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22.11.2010

BMW Group: Interkulturelles Engagement

Erstmals hat die BMW Group den internationalen BMW Group Award für Interkulturelles Engagement verliehen. Bei der feierlichen Abendveranstaltung im BMW Museum, die von Susanne Kronzucker moderiert wurde, verkündete Harald Krüger, Vorstandsmitglied der BMW AG und Schirmherr des Award, die drei Preisträger. Erst vor wenigen Tagen wurde die BMW Group für ihr gesellschaftliches Engagement vom Interkulturellen Dialogzentrum e.V. (IDIZEM) mit dem IDIZEM Dialogpreis in der Kategorie „Interkulturell“ ausgezeichnet.

Preisträger des BMW Group Award fuer Interkulturelles Engagement. Foto: BMW AG
Preisträger des BMW Group Award fuer Interkulturelles Engagement. Foto: BMW AG

Mit dem weltweit ausgeschriebenen Wettbewerb unterstützt die BMW Group Initiativen und Persönlichkeiten, die sich für die Verständigung zwischen unterschiedlichen kulturellen, religiösen und sprachlichen Kontexten einsetzen. Die drei ausgezeichneten Projekte erhalten ein Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro und werden darüber hinaus über den Zeitraum von einem Jahr aktiv durch die BMW Group unterstützt.

Drei Preisträger - drei originelle Ideen

Die drei Gewinner setzten sich gegen 300 Bewerber aus 40 Ländern durch: Der erste Preisträger „Belieforama“ konnte die Jury durch Flexibilität und eigene Lernbereitschaft überzeugen. Das Trainingsprogramm setzt sich europaweit dafür ein, Spannungen in multikulturellen Gemeinschaften abzubauen, sozialen Frieden zu schaffen und nachhaltig zu wahren. Besonders beeindruckten die Jury Idee und Umsetzungskonzept des Trainingsprogramms „Religious Diversity and Anti-Discrimination". Belieforama unterstützt Pädagogen wirkungsvoll dabei, in ihren Institutionen Rahmenbedingungen zu schaffen, die durch Wertschätzung anderer Kulturen und Religionen geprägt sind. Dabei hat das Konzept Potential, sich zu einem Social Entrepreneur mit großer europäischer Perspektive zu entwickeln.

Die Zweitplatzierten, der Verein Gartenpolylog aus Wien, konnte die Jury durch die vielseitige Übertragbarkeit seines Konzepts für sich gewinnen. Das Projekt „Interkulturelle Gemeinschaftsgärten in Österreich" fördert vielfältige Begegnungen durch gemeinschaftliche, praktische Tätigkeiten. Mitmachen kann jeder, der an den Themen Gartenarbeit und Umwelt interessiert und offen für den interkulturellen und intersozialen Dialog ist. Unterschiedliche Lebenshintergründe werden in den Gemeinschaftsgärten generationenübergreifend als Bereicherung gesehen. Was in einem öffentlichen Park klein angefangen hat, ist nun zu einem erfolgreichen Franchiseprojekt geworden, das sich mittlerweile in verschiedenen Bundesländern Österreichs etablieren konnte.

Über den dritten Platz freuen sich die Initiatoren von „Hand in Hand - Die Führungskräfte von Morgen ausbilden" aus Israel. Das praxisorientierte Projekt des israelischen Centers for Jewish-Arab Education soll High School-Absolventen unterschiedlicher Religionen eine profunde Ausbildung ermöglichen. In einem politisch und gesellschaftlich schwierigen, manchmal sogar gefahrvollen Umfeld hat sich „Hand in Hand" niemals - so das Lob der Jury - von der Überzeugung abbringen lassen, dass Araber und Juden eine gemeinsame Zukunft haben - jedoch nur in einer Gesellschaft, die der jungen Generation gleiche Bildungs- und Berufschancen ermöglicht.

Harald Krüger, Schirmherr des BMW Group Award für Interkulturelles Engagement und Mitglied des Vorstands der BMW AG. Foto: BMW AG
Harald Krüger, Schirmherr des BMW Group Award für Interkulturelles Engagement und Mitglied des Vorstands der BMW AG. Foto: BMW AG

Partnerschaft für Stabilität und Nachhaltigkeit

„Es sind innovative und vielseitig übertragbare Projekte prämiert worden", betonte Schirmherr Harald Krüger während der Preisverleihung, „und ich freue mich, dass die BMW Group sich in einer nachhaltigen Partnerschaft dafür einsetzen kann, die Pläne der Initiatoren zu begleiten und zu unterstützen." Damit wies Herr Krüger auf die Besonderheit des Awards für Interkulturelles Engagement hin, der an den seit 1997 vergebenen BMW Group Award für Interkulturelles Lernen anschließt: Neben dem Preisgeld, das als Startfinanzierung dient, werden die ausgezeichneten Projekte ein Jahr lang fachlich und faktisch durch Mitarbeiter der BMW Group unterstützt. Die Bedeutung interkulturellen Engagements von Unternehmen unterstrich Jean-Christophe Bas, Senior Adviser bei der UN-Initiative „Allianz der Zivilisationen" bei seiner Gastrede: „Unternehmen spielen zunehmend eine entscheidende Rolle im Rahmen des interkulturellen Brückenbaus. Mit ihrem Engagement geht die BMW Group visionär und beispielhaft voran."

Die Jury

Die Auswahl der prämierten Projekte erfolgte durch ein internationales sechsköpfiges Jurygremium, bestehend aus hochqualifizierten und renommierten Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen im interkulturellen Kontext: Dr. Barry van Driel, Generalsekretär der „International Association for Intercultural Education", Markus Hipp, Geschäftsführender Vorstand der BMW Stiftung Herbert Quandt, Prof. Rajendra K. Jain, Professor für Europäische Studien an der Jawaharlal Nehru Universität, Neu Delhi, Nadim Sheiban, Projektleitung, Jerusalem Foundation, Dr. Mark Terkessidis, Journalist, Autor und Migrationsforscher sowie Prof. Dr. Vernor Munoz Villalobos, ehemaliger UN-Menschenrechtskommissar für Bildung und Professor für Rechtswissenschaften an der Universität Costa Rica.

Fotoausstellung „Vielfalt als Bereicherung"

Im Rahmen des BMW Group Award für Interkulturelles Engagement wurde gleichzeitig die Fotoausstellung „Vielfalt als Bereicherung" eröffnet. Darin dokumentieren drei junge Fotografen die interkulturelle Teamarbeit innerhalb des Unternehmens am Produktionsstandort München, an dem Mitarbeiter aus über 50 Nationen konstruktiv zusammenarbeiten. Die Ausstellung ist bis zum Frühjahr 2011 im BMW Museum in München zu sehen.

Foto: BMW AG
Foto: BMW AG

IDIZEM Dialogpreis 2010

Erst vor wenigen Tagen wurde die BMW Group für ihr gesellschaftliches Engagement vom Interkulturellen Dialogzentrum e.V. (IDIZEM) mit dem IDIZEM Dialogpreis in der Kategorie „Interkulturell“ ausgezeichnet. Harald Krüger, Mitglied des Vorstands der BMW AG, nahm in München den Preis entgegen. „Unsere gesamte Gesellschaft, und somit auch die Unternehmen gewinnen mit kultureller Vielfalt“, so Harald Krüger bei der feierlichen Verleihungszeremonie. „Die BMW Group fördert daher schon seit vielen Jahren die Verständigung zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Für ein globales Unternehmen, das allein am Standort München 90 Nationen beschäftigt, ist das ein sehr wichtiger Bestandteil unserer sozialen Verantwortung und unserer Nachhaltigkeitsstrategie“.

„Die BMW Group engagiert sich außerordentlich stark und mit einer Vielzahl von Initiativen für Bildung und interkulturellen Austausch an ihren Standorten und darüber hinaus“, so begründete Ismail Ertug, Mitglied des Europäischen Parlaments, der die Laudatio auf das Unternehmen hielt, die Vergabe des Dialogpreises 2010 in der Kategorie „Interkulturell“. Und weiter: „Mit Aktivitäten wie dem „BMW Group Award für Interkulturelles Engagement“ oder Lehrmaterialien wie dem „LIFE-Konzept“ leistet das Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zum interkulturellen Austausch“.

Das Interkulturelle Dialogzentrum e.V., das 2001 in München gegründet wurde, um den interkulturellen und -religiösen Austausch in der Gesellschaft zu fördern, verlieh den IDIZEM Dialogpreis gestern zum vierten Mal in verschiedenen Kategorien. Preisträger waren neben der BMW Group: Christian Troll, Honorarprofessor für christlich-muslimische Begegnungen, in der Kategorie „Interreligiös“; Christa Liebscher, vom Projekt „Nachbarschaftshilfe“ in der Kategorie „Frauen“; Christiane Schlötzer, stellvertretende Ressortleiterin Außenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung in der Kategorie „Medien“ und Susanne Korbmacher, Vorsitzende des Vereins „ghettokids e.V.“ in der Kategorie „Jugend & Bildung“.

 
Quelle: UD / cp

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