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18.01.2010

„BenE“ München - Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Was verbindet die HypoVereinsbank, den Glühlampenhersteller Osram, das Nord-Süd-Forum München und die Deutsche Journalistenschule? Sie engagieren sich für Bildung und eine nachhaltige Entwicklung. Unter dem Motto „Eine Stadt. Eine Welt. Eine Zukunft.“ haben sich mehr als 50 Münchner Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen aus allen gesellschaftlichen Bereichen zu dem Bildungsnetzwerk „BenE München“ zusammengeschlossen. UmweltDialog stellt Ziele und Aktivitäten des Vereins vor.

Foto: Marion Book
Foto: Marion Book

„Weltverbesserer - im besten Sinne dieses Wortes“ nennt Hep Monatzeder, einer der Bürgermeister von München, die Mitglieder des Bildungsnetzwerkes „BenE München“. Einzelpersonen und Organisationen aus Wirtschaft, Kultur, Stadtverwaltung, Medien und Erwachsenenbildung engagieren sich in dieser Public-Private-Partnership Initiative mit dem Ziel der „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“. Die Initialen sind auch die Namensgeber BenE. Münchner sollen hier durch verbesserte Bildungsangebote dazu befähigt werden, ihre Zukunft sozial und ökologisch verträglich zu gestalten. Unter „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ versteht Vereinsgründer Monatzeder „mit natürlichen Ressourcen vorausschauend, gerecht und fair umzugehen“, sich im eigenen Leben an Kriterien der Nachhaltigkeit orientieren zu können und gemeinsam mit anderen „nachhaltige Prozesse in Gang zu bringen“.

Vernetzung und Themengenerierung zentrale Aufgaben

BenE München setzt diese Anliegen auf verschiedene Weisen um: Durch den Netzwerkcharakter des Vereins sollen die vorhandenen Bildungsangebote zum Thema gebündelt, kommuniziert, optimiert und neue kooperative Projekte angeregt werden. Irina Detlefsen, Mitarbeiterin beim CSR-Management der HypoVereinsbank und Vorstands- und Gründungsmitglied von BenE, bestätigt den hohen Stellenwert, den das Netzwerk für die Münchner Wirtschaft hat. Unternehmen seien mit der Beteiligung an Projekten in der Lage, „einen substanziellen Beitrag im Bereich Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ zu leisten, erklärt Detlefsen. Für Ulrich Brenner von der Deutschen Journalistenschule ist das Netzwerk „eine gute Gelegenheit“, junge Journalisten mit den „wichtigsten Zukunftsthemen“ vertraut zu machen. Neben der kooperativen Funktion beschreibt sich BenE auch als ein „Motor“ für Schwerpunkt- und Zukunftsthemen Münchens. Für die kommenden Jahre sind dies Fragen zu Klima, Energie und Mobilität, zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen und nachhaltigem Konsum sowie zu Migration und interkulturellem Leben in der Stadt. Marion Löwenfeld vom Ökoprojekt-MobilSpiel sieht „die Chance des Netzwerkes“ vor allem in der Themengenerierung und der Umsetzung konkreter Projekte, „die durch neue Kooperationen und gute Öffentlichkeitsarbeit“ eine größere Breitenwirkung erzielen.

Leuchtturmprojekt „Münchner Klimaherbst“

Einige der BenE-Projekte, die „den kooperativen Ansatz besonders verdeutlichen und eine breite öffentliche Außenwirkung“ haben, werden jedes Jahr zu sogenannten „Leuchtturmprojekten“ ernannt. Die zweiwöchige Veranstaltungsreihe „Münchner Klimaherbst“ erhielt diese Auszeichnung bereits zum dritten Mal. In diesem Jahr haben Verbraucherinformationen, wissenschaftliche und politische Diskussionen sowie kulturelle Angebote rund um die Themen Energie und Klimaschutz die über 50 Einzelveranstaltungen des Klimaherbstes bestimmt. Interessierte konnten sich unter anderem über energiesparendes Bauen informieren, mit dem Fahrrad erneuerbare Energiequellen entdecken oder eine Modenschau mit umweltbewusst produzierter Kleidung besuchen. In den Fachvorträgen wurden Themen wie nachhaltige Mobilitätskonzepte oder das Wüstenstromprojekt Desertec vorgestellt. Die Absicht dieser jährlich stattfindenden Aktionswochen sei es, „drängende Themen der städtischen Gesellschaft auf eine umfassende und bürgerorientierte Weise zu transportieren“, so Hep Monatzeder.

„GenE“ ein Kernvorhaben

Über thematische Sensibilisierung hinaus geht es BenE München ebenso um die Vermittlung von Zusammenhängen. Welche Wirkung hat ein bestimmtes Handeln auf wen oder was, jetzt und später, hier und anderswo? Um Nachhaltigkeit tatsächlich in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft zu integrieren, sei das Begreifen und Erkennen dieser Zusammenhänge unerlässlich, so der Verein. In Seminaren werden daher Moderatoren in Methoden und Instrumenten vernetzten Denkens ausgebildet und mit „Eigendynamik und Zusammenwirken komplexer Systeme“ vertraut gemacht. Die Vermittlung von „GenE - Gestaltungskompetenz für eine nachhaltige Entwicklung“ ist eines der Kernvorhaben des Vereins. Das Ziel sei es, vernetztes Denken in Bildungseinrichtungen und anderen gesellschaftlichen Bereichen „als eine Kulturtechnik - wie Lesen, Rechnen oder Schreiben“ zu etablieren. Denn: „Bildung ist der Schlüssel zu Veränderung“, bestätigt Marita Matschke vom Nord-Süd-Forum München die Notwendigkeit von GenE und ergänzt, dass nur, wer globale Zusammenhänge verstehe, auch auf lokaler Ebene einen Beitrag „zu weltweiter Gerechtigkeit“ leisten könne.

Richtiger Zeitpunkt für Initiative

Für Hep Monatzeder ist BenE München „die richtige Initiative zum richtigen Zeitpunkt“. Gerade die aktuellen Klimaentwicklungen zeigten, dass politische Steuerung allein nicht ausreiche, man müsse „die Menschen überzeugen und mitnehmen“. Der Grünen-Politiker erhofft sich von dem Bildungsnetzwerk einen „entscheidenden Schub für die städtische Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit“. Der Auslöser für diesen interdisziplinären Zusammenschluss im Jahr 2007 war eine Initiative der Vereinten Nationen, die die Jahre 2005 bis 2015 zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ erklärt und weltweit bislang 61 sogenannte regionale Kompetenzzentren (RCEs) ernannt hat. „BenE München“ ist eines davon.

 
Quelle: UD

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