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18.03.2011

Partner für eine soziale Stadt - Evonik Wohnen will neue Maßstäbe setzen

Im Ruhrgebiet gehört Evonik Wohnen zu den größten privaten Anbietern von Wohnraum: Dort und entlang der Rheinschiene bietet der Essener Mischkonzern über 150.000 Menschen ein Zuhause. Dabei investiert das Unternehmen weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus in die nachhaltige Entwicklung der Wohnquartiere und fördert zudem durch verschiedene Projekte den Zusammenhalt der Bewohner. Für die Essener Wohnanlage „Johanniskirchgärten“ wurde Evonik Wohnen Ende 2010 mit dem Architekturpreis des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBV NRW) ausgezeichnet. Beispielhaft ist aber auch das Dortmunder Wohnquartier Borsigplatz mit der Initiative „2-3 Straßen“ sowie weitere Projekte aus der Beteiligung an der Bund-Länder-Initiative „Soziale Stadt“.

Mehrgenerationen-Quartier in Essen, Foto: Evonik Wohnen
Mehrgenerationen-Quartier in Essen, Foto: Evonik Wohnen

Ein wichtiges Kriterium des Projektes Johanniskirchgärten in Essen ist die barrierefreie Gestaltung der gesamten Wohnanlage. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes stehen interessierten Mietern ab sofort 37 vollständig barrierefreien Wohnungen zur Verfügung, an weiteren 30 wird bereits gearbeitet. „Insgesamt werden in unserem Quartier rund 90 neue Mietwohnungen und elf barrierefreie Eigenheime entstehen", erklärt Architekt Michel-Raimo Famulicki. Neben diesem Punkt würdigte das MBV und die Architektenkammer NRW mit der Auszeichnung aber auch das besondere Design des neuen Quartiers: „Diese Arbeiten demonstrieren in besonderem Maße, dass qualitätvolles Wohnen auch in verdichteten Strukturen und auch im geförderten Wohnungsbau möglich ist“, führte Bauminister Harry K. Voigtsberger im Rahmen der Preisverleihung aus und ergänzte: „Qualitätsvolle Architektur ist ein Standortfaktor, denn sie macht unsere Städte attraktiver und lebenswerter.“

Arbeitersiedlung und Atelier

Das Wohnquartier Borsigplatz liegt im östlichen Bereich der Dortmunder Nordstadt und ist wie kaum ein zweiter Ort mit der industriellen Geschichte der Ruhrmetropole verbunden. Benannt nach August Julius Albert Borsig, dem ehemaligen Leiter und Gründersohn der Borsigwerke, wurde es vor allem durch seine Nachbarschaft zum Haupteingang der ehemaligen Westfalenhütte der Hoesch AG und als Geburtsort des Fußballvereins Borussia Dortmund zum Synonym der Kohle- und Stahlstadt. Mit dem Auslaufen der Industrialisierung in Deutschland begann auch der schleichende Niedergang der ehemaligen Arbeitersiedlungen. Erst im Zuge von „Ruhr2010“ sollte ihr alter Charme als einer von drei Standorten der Initiative „2-3 Straßen“ neu belebt werden.

Zusammen mit dem Konzeptkünstler Jochen Gerz ermöglichte Evonik Wohnen hier eine einmalige Verbindung von Kunst und Kultur mit dem Alltag der Menschen. Insgesamt stellte das Unternehmen dabei 31 neuen Mietern Wohnungen aus seinem Bestand zur Verfügung und befreite sie für zwölf Monate von der Kaltmiete. Die neuen Mieter halfen im Gegenzug mit kreativen Ideen bei der Verbesserung der allgemeinen Wohnsituation. Im Dezember ausgelaufen, präsentiert sich das Projekt ab März in Buchform.

Auch für den Künstler selbst war das Projekt erst einmal Neuland: „Es ist ein Unterschied, ob ich die Menschen bitte ‚Kommen Sie in meine Ausstellung‘ oder ob ich eine Einladung ausspreche, in einer Ausstellung zu wohnen, daran mitzuwirken und in die soziale Wirklichkeit einzutauchen“, führt Gerz aus und ergänzt: „Wir müssen die Grenzen zwischen passivem Konsum und aktivem Engagement überwinden. Gerade hier im Ruhrgebiet sprudelt es vor Kunst, Theater, Musik und multikultureller Kreativität.“

Kunst und Kommunikation

Ein Beispiel für diese Kreativität zeigt Volker Pohlüke, einer der neuen Bewohner des Borsigplatzquartiers. Zusammen mit der österreichischen Künstlerin Anna Wiesinger gestaltete und platzierte er  vor jeder Haustür kleine bunte MDF-Platten. Diese geben die unterschiedlichen Lieblingsfarben der Bewohner wieder und erleichtern so die Kontaktaufnahme unter den Mietern. „Die Tafeln bieten den Hausbewohnern untereinander Gesprächsstoff. Aus dem lockeren Austausch über die Lieblingsfarbe entsteht eine intensive Kommunikation. Und schließlich finden Nachbarn, die sich zuvor kaum kannten, zueinander“, erläutert Pohlüke die Projektidee. Weitere Ergänzungen, wie eine Liste möglicher Lieblingsmusik, sind dabei ausdrücklich erwünscht. Laut Evonik erfreuen sich die Farbtafeln vor allem bei den alteingesessenen Mietern großer Beliebtheit. Aber auch andere Projekte der Initiative, wie die vom Ehepaar Krüger gegründete Weltbücherei oder das von Evonik Wohnen zur Verfügung gestellte Projektbüro, sind zu wichtigen Anlaufpunkten der Wohn- und Interessengemeinschaft geworden. Sie versprechen auch nach dem offiziellen Ende des Projekts viel Kreativität am Borsigplatz. Gerz ist sich zumindest sicher, dass die Bestandsmieter auch in Zukunft die Intention des Projektes fortführen werden: „Die Anwohner haben gesehen und erlebt, dass die positiven Veränderungen in ihrer Straße, in ihrem Quartier, letztendlich von ihrer Eigeninitiative abhängen.“

Standortvorteil durch eine „sozialere Stadt“

Viele der Projekte von Evonik Wohnen sind Teil der Bund-Länder-Initiative „Soziale Stadt“. Mit ihr kämpft die Bundesregierung seit 1999 gegen die Bildung von Parallelgesellschaften, den Verfall und die Ghettoisierung ganzer Stadtviertel. Zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft werden Projekte gefördert, die das Wohnumfeld verbessern und die Lebensqualität der Mieter erhöhen. Seit 2006 bietet das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) getragene Bund-Länder-Programm auch Unterstützung im sozial-integrativen Bereich. So können Ideen gefördert werden, die unter anderem den Spracherwerb, der Verbesserung von Schul- und Bildungsabschlüssen oder die Betreuung von Jugendlichen in ihrer Freizeit und der lokalen Ökonomie dienen.

Unter dem Motto „Adressen schaffen und erhalten“ hat Evonik Wohnen im Rahmen des Programms damit begonnen, die technische Modernisierung der Bestände mit den komplexen Anforderungen von Wohn- und Sozialkulturen in gewachsenen Stadtteilen in Einklang zu bringen. Durch die Zusammenarbeit mit der Initiative „Soziale Stadt“ sowie dem Ausbau von Servicedienstleistungen rund um das Thema Wohnen will Evonik seinen Gebäudebestand nachhaltig und kundenfreundlich modernisieren. Ziel ist es, durch neue und innovative Ideen in Zeiten sinkender Bevölkerungszahlen und damit einhergehender steigender Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt langfristige Mieterbindungen zu erreichen.

 
Quelle: UD

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