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Donnerstag, 14.Dezember 2017

12.05.2006

Smarte Kinder: Auch Werbung will gelernt sein

Eltern kennen das Problem: In Schulen herrscht Markendruck. Werbung suggeriert Kindern, was angesagt ist. Was müssen Schüler lernen, um selbstbewusst damit umzugehen? Super-RTL-Chef Claude Schmit hat dazu die Initiative „Media Smart“ ins Leben gerufen, um Kindern bewussteres Fernsehen beizubringen. Gefördert wird das Projekt von zahlreichen Unternehmen, darunter auch Nokia.

Ob im Fernsehen, in Zeitschriften, im Internet, auf Plakaten oder im Radio: Werbung ist ein zentraler Bestandteil unserer modernen Marktwirtschaft und gehört zur Alltagskultur. Doch wissen Kinder eigentlich, was Werbung ist? Ist ihnen klar, wie bei ihnen Kaufwünsche geweckt werden? Sind sie sich ihrer Rolle als potenzielle Kunden bewusst? Hier setzt der Verein „Media Smart e.V.“ mit seiner Aktion „Augen auf Werbung“ an. Das ambitionierte Projekt verteilt seit einigen Monaten an interessierte Grundschulen kostenloses Unterrichtsmaterial, das den Schülern auf pädagogisch zeitgemäße Weise grundlegende Werbekompetenz vermitteln soll. Der Kerngedanke dahinter: Nur wer die Funktionen, Ziele und Mechanismen von Werbung versteht, kann souverän mit ihr umgehen und sich eine eigene Meinung bilden. 

„Ohne Werbung kann unsere Wirtschaft nicht funktionieren. Sie ist Bestandteil unserer Gesellschaftsordnung und damit auch unseres Alltags. Deshalb ist es schlichtweg nicht möglich, Kinder ohne Werbung aufwachsen zu lassen,“ erläutert Initiator Claude Schmit, im Alltag Geschäftsführer von Super RTL. Es sei daher wichtig, auch Kinder über die Mechanismen von Medien und Werbung und ihre Funktion im ökonomischen System zu informieren. Medienpädagogen sind sich einig, dass souveränes und reflektiertes Konsumverhalten am besten durch eine frühe Auseinandersetzung mit Medien und Werbung gefördert werden kann. Wenn Kinder in der Lage sind, Werbebotschaften zu beurteilen, ist dies ein wichtiger Baustein in ihrer Erziehung zu mündigen Verbrauchern und selbstbestimmten Persönlichkeiten.  

‚Augen auf Werbung’

Die Schulmaterialien sind für die dritte und vierte Klasse konzipiert und unter Mithilfe erfahrener Schulbuchredakteure entstanden. Sie beschäftigen sich mit den klassischen Werbemedien Fernsehen, Radio, Zeitschriften, Zeitungen und Plakaten. In aufeinander aufbauenden Unterrichtseinheiten erfahren die Kinder zum Beispiel, wo Werbung im Alltag auftaucht. Wie wird Werbung gemacht? Welche Überlegungen stecken dahinter? Wie treffe ich souverän die richtigen Kaufentscheidungen im Alltag? Ziel der Unterrichtseinheiten ist die Vermittlung eines kritischen, selbstbestimmten Umgangs mit Werbung.  Wir wollen heute in Schulen, dass Kinder lernen, Kritikfähigkeit zu entwickeln. Dies können sie nur, wenn sie sich selbstständig ein Urteil bilden,“ erläutert der renommierte Medienpädagoge Professor Stefan  Aufenanger, der zum Beraterstab der Initiative gehört.
 
Quelle: UD

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