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Donnerstag, 19.Oktober 2017

04.11.2009

Bayer CropScience: Innovative Mückennetze zum Schutz vor Malaria

Forscher von Bayer CropScience haben als erste einen Weg gefunden, ihren von der WHO empfohlenen Wirkstoff Deltamethrin in Polypropylenfaser einzubauen. Das Ergebnis ist eine neue Textilfaser, aus der imprägnierte Mückennetze hergestellt werden können, die weicher, stärker und länger wirksam sind. Mit diesen so genannten Long Lasting Insecticidal Nets (LLINs) will Bayer CropScience einen wichtigen Beitrag zur Vektorkontrolle und damit zur Eindämmung von Tropenkrankheiten wie Malaria leisten.

Foto: Bayer CropScience AG
Foto: Bayer CropScience AG
Das neue Produkt, das unter dem Markennamen LifeNet™ vermarktet wird, soll in den nächsten Jahren auf den Markt kommen. Als Marktführer im Segment der nicht-landwirtschaftlichen Schädlingsbekämpfung liefert Bayer CropScience einen Großteil der insektiziden Wirkstoffe für die Bettnetz-Industrie.

Der Geschäftsbereich Environmental Science von Bayer CropScience präsentiert auf der 5. Pan-Afrikanischen Malaria-Konferenz (PAMC) in Nairobi vom 2. bis 6. November 2009 eine breite Palette hoch wirksamer Produkte und innovativer Lösungen. Das Unternehmen unterstreicht damit sein Engagement für eine Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Gesundheitssektor, das sich vor allem gegen die Resistenz von Mücken gegen Insektizide der Klasse der Pyrethroide richtet. Ein von Environmental Science gesponsertes Symposium zum Thema Insektizid-Resistenzmanagement am 4. November bringt führende Experten auf diesem Gebiet zusammen. Dabei werden sich die Experten vorwiegend damit befassen, was getan werden muss, um die Forschung zur Eindämmung von Malaria und Projekten zur Vektorkontrolle weltweit weiter voranzutreiben.

Bayer CropScience ist weltweit das einzige Unternehmen mit einem umfangreichen Portfolio von Anwendungen zur Vektorkontrolle. Dazu zählen Produkte für den Schutz von Wohnräumen vor Schadinsekten, Spezialprodukte wie Larvizide sowie verschiedene Technologien für industrielle Hersteller von Malarianetzen. Experten präsentieren im Rahmen der Ausstellung bei der Konferenz sämtliche Aktivitäten von Bayer CropScience auf dem Gebiet vektorübertragener Krankheiten und stehen für einen intensiven Erfahrungsaustausch zur Verfügung. An der Konferenz nehmen Malaria-Forscher und Experten auf dem Gebiet der Vektorkontrolle aus aller Welt teil. Hinzu kommen Vertreter von Regierungen, Gesundheitsbehörden, internationalen Organisationen, privaten Stiftungen, Universitäten, Forschungsinstituten und aus der Industrie.

Klimawandel begünstigt Ausbreitung von Tropenkrankheiten

Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge leben rund 3,3 Milliarden - und somit die Hälfte der Weltbevölkerung - in Gebieten, in denen die Malaria endemisch ist. Als Folge des Klimawandels wird erwartet, dass sich  ropenkrankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber und Leishmaniase weiter ausbreiten. Ein Anstieg der Durchschnittstemperaturen um 1 bis 2 Grad Celsius könnte dazu führen, dass beispielsweise etwa 40 bis 60 Millionen Menschen weltweit zusätzlich der Gefahr einer Malariainfektion - übertragen durch die Anopheles-Mücke - ausgesetzt sein könnten. Denn steigende Temperaturen begünstigen das Überleben von Mücken und die Entwicklung von Parasiten für eine anschließende Übertragung. Zudem fördern steigende Temperaturen die Migration tropischer Vektoren in Regionen, in denen sie bisher nicht heimisch waren. Zu den nachhaltigen Lösungen von Bayer CropScience für eine effektive Vektorkontrolle in Entwicklungs- und Schwellenländern zählen neue Langzeit-Formulierungen für den Einsatz in Räumen, funktionelle insektizidbehandelte Textilien sowie im Rotationsverfahren verrwendete alternative Insektizide für
Resistenzmanagement-Programme.

Bayer CropScience öffnet erstmals seine Substanzbibliothek

Neben den wachsenden Populationen von Überträgern ist auch ihre zunehmende
Resistenz gegenüber etablierten Insektiziden weltweit ein großes Problem. Bayer CropScience und das Innovative Vector Control Consortium (IVCC) in Liverpool, Großbritannien, arbeiten daher intensiv zusammen, um eine neue Insektizid-Forschungsplattform aufzubauen. Ziel der Forscher ist es, neue  resistenzbrechende Wirkstoffe zu finden, die als so genannte Public Health Products (PHPs) gegen Mücken wirksam sind. Dieses "Leuchtturmprojekt" ist ein Element des Bayer-Klimaprogramms, in das Bayer CropScience seine im Laufe von Jahrzehnten erworbenen Erfahrungen im Bereich der chemischen Synthese sowie der Insektizid-Forschung einbringt. Die Besonderheit dieser Zusammenarbeit: Erstmals öffnet das Unternehmen für ein Gemeinschaftsprojekt seine Substanzbibliothek - eine der größten weltweit. Beide Kooperationspartner sehen in der Erforschung resistenzbrechender Wirkstoffe einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels auf dem Gebiet vektorübertragener Krankheiten. Das IVCC ist eine Produktentwicklungspartnerschaft (Product Development Partnership), die sich vorwiegend mit der Entwicklung neuer Insektizide für die Vektorkontrolle im öffentlichen Gesundheitsbereich und mit verbesserten Informationssystemen und Werkzeugen beschäftigt, die es ermöglichen, Pflanzenschutzmittel effektiver einzusetzen. Das IVCC ist ebenfalls auf der PAMC vertreten.
 
Quelle: UD / cp

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