Finanzierung von Logistik und Distribution zur Verfügung stellen.

Bayer HealthCare Forschungsstandort in Berlin. Foto: Bayer
Bayer HealthCare Forschungsstandort in Berlin. Foto: Bayer

Mit dieser frühzeitigen Vertragserweiterung unterstreicht Bayer HealthCare sein Engagement für eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit mit der WHO und stellt auf diese Weise sicher, dass laufende Projekte und Initiativen über die ursprünglich vereinbarte Zeit hinaus weitergeführt werden können. „Vernachlässigte Tropenkrankheiten wie die Chagas-Krankheit sind ein großes Problem für die Menschen in Lateinamerika", sagte Andreas Fibig, President von Bayer HealthCare Pharmaceuticals. „Bayer engagiert sich im Kampf gegen diese Krankheit, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und das Leben von Menschen zu retten, die an dieser lebensbedrohlichen vernachlässigten Tropenkrankheit leiden. Die frühzeitige Vertragsverlängerung unterstreicht unseren weiteren Einsatz zur Unterstützung der WHO bei deren Arbeit. Gleichzeitig sorgt unser Engagement dafür, dass die WHO auf eine sichere Versorgung mit dem Medikament setzen und damit bei der Bekämpfung der Chagas-Krankheit vorausschauend planen kann", ergänzte Fibig. Bei vernachlässigten Tropenkrankheiten handelt es sich hauptsächlich um Infektionserkrankungen, die bei Menschen gedeihen, die unter ärmlichen Lebensbedingungen leben, insbesondere in der Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit tropischen Klimas.

Dr. Hiroki Nakatani, stellvertretender Generaldirektor der WHO, erklärte: „Die Verlängerung dieser Vereinbarung unterstreicht die bereits zehnjährige Zusammenarbeit zwischen der WHO und Bayer bei der Bekämpfung der Chagas-Krankheit, die hauptsächlich ärmere Menschen in Lateinamerika trifft. Bayers kontinuierlicher Einsatz, die Spende hochwirksamer Medikamente und die finanzielle Unterstützung für Distribution, Logistik und landesweite Gesundheitsprogramme tragen dazu bei, das Ausbrechen der Chagas-Krankheit in den Ländern einzudämmen, in denen diese Krankheit eine besonders große Belastung für die Gesundheit und Gesellschaft ist".

Über die Chagas-Krankheit

Bei der Chagas-Krankheit handelt es sich um eine Infektionserkrankung, die durch einzellige Parasiten mit dem Namen Trypanosoma verursacht wird, die durch blutsaugende Insekten wie die so genannten Triatominae auf den Menschen übertragen werden. Solche Insekten suchen in den Wohnstätten ärmerer Leute Unterschlupf, etwa in den Spalten und Rissen von Lehmhütten. Die Infektion kann auch durch Bluttransfusionen mit kontaminiertem Blut oder während einer Schwangerschaft übertragen werden, wenn die bereits infizierte Mutter den Parasiten an ihr noch ungeborenes Kind weitergibt. Die Chagas-Krankheit gilt seit 2005 als so genannte vernachlässigte Tropenkrankheit.

Nach Angaben der WHO sterben jährlich mehr als 10.000 Menschen an der Chagas-Krankheit, etwa 10 Millionen Menschen sind nach Schätzungen infiziert und mehr als 25 Millionen gelten als gefährdet. Die Chagas-Krankheit tritt vor allem in Lateinamerika auf, wo sie als die am weitesten verbreitete, parasitär verursachte Krankheit gilt. Dennoch wird die Auswirkung dieser lebensbedrohlichen Erkrankung weitestgehend unterschätzt.

Die Krankheit verläuft in zwei Stadien: Einem akuten Stadium, das für etwa zwei Monate bis kurz nach der Infektion andauert, und einem chronischen Stadium, das sich über mehrere Jahre hinweg entwickelt. In der akuten Phase treten Symptome sehr oft gar nicht auf oder nur in einer sehr milden Ausprägung, typische Symptome sind hier Fieber, Müdigkeit, geschwollene Drüsen und Herzschmerzen. In der chronischen Phase kann die Chagas-Krankheit zu schweren Schäden an Herz, Speiseröhre und Dickdarm führen. Medikamente sind zu nahezu 100 Prozent wirksam, wenn sie direkt bei Ausbruch der Krankheit, also in der akuten Phase, gegeben werden.

Die Chagas-Krankheit gehört zu den 17 Krankheiten, die seitens der WHO als so genannte vernachlässigte Tropenkrankheiten kategorisiert werden. Die Kontrolle und Eindämmung solcher vernachlässigten Tropenkrankheiten ist ein Bestandteil der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen und gilt weltweit in zunehmendem Maße als Aufgabe von hoher Priorität.

 
Quelle: UD / cp

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