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19.11.2010

Yunus gratuliert Otto zum Geburtstag der Aid by Trade Foundation

Der aus Bangladesch stammende Friedensnobelpreisträger Professor Muhammad Yunus hat den deutschen Unternehmer Dr. Michael Otto zum 5. Geburtstag der, von Otto gegründeten, Aid by Trade Foundation beglückwünscht. Yunus, der für sein Modell der Mikrokredite 2006 den Friedensnobelpreis erhielt, lobte die Stiftung und ihre Initiative Cotton made in Africa als ein fortschrittliches und gelungenes Beispiel für unternehmerisch motivierte Entwicklungszusammenarbeit. Yunus und Otto nahmen beide am „Hermes Future Forum“ in Hamburg teil, um über das Thema „Nachhaltiges Unternehmertum“ zu diskutieren.

Friedensnobelpreisträger Professor Muhammad Yunus gratuliert Dr. Michael Otto. Foto: Otto
Friedensnobelpreisträger Professor Muhammad Yunus gratuliert Dr. Michael Otto. Foto: Otto
2005 rief Michael Otto die Aid by Trade Foundation als Trägerorganisation der Initiative Cotton made in Africa ins Leben. Neben Partnern der öffentlichen Hand wie der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) arbeitet die Initiative auch mit Nichtregierungsorganisationen wie dem WWF und der Welthungerhilfe sowie mit Wirtschaftsunternehmen partnerschaftlich zusammen.

„Die Aid by Trade Foundation will getreu ihres Namens Hilfe durch Handel leisten und im Rahmen der Cotton made in Africa-Initiative die Lebensbedingungen von afrikanischen Baumwollbauern verbessern“, so Otto über die Zielsetzung der Stiftung. Schon im Jahr ihrer Gründung treten der Initiative in Benin, Burkina Faso und Sambia 150.000 Kleinbauern bei. Sie lernen in Schulungen moderne, umweltschonende und ertragssteigernde Anbaumethoden kennen. Gleichzeitig baut die Aid by Trade Foundation ein Netzwerk von Unternehmen auf, die die nachhaltig produzierte Baumwolle aus Afrika auf dem Weltmarkt nachfragen.

In den letzten fünf Jahren hat die Stiftung gezeigt, dass ihr Modell des sozialverträglichen Handels in der Praxis erfolgreich ist: In diesem Jahr erwartet die Initiative einen Absatz von über zehn Millionen Cotton made in Africa-Textilien, die von über 20 Partnerunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Holland und den USA vertrieben werden. Auf der anderen Seite nehmen mittlerweile mehr als 200.000 Kleinbauern in Benin, Burkina Faso, Malawi, Sambia und der Elfenbeinküste an der Initiative teil. Auf einer Anbaufläche von insgesamt über 300.000 Hektar ernten sie rund 100.000 Tonnen Cotton made in Africa-Baumwolle.

Cotton made in Africa

Cotton made in Africa ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation, die durch Handel Hilfe zur Selbsthilfe leistet: Die Initiative transferiert nicht einfach Finanzmittel nach Afrika, sondern baut eine Allianz von internationalen Textilunternehmen auf, die die von afrikanischen Kleinbauern nachhaltig erzeugte Baumwolle gezielt für den Weltmarkt einkaufen und weiterverarbeiten. Aktuell nehmen in Burkina Faso, Benin, Sambia, Malawi der Elfenbeinküste rund 200.000 Kleinbauern an dem Programm teil. Im letzten Jahr kamen weltweit rund sechs Millionen Textilien aus Cotton made in Africa in den Handel, für 2010 rechnet die Initiative mit über zehn Millionen Teilen.

Die Aid by Trade Foundation

Die Aid by Trade Foundation wurde im Jahr 2005 vom Hamburger Unternehmer und Aufsichtsratsvorsitzenden der Otto Group Dr. Michael Otto gegründet und ist seither eine von der Otto Group unabhängig agierende Stiftung. Ziel der Stiftung ist es, durch Handel Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und so den Erhalt lebenswichtiger Ressourcen und die Zukunftsfähigkeit folgender Generationen zu sichern. Cotton made in Africa ist die erste Initiative der Stiftung, die Aid by Trade im wörtlichen Sinne in die Praxis umsetzt.
 
Quelle: UD / cp

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