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09.06.2008

Evonik unterstützt Projekt gegen Kinderarmut

Als Konsequenz der alarmierenden Zahlen des aktuellen Berichts zur „Lage der Kinder in Deutschland“ hat das UN-Hilfswerk UNICEF Bund, Länder und Gemeinden aufgefordert, die Förderprogramme für benachteiligte Kinder erheblich auszubauen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Projekt des Essener Bistums „Gemeinsam gegen Kinderarmut“: Die Spendenaktion wird seit neuestem vom Industrie-Konzern Evonik unterstützt - mit einem Fußballturnier, dessen Erlöse in vollem Umfang der Bistums-Aktion zugute kommen.

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Armutszeugnis: Jedes sechste Kind hierzulande ist arm. Das geht aus dem neuen UNICEF-Bericht zur „Lage der Kinder in Deutschland“ hervor, den die Berliner Sektion des UN-Kinderhilfswerks jetzt in der Bundeshauptstadt vorstellte. Demnach sind Kinder Alleinerziehender überdurchschnittlich von Armut bedroht: Laut der Studie leben bis zu 40 Prozent der Ein-Eltern-Familien in relativer Armut. Dasselbe gelte für 30 Prozent der Migrantenkinder sowie für fast zwei Drittel des Nachwuchses von HartzIV-Empfängern. Bund, Länder und Gemeinden seien nun gefordert, ihre Anstrengungen, Kinder zu fördern, weiter auszubauen, erklärte Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF-Deutschland, angesichts der Ergebnisse in Berlin.
 
Ein gutes Beispiel dafür, wie eine solches Engagement aussehen kann, ist das Projekt des Essener Bistums „Gemeinsam gegen Kinderarmut“, welches im Rahmen des 50-jährigen Bestehen der kirchlichen Einrichtung ins Leben gerufen wurde. Mit den eingesammelten Geldern sollen verschiedene Projekte zur Förderung minderbemittelter Kinder und Jugendlicher initiiert und ausgebaut werden.
Kicken gegen Kinderarmut
 
Unterstützung erhielt das Projekt nun von der Evonik AG. Der Essener Industrie-Konzern hat ein Benefitz-Fußballturnier, den sogenannten „Halleluja-Cup“, ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Veranstaltung treten am 6. Juli im Wattenscheider Lohrheide-Stadion die Profi-Fußballmannschaften von Borussia Dortmund, dem MSV Duisburg, Rot-Weiß Essen und der SG Wattenscheid 09 gegeneinander an. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Aktion „Gemeinsam gegen Kinderarmut“ in zugute. Anlass genug für alle vier Ruhrgebietsvereine, auf ein Antrittsgeld zu verzichten: „Wir finden diese Idee von Evonik richtig toll und tragen gerne dazu bei, dass möglichst viel Geld in die Aktion gegen Kinderarmut fließt“, betonte etwa der Aufsichtsratvorsitzende des MSV Duisburg, Walter Hellmich. Auch Ruhrbischof Dr. Felix Genn freute sich, dass das Benefiz-Turnier zur Aufstockung der Projekt-Mittel beitragen wird: „Ich danke Evonik sehr für die Ausrichtung und die Finanzierung dieses Fußballsonntags. Das ist für die Kirche von Essen ein außergewöhnliches Ereignis.“
 
Für Evonik ist das Engagement Teil der Firmenphilosophie: „Mit der Ausrichtung des Turniers unterstreicht unser Unternehmen einmal mehr seine Verantwortung für die Region und seine Bereitschaft, soziale und karitative Aktivitäten des Bistums zu unterstützen“, erklärte Inken Ostermann, Leiterin Konzern Public Relations von Evonik, vor der Presse in Essen.
 
Bekannt für soziales Engagement
 
In der Tat ist der Halleluja-Cup nicht das erste von Evonik gesponsorte Event, dessen Erlöse Kinderhilfsorganisationen zugute kommt. Bereits vor der Eingliederung in den Evonik-Konzern war die Ruhrkohle AG (RAG) für ihr soziales Engagement in der Rhein-Ruhr-Region bekannt. So unterstützte die RAG Benefiz-Veranstaltungen wie etwa das Klavier-Festival Ruhr 2006, dessen Einnahmen aus dem Kartenverkauf - immerhin gut 11.000 Euro - von der RAG auf 20.000 Euro aufgestockt und dem Deutschen Kinderschutzbund Essen zur Verfügung gestellt wurden. Des weiteren initiierte das Unternehmen in den vergangenen Jahren diverse Spendenaktionen, deren Erlöse die Kindernothilfe erhielt.
 
Dieser Tradition fühlen sich auch die unter dem Dach des Evonik-Konzerns zusammengefassten Tochter-Unternehmen verpflichtet. Die Evonik Degussa GmbH etwa unterstützt unter anderem das Projekt „Haus der Berufsvorbereitung“ in Bonn/Rhein-Sieg. Die Einrichtung soll Jugendlichen ermöglichen, schulische Defizite auszugleichen und somit bessere Zukunfts- und Berufsaussichten zu erlangen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2011 gut 1,1 Millionen Euro für das „Haus der Berufsvorbereitung“ zur Verfügung zu stellen. „Als Industrieunternehmen der Region sind wir ein großer Ausbildungsbetrieb. Auch wenn wir den Teilnehmern dieser Maßnahme keinen Ausbildungsplatz garantieren können, so verbessern sich die Chance der Schülerinnen und Schüler auf eine Ausbildungsstelle nach einer erfolgreichen Teilnahme erheblich“, erläuterte José Berges, Werkleiter der Evonik Degussa GmbH in Lülsdorf, den Grund für das Engagement des Unternehmens.
 
Quelle: UD

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